Tagelang bereitete mich Herr Alton auf den bevorstehenden Krieg vor. Nun war es an der Zeit einen Plan zu entwickeln. Jedoch hatten wir nicht wirklich einen, denn alles was wir tun konnten, war Anity's Herz - die Stromquelle - zu beschützen.
,,Wann werden sie kommen?'' fragte ich ihn.
,,Das wissen wir leider nicht. Es könnte gleich, in den nächsten Stunden oder in den nächsten Tagen sein'' antwortete er.
,,Aber keine Sorge, du bist gut vorbereitet'' fügte er hinzu und schenkte mir ein Lächeln. Plötzlich fing er stark an zu husten und hielt sich die Brust fest. Dieses husten erinnerte mich stark an das von Clay.
,,Alles in Ordnung?'' fragte ich ihn.
,,Ja. Ich bin nur ein alter Mann mit Bronchitis'' entgegnete er scherzend, doch wirklich lustig war es eigentlich nicht. Ich schätzte, dass es einfach seine Art war, so damit umzugehen.
,,Kann ich Ihnen irgendetwas bringen?'' fragte ich noch einmal vorsichtshalber nach, doch er schüttelte nur seinen Kopf.
,,Du kannst Feierabend machen. Du hast schon genug hier getan, George'' sagte er. Auf der einen Seite wollte ich schnellstmöglich zu Clay, doch auf der anderen Seite machte ich mir auch wirklich Sorgen um Herr Alton. Er sah den ganzen Tag über schon nicht gut aus.
,,Du musst dir um mich keine Sorgen machen'' riss er mich aus meinen Gedanken, als hätte er sie lesen können. Ich nickte ihm zu, wenn auch unsicher, doch machte mich anschließend auf den Weg zu Clay.
Dort angekommen, öffnete mir sein Bruder Nick die Haustüre.
,,Hey'' entgegnete ich ihm.
,,Hey'' entgegnete er mir. Ich hatte mit ihm bisher nur ein paar Sätze gewechselt, doch ich wusste, dass er ein guter Mensch war. Das sah ich schon alleine an der Art, wie er sich um Clay kümmerte. Vielleicht war so etwas unter Geschwister auch normal, doch ich hatte schließlich keine, daher kannte ich so etwas nicht wirklich.
,,Er wartet schon auf dich'' sagte er.
,,Woher weiß er, dass ich komme?'' fragte ich etwas irritiert, da ich Clay eigentlich überraschen wollte. Ich hatte ihm nämlich nicht gesagt, dass ich nach der Arbeit vorbei kommen würde.
,,Er meinte er würde wissen, dass du hier auftauchen würdest'' lachte er, als hätte Clay den ganzen Tag über von nichts anderem gesprochen. Ich lachte darauf ebenfalls auf und machte mich auf den Weg zu seinem Zimmer.
Ich öffnete langsam die Zimmertüre. Als ich hinein trat, schaute er mich bereits an.
,,Dafür, dass ich im Sterben liege, lässt du dir ganz schön viel Zeit'' scherzte er.
,,Hör auf damit'' keifte ich ihn schon förmlich an. Er wusste ganz genau, dass ich es nicht mochte, wenn er darüber Witze machte. Vielleicht war es auch seine Art so damit umzugehen, doch bei ihm mochte ich es einfach überhaupt nicht, wenn es das tat.
,,Ach komm, bist du jetzt zum Spießer mutiert?'' lachte er nun. Ich kniff meine Augen zusammen und schaute ihn an.
,,Wären wir jetzt in Anity, dann - '' er unterbrach mich.
,,Dann was? Würdest du mich schlagen?'' kam es von ihm mit einem provokantem Grinsen.
,,Genau das'' entgegnete ich ihm grinsend.
,,Ich bin kein Weichei, George. Du musst mich nicht so mit Vorsicht behandeln nur, weil wir uns hier in der echten Welt befinden'' sagte er.
,,Mhmm'' machte ich nun provokant, woraufhin er seine Augen verrollte und seinen Kopf grinsend schüttelte.
,,Also, was steht heute an?'' fragte er nun.
,,Wir gehen in den Park'' antwortete ich ihm. Plötzlich weiteten sich seine Augen.
,,Nach dem, was das letzte mal passiert ist, als ich draußen war...?'' fragte er etwas leiser.
,,Keine Sorge, ich habe an alles gedacht. Dein Spray habe ich auch und heute soll es auch überhaupt nicht windig werden'' versicherte ich ihm.
Nach dem ich endlich aus dem Haus bekommen hatte und wir gerade im Park ankamen, suchte ich uns extra eine Stelle aus, an der man uns nicht sehen konnte. Ich wusste schließlich, dass er nicht gerne raus ging, da er die Blicke der Leute nicht mochte.
Wir lagen gerade auf der Picknickdecke und starrten in den Himmel, während der große Baum, unter dem wir lagen, uns im Schatten hielt.
,,Dieser Baum erinnert mich an unseren aus Anity'' murmelte ich.
,,Unserer ist schöner'' entgegnete er, was mich zum lächeln brachte.
,,Weißt du, was noch schöner ist?'' fing ich an und schaute zu ihm hinauf, da ich mit meinem Kopf auf seiner Brust lag.
,,Hm?'' machte er.
,,Du'' fuhr ich fort und schaute ihm in seine Augen. Als er mich ansah, hätte ich schwören können, dass sie plötzlich wieder etwas an Farbe bekamen.
Da meine Hand auch auf seiner Brust lag, spürte ich, wie sich sein Herzschlag verschnellerte, während er mir von meinen Augen auf meine Lippen schaute.
,,Ich liebe dich'' sagte er plötzlich. Es überraschte mich ein wenig, da es wirklich unerwartet kam. Nun verschnellerte sich auch mein Herzschlag rasant, während ich mich seinem Gesicht näherte.
,,Ich liebe dich'' hauchte ich ihm gegen seine Lippen und presste meine auf seine. Der Kuss fühlte sich nicht anders, als in Anity an. Doch so war es tausend mal schöner, da ich wusste, dass es wirklich echt und in Wirklichkeit war.
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Humanity
Fanfiction》All i want is to know, if you really exist and where you are...《 Was, wenn es eine Welt geben würde, in der du sein kannst wer du willst und machen kannst was du willst. Was, wenn dich diese Welt aus deiner Realität in ihren Bann zieht und diese W...
