Bellatrix p.o.v
Ich schritt entschlossen auf sie zu. Barbies Alkoholfane konnte ich bis hier hin wahrnehmen "Bella, lass uns gehen." hörte ich Lennox hinter mir sagen, doch ich gab ihm eine kurz gebundene Antwort "Halte dich raus".
"Bella, Bella, Bella..." seufzte Roxi die ungefähr 2 Meter vor mir stand. "Was willst du?" fragte ich unbeeindruckt. Aus dem Augenwinkel nahm ich wahr wie ihr Gefolge sich um mich positionierte. Ich war eingekreist.
"Was ich will?" lallerte sie und hob die Brauen. "Was ich will?!" sie begann zu lachen. "Du sagtest du würdest mich aufschlitzen" sie wankte auf mich zu. Ohne die Mine zu verziehen, blickte ich ihr in die Augen "Ich sagte, wenn du mich nochmal bedrohen solltest, würde ich dich aufschlitzen" verbesserte ich sie mit tonloser Stimme. Ein dummes Grinsen erschien auf ihrem Gesicht "Und ich will dir zeigen wer hier wen aufschlitzt" aus dem Augenwinkel nahm ich wahr wie alle ein Messer zückten.
"Weißt du, wir hatten vor dich zu besuchen. Aber wie es aussieht, wolltest du dringender zu uns" grinste sie. Der Kreis wurde enger. Genervt verdrehte ich die Augen und trat einen Schritt auf sie zu "Merk dir eines, Liebes..." begann ich zu sprechen, wärend die Zeit stehen zu bleiben schien "...du hast es so gewollt".
Kurz flackerten ihre Augen belustigt auf, doch in der nähsten Sekunde krümmte sie sich schmerzerfüllt zusammen. Mein Tritt in ihre Magengrube ließ sie zusammensacken. Ihre Mädels stürmten sofort auf mich zu. Doch ich war eindeutig schneller. Mit geübter Handbewegung zog ich meine Waffe aus dem Inneren meiner Jacke.
Geübt löste ich die Sicherung und schoß auf den Boden. Die Mädels zuckten erschrocken zusammen. Zwei fielen sogar vor Schreck zu Boden. "Lächerlich" murmelte ich und betrachtete wie die restilichen sich mit ihrem Messer auf mich stürzten. Besoffen wie sie waren, hatten sie anscheinend große Mühe nicht über ihre eigene Füßen zu stolpern.
Mit wenigen Tritte und Faüste lag schon die hälfte von ihnen am Boden. Plötzlich packte mich jemand von hinten. Ich sah wie die Hand samt Messer hervorschnellte, doch bevor sie mir das Messer an die Gurgel setzen konnte packte ich ihren Arm, und schlug ihr meinen Hinterkopf hart ins Gesicht. Die Brünette ließ das Messer fallen und taumelte mit blutender Nase zurück.
Ich sah auf das Messer hinab, bückte mich, und hob es hoch. Wärend ihre Blicke mich verfolgten, zog ich meinen Daumen über die Schneide. Sofort schoß das Blut hervor. Ein irres Grinsen stahl sich auf mein Gesicht als ich wieder zur Brünetten sah. "Die ist doch psychisch Krank!" rief sie als sie mich mit dem Messer auf sie zukommen sah.
Ich stöckelte weiter ungehindert auf sie zu. Alarmiert erhob sie sich, und wandte sich schnell zum gehen. Grinsend sah ich wie auch die anderen die Flucht ergriffen. Nur eine Person war noch hier.
Ich drehte mich um und erblickte Roxi die fassungslos am Boden lag und zitterte. Ich schritt auf sie zu, und nahm wahr wie ihr die Angst ins Gesicht kroch. "Was hast du vor?" flüsterte sie als ich direkt vor ihr stand. Ich kniete mich zu ihr und hob das Messer "Ah nichts, ich zeige dir nur, wer hier wen aufschlitzt" wiederholte ich ihre Worte und setzte lächelnd das Messer an ihre Kehle. Roxi begann unkontrolliert zu zittern.
Ich überlegte fieberhaft was ich jetzt mit ihr anstellen sollte. "Eine Handbewegungen, und du wärst tot" murmelte ich, doch eher mehr zu mir als zu ihr. "Bitte, bitte hör auf! Bitte!" flehte sie. "Unter einer Bedienung, Liebes" sagte ich und bewegte das Messer nach oben. "Halte dich von mir fern" ein dünner roter Blutsteich zog sich über ihren Hals, bis zu einem Mundwinkel "Den das nähsten mal werde ich nicht mehr so viel Erbarmen haben "flüsterte ich ihr zu, wärend ich die Messerspitze langsam über ihre Unterlippe zog. "Verstanden?" fragte ich leise und sah ihr wieder in die Augen "Ja... ja ich habe verstanden" sprach sie schnell. Zufrieden erhob ich mich "Sehr gut, dann mach das du hier wegkommst, bevor ich es mir überlegen kann" ohne zu zögern stand sie wankend auf, und ergriff die Flucht.
