P R O L O G
»Ich liebe dich, so sehr.«
Ich kicherte leise, als er federleichte Küsse auf die Markierung hauchte, welche sich oberhalb meines rechten Schlüsselbeins befand. Sein heißer Atem kitzelte an meiner empfindlichen Haut und sandte angenehme Schauer über meinen Körper.
»Ich liebe dich auch.«, meine Antwort war nur ein leises Hauchen, aber dank unseres besseren Gehörs verstand Noah meine Worte trotzdem.
Lächelnd beugte er sich zu mir herunter und legte seine Lippen sanft auf meine. Der Kuss war langsam und innig. Wir genossen jede Sekunde von ihm. Er drückte all die Zuneigung und Liebe aus, die wir füreinander empfanden.
Eng umschlungen lagen wir in meinem Bett. Draußen war es bereits dunkel, der Mond stand hoch am Himmel, aber wir hielten es nicht für nötig, das Licht einzuschalten. Unter meiner Zimmertür hindurch legte sich ein seichter Lichtstrahl in mein Zimmer. Gedämpft hörte ich die Stimmen meiner Eltern, welche sich unten im Wohnzimmer unterhielten.
Ich war glücklich. So glücklich. Bereits vor einem Jahr, mit fünfzehn, habe ich meinen Gefährten kennengelernt. Noah war das Beste, was mir jemals passiert ist. Ich liebte ihn und konnte mir ein Leben ohne ihn bereits jetzt nicht mehr vorstellen. Seit dem Zeitpunkt unserer ersten Begegnung, war er der Mittelpunkt meines Lebens, das Zentrum. Er war mein Ruhepol, mein Anker, war derjenige, der mich zu der machte, die ich heute war und vor allem vervollständigte er mich. So wie es bei Mates der Fall war, ergänzten wir uns beinahe perfekt.
Wir könnten uns noch ewig so weiter küssen und Liebeserklärungen zu flüstern, doch das Heulen eines Wolfes, welches die friedliche Stille der Nacht durchbrach, unterbrach uns.
Schwer atmend presste Noah sein Gesicht in meine Halsbeuge. Wir lauschten. Als dann nochmals ein Heulen erklang, rappelte mein Gefährte sich mühsam auf.
Seine starken Arme links und rechts neben meinen Kopf gestützt, beugte er sich über mich und sah mir tief in die Augen.
»Da müssen wir wohl hin. Eindringlinge wurden an der Grenze gesichtet.«
Er wollte sich genauso wenig von mir lösen, wie ich mich von ihm, doch wir waren Soldaten. Unsere Aufgabe war es, das Rudel zu verteidigen und zu beschützen. Ich musste meinen egoistischen Teil zurück drängen und warten, bis wir damit fertig waren, denn anscheinend benötigte die Patrouille Unterstützung.
*
Die kalte Nachtluft zehrte an meinem Fell, als ich gemeinsam mit meinem Gefährten Seite an Seite durch den Wald lief. Meine Pfoten gruben sich in den feuchten Waldboden, einige Stunden zuvor, hatte es heftig geregnet. Der Geruch des Regens, des nassen Waldes lag allerdings noch immer frisch in der Luft. Ich inhalierte ihn begierig. Ich liebte es, als Wolf durch den Wald zu jagen, am besten war es, wenn Noah an meiner Seite war.
Doch heute Nacht waren wir nicht zum Spaß unterwegs, wir waren geradewegs auf dem Weg in einen Kampf, dessen Geräusche wir bereits hören konnten, als wir noch ein gutes Stück entfernt waren.
Als wir schließlich an besagter Grenze ankamen und die Büsche zu der Lichtung, die hier lag, durchbrachen, brauchte ich nicht lange, um die Situation zu erfassen - insgesamt fünf Eindringlinge, Rogues, waren in einen Kampf mit drei unserer Rudelmitglieder verwickelt.
Für jeden einen, meine innere Wölfin grinste vorfreudig in meinem Kopf.
Knurrend stürzte ich mich auf einen der feindlichen Wölfe, die sich zu zweit auf einen Wolf aus unserem Rudel gestürzt haben. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass Noah es mir gleich tat.
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forever mate *pausiert*
WerewolfSeit dem Tod ihres Mates hat Mercy den Glauben in das Gute verloren und sich von anderen ihrer Art abgekapselt. Doch was ist, wenn plötzlich ein Typ in ihr Leben tritt der behauptet, sie sei seine Mate? Ist es möglich, dass Mercy einen zweiten Seele...
