Jung Wooyoung
Ich redete gerade noch mit Yeosang. Er würde über Nacht bleiben, da er recht weit weg wohnte und gern mehr Zeit mit mir verbringen wollte. Ich erzählte ihm von San. Er hörte aufmerksam zu und kommentierte einige Dinge.
Doch unser Gespräch wurde von einem Klopfen unterbrochen. "Ich schau mal, wer da ist", meinte ich und erhob mich. Ruhig öffnete ich die Tür und wurde von einem überglücklichen San begrüßt. Hinter ihm stand ein etwas verlegener Jongho. Yeosang war auch aufgestanden und schob sich vorsichtig an San vorbei, um sich zu Jongho zu stellen und sanft dessen Hand zu nehmen, scheinbar um ihn zu beruhigen. Mein bester Freund murmelte dem Rothaarigen leise etwas ins Ohr. Die Antwort war nur ein schwaches Nicken.
"Wooyoung, ich möchte dir jemanden vorstellen", meinte San ganz aufgeregt. In seiner ganzen Freude hatte er das Geschehen zwischen dem blonden Yeosang und dem rothaarigen Jongho gar nicht mitbekommen. Als er sich umdrehte, scheinbar um auf Jongho zu deuten, erblickte er die verschränkten Finger der beiden. Es schien, als würde er zu Eis erstarren, sowie er realisiert hatte, was dies bedeuten musste. "Jongho...? Was?", stotterte er. Die beiden schienen sich zu kennen. "Ehm... ich wollte dir davon erzählen, wenn du dich beruhigt hast...", murmelte Jongho.
"Hey, San, ganz ruhig, kommt erstmal alle rein und setzt euch", warf ich ein und legte beruhigend eine Hand auf Sans Schulter. Er nickte und folgte mir nach drinnen. Dort setzte er sich neben mich auf das Bett. Jongho und Yeosang setzten sich zu uns.
"Also, San, darf ich dir vorstellen... Mein bester Freund Yeosang und... Jongho scheinst du ja schon zu kennen", stellte ich mit ruhiger Stimme fest. San nickte und hielt Yeosang zur Begrüßung die Hand hin. "Choi San. Und ich warne dich, wehe du krümmst meinem Bruder auch nur ein Haar", ermahnte San meinen besten Freund mit dunkler Stimme. "Keine Sorge, er ist bei mir in sicheren Händen", erwiderte Yeosang ruhig und lächelte warm, während er Sans Hand schüttelte.
"Leute... könnt ihr mich mal bitte aufklären?", fragte ich verwirrt. "San, du hast nie erzählt, dass du einen Bruder hast", hängte ich noch murmelnd dran. "Tut mir leid... Ich brauchte eine Weile, bis ich es erzähle...", nuschelte San als Erklärung. Ich nickte verständlich. "Und... warum? Also wenn ich fragen darf", richtete ich meine nächste Frage an ihn. "Es... ist einiges vorgefallen...", murmelte er nur. Eindeutig ein Thema, über das er ungern sprach. Ich nickte einfach erneut.
Wir redeten noch eine Weile miteinander. Yeosang und Jongho erzählten, wie sie sich kennenlernten.
Dabei kam heraus, dass Jongho eine Klasse unter uns gewesen ist und deshalb von der ganzen Aktion mitbekommen hat. Denn dem Jüngeren ist Yeosang aufgefallen, der nach meiner Einweisung ziemlich in sich gekehrt war. Der Rothaarige hatte angefangen, Yeosang zu helfen mit der Situation klar zu kommen. Und Yeosang hatte Jongho mit Sans Situation geholfen.
Dann holte Yeosang seinen Rucksack zu sich und öffnete ihn. Er reichte mir einige Plakate. Ich schaute meinen besten Freund verwirrt an. "Was ist das?", fragte ich.
"Deine Plakate aus deinem Zimmer. Ich hab auch deine Bilder mitgebracht", erklärte der Blondschopf mir. "Oh", kam es nur von mir.
"Danke", murmelte ich noch. Yeosang lächelte sanft. "Immer wieder gern", gab er ruhig zurück.
Ich begann mit der Hilfe der anderen drei Jungen die Plakate und Bilder aufzuhängen. Schon fühlte ich mich in dem weißen Raum viel wohler.
"Deinen MP3-Player durfte ich leider nicht mitbringen, weil dort ja etwas drauf sein könnte, was dir schaden könnte", erklärte Yeosang mir und zuckte dabei mit den Schultern. Ich nickte. Dafür konnte er schließlich nichts.
"Jongho... Darf ich dir noch Hongjoong vorstellen?", fragte San nun ruhig. "Natürlich. Wir sehen uns nachher, Sangie", antwortete der Jüngste seinem Bruder und legte nochmal sanft seine Lippen auf Yeosangs, ehe die beiden den Raum verließen.
"So, dann sind wir mal wieder allein", scherzte Yeosang. Ich nickte und lächelte. Dann umarmte ich ihn einfach. "Ich hab dich so sehr vermisst...", nuschelte ich leise.
Der Rest des Tages endete in einer langen Kuschelaktion. Ich hatte Yeosang wirklich schmerzlich vermisst.
!!!Achtung!!!Alles, was hier geschrieben steht, ist rein fiktiv und soll auf gar keinen Fall Körperverletzung, Mord, sexuellen Missbrauch und weitere absolut schlimme Verbrechen verharmlosen. Auf keinen Fall das geschriebene nachahmen und sollten euch Gedanken bezüglich bestimmten Themen wie zum Beispiel: Suizid oder Selbstverletzung durch den Kopf gehen, dann sprecht bitte mit jemanden darüber und lasst euch helfen. Aber euch muss klar sein, dass man sich nur helfen lassen kann und sich bessern kann, wenn man das will. Wenn man sich die Hilfe aufzwingt oder aufzwingen lässt nützt es rein gar nichts.
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Heyyy hab mal wieder weiter geschrieben hehe
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen~
Byeee
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ℭ𝔞𝔩𝔩𝔢𝔡 𝔓𝔰𝔶𝔠𝔥𝔬ʷᵒᵒˢᵃⁿ
FanfictionChoi San ist schon eine ganze Weile in der geschlossenen Anstalt. Manchmal hat er seinen Spaß mit den anderen 'Patienten', aber meistens langweilt er sich dort einfach. Zumindest, bis Jung Wooyoung in das Nachbarzimmer einzieht... denn dieser Junge...