"Ich dachte du würdest sie jetzt wirklich umbringen" lenkte plötzlich Lennox von hinten die Aufmerksamkeit auf sich. "Töten ist gegen meine eigene Überzeugung" sprach ich monoton und warf das Messer in einen Mülleimer. Ich wollte weiter laufen, doch er stellte sich direkt vor mir auf "Wer bist du?".
Verständnislos sah ich ihn an "Leidest du an Gedächtnisschwund? Ich bin Bella" er kahm unbeeindruckt näher "Das meinte ich nicht. Du bist anders als alle anderen" die grauen Augen gaben seinen Worten einen gewissen Nachdruck "Du bist schlau, hübsch, und du lässt dir von niemanden etwas sagen. Nicht einmal der Direktor hat dich klein bekommen" ich starrte ihn sprachlos an "Du kannst besser kämpfen als so manche Kerle, du kannst verdammt gut Auto fahren obwohl du keinen Führerschein hast, und du trägst eine Waffe bei dir" er schüttelte kurz den Kopf "So jemanden habe ich noch nie getroffen. Also, jetzt mal erlich, wer bist du?"
Immer noch etwas baff von den vielen Komplimenten, versuchte ich meine Fassade wieder halbwegs aufzubauen. Doch ich konnte es nicht. Zum ersten mal in meinem Leben schaltete sich mein Verstand aus, und meine Gefühle übernahmen die Oberhand. Ich schlang ihm unerwartet die Arme um den Hals. Und wie es aussieht, hatten wir beide diese Reaktion nicht erwartet. Denn auch er erstarrte kurz, bevor er ebenfalls seine Arme um mich legte.
-Flashback-
"Schach" verkündete ich stolz und blickte auf. Erstaunt hob er die Brauen. Dann lächelte er und unternahm ein Zug mit seiner Dame. Ein siegessicheres Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich hob die Hand, um sie jedoch gleich wieder sinken zu lassen, da die Tür plötzlich aufgerissen wurde.
Ein gefesselter Mann wurde auf den Boden geworfen. Mein Vater erhob sich augenblicklich und schritt auf ihn zu. "Du dachtest also wirklich du konntest mich verpfeifen?" lachte er spöttisch, als er den gefesselten Mann erkannte. Der allerdings regte sich nicht, sondern blickte meinen Vater nur mit Abscheu an.
Seufzend zog mein Vater die Waffe und erschoss ihn, ohne mit der Wimper zu zucken. Mit einer kurzen Handbewegung gab er dann seinen Männern zu verstehen, dass sie die Leiche wegbringen sollten. Mein Vater drehte sich wieder zu mir. "Musste das sein Papa?" fragte ich ihn und sah den Toten an. "Schätzchen in dieser Welt muss man hart sein. Früher oder später wäre er so oder so gestorben, auf diese Weise hatte er allerdings keine Zeit mehr um mir zu schaden" antwortete er ohne zu zögern.
"Um das zu erreichen was du willst, müssen eben einpaar Opfer gebracht werden. Die Welt ist nicht gerecht, und deshalb muss man auch nicht fair spielen" nachdenklich lasse ich seine Worte auf mich wirken.
"Merk es dir, Stärke und Macht hast du nicht mit Geld, allein deine Ausstrahlung bringt dir oft was du willst. Bau dir deine Mauer zur Ausenwelt auf, und lass niemanden deine Schwächen sehen. Sei stark, eiskalt und unberechenbar, denn einen Berg kann selbst der tosende Sturm nicht in die Knie zwingen."
Er setzte sich mir gegenüber "Hat den noch nie jemand deine Schwächen gesehen? Ist etwa deine Mauer nich nie für jemanden kaputt gegangen?" fragte ich ihn nachdenklich. Ein kleines Lächeln erschien auf seinem Gesicht "Menschen sehen nur dann deine Schwächen, wenn sie für dich zu einer Schwäche werden" sein Blick wanderte zu seinem Schreibtisch.
Ich folgte seinem Blick, welcher auf ein Bild gerichtet war. Es zeigte mich im Arm meiner Mutter. Ich verstand, und lächelte "Tja, sieht also aus als ob ich eine deiner Schwächen schon längst kenne" verwundert drehte er den Kopf zu mir "Ah ja?" nickend lächelte ich ihm schadenfroh entgegen "Dein König steht gerade ziemlich ungünstig"
Ich bewegte meinen Turm und warf seinen König um "Schachmatt" verkündete ich mit einem siegessicheren, eisigen Lächeln.
-Flashback ende-
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"Menschen sehen nur dann deine Schwächen, wenn sie für dich zu einer Schwäche werden"
Wurde Lennox etwa jetzt eine Schwäche für sie???
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Schattenseite
Mistero / Thriller"Wie heißt du, Prinzessin?" seelenruhig stieß er den Rauch seiner Zigarette aus. Ich betrachtete ihn kühl "Nenn mich Bella" antwortete ich ruhig. Sein Grinsen wurde breiter "Bella, also die Schöne?" ich lehnte mich zurück ohne meinen Blick von ihm...
