K A P I T E L 14
Es war das selbe Haus, in welches Alaric mich am Abend des Balles geführt hatte.
Und es war auch das selbe Zimmer, in welches ich nun geführt wurde.
Nur, dass sich jetzt alles anders anfühlte. Ich war nervös, aber nicht auf die gute Art und Weise und meine Muskeln standen unter Strom. Dieser verbot es meinem Körper, sich zu entspannen, als ich mich unsicher auf dem Bett meines Gefährten niederließ.
Es dauerte nicht lange, bis die Zimmertür sich öffnete und eben dieser den Raum betrat.
Seine Miene war hart und angespannt, ich konnte kaum sehen, was in ihm vorging und wäre da nicht diese kleine Regung in seinen Augen, wäre ich sicherlich maßlos angespannt und nervös gewesen und drauf und dran, aus dem Fenster zu springen.
Aber zum einen war da dieses Funkeln in seinen Augen, als er mich ansah, welches mir etwas meiner Angst nahm und die Sorge, die sich wie ein Vorhang über seine schokoladenfarbigen Augen gelegt hatte.
Verwirrt runzelte ich die Stirn. Wieso machte er sich denn Sorgen?
,,Du musstest von vier Leuten festgehalten werden, weil du deinen Wolf nicht unter Kontrolle hattest.", rückte er dann auch gleich ohne weitere Umschweife mit der Sprache raus und schaffte es somit tatsächlich, mich tiefer in die Verlegenheit zu treiben.
Was ein Pech, dass die rechtzeitig da waren., war Caras bissiger Kommentar dazu. Seit dem, ich nannte es einfach mal, Vorfall, in der Schule, schwebte meine innere Wölfin dicht unter der Oberfläche.
Früher ist mir sowas, also ein Kontrollverlust, wirklich nie passiert. Aber seitdem Cara wieder da war, war irgendwas anders.
„Hast du mal daran gedacht, was passiert wäre, wenn in dem Augenblick Menschen dagewesen wären?"
Darüber hatte ich tatsächlich noch nicht nachgedacht.
Glück gehabt, würde ich mal so sagen., war Caras trockener Kommentar, der mir beinahe ein Lachen entlockt hätte, welches ich durch ein Husten zu verbergen versuchte.
Wenn ich mir so Alarics ungläubigen Blick anschaute, konnte ich nur hoffen, dass ich das Lachen erfolgreich überspielen konnte.
,,Weißt du, seit Cara wieder da ist, ist irgendwas anders. Also wirklich anders...", ich wusste nicht, wie ich mein inneres Gefühlschaos ausdrücken konnte und druckste unsicher herum.
Schneller als ich gucken konnte, saß Alaric neben mir. So dicht, dass unsere Knie sich berührten, doch es fühlte sich weder unangenehm an, noch sexuell geladen. Stattdessen spendete diese kleine Berührung mir Sicherheit und beruhigte mich.
,,Sie fühlt sich anders an. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber irgendwie... stärker. Mächtiger."
Ich schluckte kurz. Vielleicht war jetzt der richtige Moment, um Alaric von meiner Bestimmung zu erzählen. Vielleicht wusste er auch schon davon oder er ahnte etwas. Immerhin hatte er das weiße Fell meiner Wölfin gesehen. Aber ich wusste nicht, ob er die Legenden kannte. Immerhin hatte selbst ich erst vor ein paar Tagen davon gehört und kannte auch sonst keine Geschichten von Hütern und weißen Wölfen, geschweige denn, von einem Lykaner, der einen zweiten Gefährten geschenkt bekam.
,,Weißt du, nach Noahs Tod habe ich mich lange Zeit gefragt, ehrlich gesagt noch bis vor ein paar Tagen, wieso ich das überlebt habe."
Ich spürte, wie Alaric sich neben mir anspannte, doch ich traute mich noch nicht, ihn anzuschauen. Zu groß war die Angst, ich würde danach einen Rückzieher machen und ihm doch nicht davon erzählen können.
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forever mate *pausiert*
WerewolfSeit dem Tod ihres Mates hat Mercy den Glauben in das Gute verloren und sich von anderen ihrer Art abgekapselt. Doch was ist, wenn plötzlich ein Typ in ihr Leben tritt der behauptet, sie sei seine Mate? Ist es möglich, dass Mercy einen zweiten Seele...
