Da die Kapitel, die jetzt kommen, schon geschrieben sind, werde ich euch keine Entscheidungen treffen lassen können. Aber sobald ich bei Kapitel 15 bin, könnt ihr mitentscheiden.
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Malu führt mich in der Wohngruppe herum, es gibt eine kleine Küche, ein Bad und unsere Zimmer, außerdem ein kleines Wohnzimmer mit Esstisch, Sofa und Spielsachen. Ich fühle mich hier jetzt schon wohl, trotzdem bleibt so ein komisches Gefühl.
Das Gefühl, fremd zu sein. Das Gefühl, fehl am Platz zu sein
Nachdem mir Malu alles gezeigt hat, räume ich meine Sachen in den Schrank und setzte mich aufs Bett. Malu dreht sich nochmal um und setzt sich neben mich. Und nimmt mich in den Arm. Es ist einfach alles zu viel.
,,Hey. Alles wird gut. Glaub mir, es wird alles gut. Ich weiß, wie du dich fühlst. Aber es wird alles gut. Ganz bestimmt", flüstert Malu.
Ich wische mir die Tränen weg und sage ganz leise:,,Danke." Malu lächelt und lässt mich allein.
Aber sie weiß nicht wie ich mich fühle. Wie es ist, als würde man für die eigenen Eltern nicht existieren! Wie es ist, immer allein zu sein. Wie es ist, ein Geheimnis zu haben, von solchem Ausmaß.
Nachdem ich mich beruhigt habe, gehe ich zu den anderen in die kleine Küche. Die Schule ist schon länger aus, als ich angekommen bin, waren alle ja schon von der Schule zurück. Gemeinsam kochen wir Mittagessen und es ist echt lustig. Wir lachen, und machen Quatsch. Ich lache mit den anderen und bin glücklich! Das erste mal seit ich 6 bin, habe ich das Gefühl, eine Familie zu haben! Und es ist toll!
Wir essen zusammen und ich helfe Dajana beim Abwasch. Aus dem Fenster sehe ich ein junges Paar mit einem Kind spazieren gehen. Und sie lachen.
Da ist es wieder, das komische Gefühl; nicht dazuzugehören.
Dajana sieht mich an und fragt:,,Alles gut? Du schaust plötzlich so traurig."
Ich schüttele den Kopf und beginne:,,Es...nichts ist gut. Ich...ach egal! Das muss ich allein schaffen."
Ich will nichts sagen. Den Löffel, den ich gerade in die Spülmaschine legen wollte, werde ich ins Waschbecken und renne in Malu und mein Zimmer. Zum Glück ist Malu nicht da. Sie ist mit den anderen und einigen aus den Koalas und den Giraffen draussen.
Weinend lege ich mich auf mein Bett und krieche unter die Decke.
Es ist alles zu viel. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Wieso kann nicht alles so sein, wie vor meinem 6. Geburtstag? Das Gefühl, das in mir herrscht, ist nicht leicht zu beschreiben. Ich will einfach hier weg!
Es klopft an der Tür und Dajana kommt rein. Sie setzt sich vor dem Bett auf den Boden und wartet. Ich liege so, das ich den Bereich von der Wand, an der mein Bett steht, bis zu der gegenüberliegenden Wand für mich sichtbar ist. Dajana sitzt zwischen meinem und Malus Bett.
Vorsichtig ziehe ich mir die Decke vom Kopf und sehe sie verheult an.
Sie legt mir eine Hand auf die Schulter und fragt:,, Was ist denn los? Weißt du, ich will dir helfen. Das kann ich nur, wenn du mit mir redest."
Ich nicke, ja. Sie will mir helfen. Aber ich weiß nicht, ob ich die Hilfe auch will.
,,Es ist so. Ich...ich...weiß nicht, ob...ich hier richtig bin. Es...Zuhause...ist es...es ist einfach alles furchtbar in letzter Zeit!", bekommt Dajana als Antwort.
,,Ich weiß, das du nach Hause willst, aber das geht jetzt nicht. Aber es wird alles gut", will sie mich trösten.
Aber es funktioniert nicht. Verstehen sie denn nicht, das ich nicht nach Hause will?! Alle denken immer, es ist alles gut. Aber nichts ist gut! Es ist, als wäre ich Luft Zuhause! Sich vorzustellen, wie sich das anfühlt ist unmöglich. Man muss es einmal selber fühlen. Zitternd sehen ich die Sozialarbeiterin an.
