Gemeinsam satteln wir Ari. Jacky erzählt, das sie mit ihm meistens ins Gelände geht, er aber auch schon gesprungen ist.
,,Wie gut reitest du? Hast du ein Abzeichen?", will sie wissen.
Ratlos antworte ich ihr:,, Ich hab keine Ahnung, wie gut ich bin. Ich hab es mir selber beigebracht und hab nie Unterricht genommen. Eine Freundin, die ein Pferd hat, sagt ich reite relativ gut. Sagt sie."
Grinsend sehe ich das Pferd an. ,,Wenn du lieb bist, werden wir uns gut verstehen", sagen ich zu dem Wallach.
,,Der ist lieb. Meistens", ärgert Jacky mich.
Dann geht es auf den Platz. Jacky wärmt Ari auf, dann darf ich aufsteigen. Der Wallach bleibt brav stehen und läuft auf Kommando los. Erst hat Jacky mich am der Lounge, doch dann macht sie mich ab.
Wie lange ich nicht mehr auf einem Pferd gesessen bin, weiß ich nicht. Aber es tut unglaublich gut.
Als wir wo gegen 13 Uhr Ari auf die Koppel bringen bin ich einfach nur glücklich.
Gemeinsam fahren wir mit dem Bus zurück. Phil ist da, Paula hat Schicht.
Heute ist der 2. Weihnachtsfeiertag und Phil hat folgende Idee:,, Backt doch für das Team der Wache Plätzchen. Die freuen sich bestimmt. Wenn ihr wollt, könnt ihr Olivia fragen ob sie mithelfen will."
,,Wer ist Olivia?", will ich wissen.
,,Das ist die Tochter von Oli und Isa. Debbie und Bernhardt haben zwei Kinder, die sind glaub 15, Nora und Aron. Die sind Zwillinge. Aber die beiden sind bei ihren Großeltern", erklärt Jacky.
Ich stimme Phil's Vorschlag zu und während Jacky die Zutaten und das Rezept raus sucht, werde ich rüber geschickt, Olivia abzuholen.
Nervös stehe ich vor der Tür. Jeder, der in der Schule schon Mal Kreide bei der Nachbarklasse holen musste, weiß wie ich mich fühle. Denn es ist genau dieses miese Gefühl.
Als ich mich dazu überwindet habe, zu klingeln ist erstmal Stille. Ich will gerade zurück ins Haus gehen, da öffnet sich die Türe. Eine Frau mit langen, schwarzen Haaren sieht mich an, hinter ihr taucht ein leicht rundlicher Mann mit kurzen Locken auf (kann man seine Frisur so beschreiben?). ,,Hallo. Ist Olivia da? Jacky und ich...wollten Plätzchen backen, und ich soll fragen...ob sie helfen will", stottere ich vor mich hin. ,,Ja, Olivia ist da. Ich hol sie", antwortet die Frau.
Kurz darauf kommt sie mit einem Mädchen, etwa 13 Jahre alt zurück. Sie hat bernsteinfarbene kurze Haare.
Sie sagt, das sie gerne helfen würde.
Auf dem Weg zu Jacky stellen ich mich vor:,, Ich heiße Nala. Ich bin 11."
,,Ich bin Olivia. Kannst aber auch Via sagen. Ich bin 13", stellt sie sich vor.
Mit Jacky zusammen backen wir 4 Bleche voller Plätzchen. 3 Bleche Plätzchen füllen wir in eine große Plastikbox und den Rest packen wir auf einen Teller.
Via erzählt, das Oli auch gleich zur Schicht muss. Jacky weiß, das Franco und Julia auch Schicht haben. Wer sonst noch alles auf der Wache ist werden wir gleich sehen.
Gemeinsam fahren wir zur Haltestelle und fahren los.
Als wir vor der Wache stehen, führt Jacky uns zum Dienstplan. Er hängt neben der Tür zum Aufenthaltsraum. Den Gang entlang sind die Umkleiden, das Notarztbüro und das Büro vom DGL.
Heute haben Dienst:
Auf dem 1. RTW: Franco und Omar.
Auf dem 2. RTW: Yannick und Marion. (Yannick als Sanitätshelfer vom Freiwilligendienst)
Auf dem 3. RTW: Ralf und Benjamin.
Auf dem 1. NEF: Paula und Tom
Auf dem 2. NEF: Julia und Antonella
Die meisten Namen sagen mir nichts, bei Jacky scheint es anders zu sein.
Langsam wird die Box mit den Plätzchen schwer, daher bitte ich, das wir uns beeilen.
Jacky klopft an die Tür und öffnet sie dann. Ich lasse den Blick durch den Raum schweifen und kann 8 Personen zählen. Da ich zwei Damen mit Notarztjacken sehe, schätze ich das ein RTW im Einsatz ist.
Die eine Notärztin spricht uns an:,, Hi Jacky, hi Via. Was macht ihr denn hier?"
Als sie mich sieht, begrüßt sie auch mich.
Jacky sagt zu allen im Raum:,, Wir haben euch ein Weihnachtsgeschenk mitgebracht. Wer will Plätzchen?"
Wie auf Kommando stürzen sich fast alle auf uns. Ich stelle die Box auf den Tisch. Wir bleiben noch kurz, ich stelle mich Julia und vor allem Franco nochmal genauer vor. Er hat mich ja schonmal gesehen.
Dann fahren wir zurück.
Als wir daheim ankommen ist es schon 17 Uhr und um 19 Uhr werde ich von Dajana abgeholt. Jacky hilft mir beim Packen, und um 18 Uhr kommt Paula heim. Ich verbringe die restliche Zeit mit Jacky im Garten.
Als Dajana kommt, begrüßen wir uns und sie sagt zu Phil und Paula nach einigen Gesprächen: ,,Wenn es okay ist, könnten Sie ja alle gemeinsam über die Woche Nalas Zimmer fertig machen, dann kann sie nächstes Wochenende hier einziehen. Sie wären dann noch 3 Wochen bei Ihnen."
Die beiden stimmen zu. Dann fahren Dajana und ich zurück.
Weg, von da wo ich mich Zuhause fühle, dahin wo ich mich ebenfalls Zuhause fühle.
Ich freue mich auf die nächsten Wochen.
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Noch ein Kapitel, dann heißt es wieder schreiben^^
Wie gefällt es euch bis jetzt?
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Sorgenkind
FanfictionNala: ein nettes,hilfsbereites und kluges Mädchen. Sie hast es wenn andere sich Sorgen um sie machen. Ihre eh schon instabile Welt scheint zusammen zu brechen, als ihr Vater ins Krankenhaus muss, und ihre Mutter sich nicht um sie kümmern will. Sie...
