Um Punkt 6 Uhr weckt mich mein Wecker. Schnell mache ich ihn aus, um Malu nicht zu wecken. Schließlich darf sie bis 7 schlafen. Schnell ziehe ich mich an, und flechte mir zwei Zöpfe.
In der Küche begrüßt mich Dajana mit einem ,,Guten Morgen".
Ich will ihr antworten, bekomme aber kein Wort raus.
,,Guten Morgen ", widerholt Dilara.
Ich nicke, und tippe Dajana an.
Verwirrt sieht diese mich an, und ich zeige mit meinem Finger auf meinen Hals. Dann schüttel ich den Kopf. Sie hat den Satz verstanden.
,,Hast du keine Stimmte mehr? Hoffentlich wirst du nicht krank. Du bleibst heute besser Zuhause."
Ich nicke, und frühstücke trotzdem mit den anderen.
Dajana macht mir einen Tee, und ich setzte mich in mein Bett. Schnell schreibe ich Mailin, die wieder zur Schule geht, an und sage ihr, dass ich nicht kommen kann. Sie verspricht, mir die Hausaufgaben zu schicken.
Der Tag zieht sich ewig lang, und ich habe nicht viel zu tun. Ab und zu schaut Dajana nach mir, lässt mich aber in Ruhe. Zwischendurch trinke ich noch zwei Tassen Tee.
So kurz vor 12 gehe ich auf Dajanas Bitte los zum Kindergarten. Sie hat sich nochmal versichert, das ich fit genug bin, aber dann lässt sie mich gehen.
Am Kindergarten angekommen öffne ich die Türe, und sehe sehr viele spielende Kinder. Klar, gegen Ende ist Draußen-Spiel. Einige Kinder sehen mich komisch an, sie wissen nicht, wen ich hole.
Eine Erzieherin spricht mich an:,, Hey, kann ich dir helfen?"
Ich nicke, und erkläre auf dieselbe Weise wie bei Dajana, das meine Stimme weg ist.
,,Oh. Wie machen wir das jetzt? Warte, ich komm gleich wieder", sagt sie, und verschwindet im Gebäude. Zurück kommt sie mit einem Block und Stift. Ich soll aufschreiben, wen ich abholen soll.
Ayla
Das schreibe ich auf. Die Erzieherin nickt, und holt das Mädchen.
,,Nala!", begrüßt sie mich und umarmt mich.
Ich lächle, und mache mich mit ihr auf den Heimweg. Malu und Dajana erwarten mich schon.
Der restliche Tag ist weniger spektakulär, wir kochen und machen mit vielen anderen Kindern eine riesige Schneeballschlacht.
Am Abend treffen wir uns alle in der großen Halle. Erst spielen alle miteinander, dann sortieren wir uns in Gruppen.
Fr. Krause stellt sich nach vorne und beginnt zu reden:,, Hallo alle zusammen! Ich habe heute zwei Sachen zu sagen. 1. Haben wir einen neuen Erzieher. Er heißt Benjamin und geht zu den Schlangen. Frank ist ja gegangen."
Ein junger Mann kommt zu Fr. Krause nach vorne und stellt sich vor:,, Hallo, ich heiße Benjamin Welters. Ich bin 25, und arbeite ab jetzt als Leiter der Gruppe Schlange hier."
Dann übergibt er das Wort wieder an Fr. Krause.
,,Und der 2. Punk wäre: Wir dürfen schon bald 2 Kinder verabschieden. Sie gehen noch vor den anderen. Francis von den Giraffen! Herzlichen Glückwunsch Francis!
Und Nala von den Hasen! Herzlichen Glückwunsch Nala!"
Alle klatschen und die anderen aus meiner Gruppe umarmen mich.
In der Wohngruppe frag Dilara:,, Wann gehst du denn?"
,,Nächstes Wochenende", schreibe ich auf einen Block.
,,Das ist ja das Weihnachts-Wochenende!", ruft Ida dazwischen.
Ich sehe auf den Kalender, und es stimmt. Ich gehe vom 24(Freitag Vormittag) bis zum 26(Sonntag Abend) Probeweise zu meiner Pflegefamilie. Entsetzt sehe ich die beiden an, hüpfe dann aber fröhlich im Kreis.
Wir essen gemeinsam Abend und dann geht es ins Bett.
Die restliche Woche verläuft ereignislos. Am Dienstag ist meine Stimme wieder da, ich gehe in den Chor und zum Cello. Letzteres erweist sich als schwerer als gedacht; ich schließe die Haustür auf, da mein Cello Zuhause ist. Meine Mutter merkt es und jagt mich kreischend und mit einer Pfanne in der Hand wieder raus.
Schnell flüchte ich zum Bus und fahre ohne Cello zur Musikschule. Dort benutze ich ein Leih-Instrument, und kann so mitmachen.
Mittwoch ist der letze Schultag und am Abend schauen wir alle zusammen einen Film. Diesmal ist es ,,Aschenbrödel und der gestiefelte Kater".
Danach gehen wir alle ins Bett.
Am Donnerstag Mittag helfen Ida, Mats, Francis und ich dem Hausmeister 2 große Weihnachtsbäume aufzustellen. Einer kommt in den Eingangsraum, der andere in die große Halle. Beide sind ca. 2m hoch. Nach dem aufstellen dekorieren jeweils zu zweit einen Baum. Ida und ich schmücken den in der großen Halle, Francis und Mats den im Eingangsraum. Wir bekommen eine Leiter, dann geht es ans Kugeln aufhängen.
Da Ida höher kommt, kletter sie auf die Leiter und steckt den Stern auf die Spitze. Die ganze Zeit wackelt die Leiter gruselig und ich halte sie sicherheitshalber fest.
,,Alles gut, die fällt schon nicht um", meint Ida.
Ich hole beim Hausmeister neue Weihnachtskugeln, als ich einen lauten Knall höre, dann ein klirren.
Schnell renne ich zum Weihnachtsbaum und mir bleibt vor Schreck fast das Herz stehen.
Die Leiter ist umgefallen, Ida liegt unter ihr und und in Scherben.
Der Hausmeister hat den Knall ebenfalls gehört und kommt angerannt.
Als er sieht was passiert ist nimmt er sein Handy und ruft den Rettungsdienst.
,,Die sind bald da ", stottert er.
Tatsächlich, nach ca. 6min klingelt es und der Hausmeister öffnet die Tür.
Rein kommen zwei Sanis, mit Trage und Notfallrucksack. Erst nach kurzem schauen kommt mir die Sanitäterin bekannt vor.
Ihr Kollege sagt:,, Fabiano mein Name, das ist die Kollegin Wendt. Was ist passiert?" Jetzt erkenne ich sie. Das ist Jacky!
,,Also wir haben hier den Baum dekoriert. Ich hab neue Kugeln geholt, dann hat er geknallt und die Leiter ist umgefallen. Sie war direkt ohnmächtig, und war das auch durchgehend. Vorerkrankungen hat sie keine. Aber als ich sie in die stabile Seitenlage gelegt hab, habe ich Splitter in ihrem Rücken gesehen. Die sind noch drin", erkläre ich alles, was ich weiß.
,,Gut. Wir checken sie schnell durch. Wie heißt sie denn? Und wie alt ist sie?", will Jacky wissen. ,,Ida, 14", meine ich.
Sie wird versorgt und in den RTW gebracht. Inzwischen hat Dajana mitgekriegt was passiert ist. Und Ida ist wieder ansprechbar.
,,Ich organisiere einen Ersatz für mich, und packe ein paar Sachen für sie. Fährst du mit?", will Dajana wissen.
Ich nicke.
Kurz darauf ist alles mit den Sanis abgeklärt, und wir fahren los.
Da Ida darum gebeten hat, darf ich hinten bei ihr mitfahren. Während der Fahrt unterhalte ich mich mit ihr. Währenddessen hängt Jacky ein Infusion an. Ida hat ein leichte Beruhigungsmittel bekommen, da sie sehr panisch war. Jetzt schläft sie.
,,Jacky? Ich hab gedacht du bist beim Freiwilligendienst", beginne ich ein Gespräch.
,,Nala! Ja. Aber ich fahre als Sanitätshelfer beim RTW mit", entgegnet sie, während sie das Patientenprotokoll ausfüllt.
Inzwischen sind wir an der Klinik angekommen, und Ida wird rein geschoben.
Mal sehen was sie hat.
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Das ist wahrscheinlich für heute das letzte Kapitel.
Wie gefällt es euch bis jetzt?
Lg Marina
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Sorgenkind
FanficNala: ein nettes,hilfsbereites und kluges Mädchen. Sie hast es wenn andere sich Sorgen um sie machen. Ihre eh schon instabile Welt scheint zusammen zu brechen, als ihr Vater ins Krankenhaus muss, und ihre Mutter sich nicht um sie kümmern will. Sie...