,,Ich will nicht nach Hause", hauche ich.
,,Aber wieso denn nicht?", will sie wissen, ,,da ist es doch bestimmt schön. Da ist deine Familie."
Ich schüttele den Kopf.
Die nächsten Versuche, etwas aus mir raus zu kriegen bleiben Erfolglos. Ich blocke komplett ab.
Ich reagiere nicht mehr auf die Sätze der Frau und sage kein Wort mehr.
Den Rest des Mittags verbringe ich mit lesen. Die anderen sind sehr lange draußen. Um 4 Uhr verlasse auch ich die Wohngruppe und erkunde das Heim. Draussen treffe ich die anderen. Mit ihnen und zwei Jungs von den Giraffen und einem Mädchen von den Koalas spielen wir verstecken und Versteck-Fange. Das Mädchen hat lange blonde Haare, heißt Lia, ist 6 Jahre alt und ist hier, weil ihre Mutter auf der Straße lebt. Sie wollte Lia ein besseres Leben ermöglichen, und hat sie ins Heim gebracht.
Mats hat kurze rote Locken, ist 15 Jahre alt und ist hier, weil er Zuhause geschlagen wurde.
Théo hat schulterlange goldbraune Haare, ist 9 Jahre alt und ist hier, weil er im Rollstuhl sitzt, und seine Eltern sich nicht um ihn kümmern konnten.
Auf Nachfrage erzähle auch ich, wieso ich hier bin:,, Mein Papa ist im Krankenhaus und Mama kann sich nicht allein um mich kümmern. Ich bleibe hier, bis sich eine Pflegefamilie gefunden hat."
Ein Erzieher von den Jungs kommt, und sagt wir sollen bitte alle mitkommen. Wir folgen ihm in die große Halle. Es ist eine Art Aufenthaltsraum, mit Sofas und Spielsachen ausgestattet. Es gibt auch Tische und Brettspiele. Auch hier sind die Wände hell gestrichen und voller bunter Motive.
Sofort beschleicht mich ein wohliges Gefühl. Alle sind da. Überall sitzen Kinder und die Erzieher nach Wohngruppen sortiert.
Wir setzen uns zu Dajana und warten. Frau Krause kommt nach vorne und klatscht 3 mal in die Hände. Es wird still in Raum.
Alle sehen gespannt nach vorne und die Heimleiterin beginnt zu reden:,, Also, erstmal Hallo zusammen! Wir sind heute hier, um einiges zu besprechen. Auf meiner Liste sind 3 Punkte. Der erste Punkt wäre: Ende des Monats dürfen wir wieder einige Kinder verabschieden!
Die Glücklichen sind: Alina von den Pferden! Herzlichen Glückwunsch Alina!
Théo von den Delphinen! Herzlichen Glückwunsch Theo!
Franzi von den Affen! Herzlichen Glückwunsch Franzi!
Und Charlie und Kim von den Echsen! Herzlichen Glückwunsch Jungs!"
Alle klatschen und freuen sich für die Kinder. Ich finde, es ist eine schöne Art, alle zu verabschieden.
Fr. Krause beginnt wieder zu sprechen:,, Punkt 2 wäre: Wir bekommen bald neue Spielgeräte für draußen.
Die Schaukel wird ersetzt und wir bekommen ein Karussell.
Und dann noch Punkt 3: Es kommt ein neuer Erzieher. Er kommt am Montag, und heißt Benjamin. Er geht zu den Schlangen, weil Frank ja nicht mehr bei den Schlagen ist."
Als wir alle wieder in ihren Wohngruppen sind mache ich zusammen mit Dilara Abendessen. Ayla hilft uns ein bisschen, und pünktlich um 7 sind wir fertig und decken den Tisch. Nach dem Abendessen helfe ich Ayla beim Aufräumen und gehe danach ins Bett.
Mit einem schönen Gefühl: ich bin Zuhause.
Ich bin angekommen.
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Sorgenkind
FanfictionNala: ein nettes,hilfsbereites und kluges Mädchen. Sie hast es wenn andere sich Sorgen um sie machen. Ihre eh schon instabile Welt scheint zusammen zu brechen, als ihr Vater ins Krankenhaus muss, und ihre Mutter sich nicht um sie kümmern will. Sie...
