28 • drunk and nasty

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Während wir durchs Haus gingen, führte mich Cody durch die Masse und hatte seine Hand an meiner Taille gelegt. Automatisch hatte ich das Gefühl, dass mir auf einmal viel wärmer war als davor und mein Bauch anfängt zu kribbeln. In dem
Moment dachte ich mir nur Shit. Wenn eine einzige Berührung in mir dies auslösen konnte, was würden wohl mehr bewirken.

Als wir ins Badezimmer ankamen, schloss er die Tür hinter sich. Die laute Musik, die mir zum Kopf gestiegen war, verstummte auf einmal wieder. Cody sah sich bei den Badezimmerschränken um, während ich mich am Rand der Badewanne hinsetzte. Ich hatte meine Hand auf meinen Oberschenkel hingelegt und wartet einfach nur ab. Irgendwann hat Cody dann das gefunden wonach er gesucht hatte und drehte sich zu mir um.

Er sah mich kurz an und dann kniete er vor mir hin und nahm meine Hand zwischen seinen Händen. Er wisch mit einem Tuch über meine Hand, doch es kam immer mehr Blut raus und er schien auch teils überfordert. Doch irgendwann kam kaum noch Blut raus und er sprühte Wundenspray auf meiner Hand. Ich schaute ihm zu, wie Strähnen ihm vor die Stirn fielen und ich mich unterdrücken musste diese nicht weg zu streichen.

"Ich hätte es auch selber hinbekommen", sagte ich irgendwann, als mir die Stille zu viel wurde und schon fast unangenehm anfühlte.

"Ein Danke würde reichen", sagte er und ich wurde schon wieder hitzig. Wieso schaffte ich es nie eine Konversation mit Cody zu führen ohne direkt sauer zu werden wegen irgendeiner Sache?

"Danke", murmelte ich. Er hielt still und sah zu mir hoch. Er nickte jedoch nur und wickelte das Band um meiner Handfläche.

"Wäre gut, wenn du dich jetzt von scharfen Gegenständen fern hälst", sagte er.

"Wird schwer", erwiderte ich und dachte  dabei nicht an das Glas.

Perplex sah er mich an und schien nicht zu verstehen. Was natürlich auch gut war.

"Bis zum Homecoming wird es bestimmt verheilt sein", sagte er und ich sah zu ihm. Er stand auf und packte die Sachen wieder zurück. Dann ging er zum Waschbecken und wusch sich seine Hände.

Ich sah auf sein Rücken, wie sich seine Muskeln bewegten, wenn er sich bewegte. In mir kamen Gedanken auf, die ich nicht geplant hatte und ich versuchte an was anderes zu denken. Ich überlegte wie ich die Konversation darauf lenken kann, dass ich ihn das Frage, was ich eigentlich fragen wollte. Doch ich hatte meine  Mut verloren und saß da nur.

"Leider weiß ich nicht, ob dein Partner bis dahin auch verheilt ist", sagte er und drehte sich zu mir um.

"Mach du dir lieber sorgen um deine bessere Hälfte", sagte ich dann genervt zurück.

„Was auch immer das bedeuten soll", erwiderte er und lehnt sich dann an das Waschbecken mit zusammenverschränkten Armen.

„Kannst ja 1 und 1 zusammenzählen", sagte ich daraufhin.

Er sah an mir herunter. „Vielleicht sollten wir dein Oberteil wechseln"

Ich folgte seinem Blick. Mein Oberteil war nun nicht nur mit Cola sondern auch mit Blut. Ich stöhnte frustriert auf. War klar, dass jedes mal was passieren muss. Das letzte mal wäre ich fast gestorben, jetzt das.

Cody kam auf mich zu und wollte mir helfen. „Pass auf deine Hand auf", sagte er, als er mein Oberteil hochzog.

Ohne groß zu überlegen, lies ich es zu und stand nun nur in meinem BH vor Cody. Doch er sah mich nur kurz an, hielt Stille und sah mir direkt wieder in die Augen. Auf einer Art und Weise fühlt es sich sogar gut an. Obwohl ich immer gedacht hätte, dass mir sowas peinlich wäre.

„Ist jetzt ein bisschen unfair wenn ich als einzige ohne Oberteil hier sitze", flüsterte ich leise und Cody schaute nicht mehr ernst, sondern fing an zu grinsen. Hatte ich nur sein dummes grinsen vermisst.

High School SweetheartsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt