Kapitel 17

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Diese Nacht liege ich noch lange wach, weil ich nicht so recht weiß, was ich mit diesen Worten aus diesem Brief anfangen soll. Ich weiß nicht, ob ich den Worten wirklich Glauben schenken kann. Es ist schon so viele Jahre her, dass ich sie zuletzt gesehen, mit ihr gesprochen oder sie umarmt habe. Ich kann nicht mal mehr genau sagen wie ihre Stimme klingt, wie sie riecht, wie sie sich bewegt und wie sie allgemein ist. Eigentlich kann ich nur Bruchstücke über meine Mutter erzählen. Die meisten meiner Erinnerungen habe ich eher an meinen Vater, weil er und ich schon immer diese besondere Vater-Tochter-Verbindung gehabt haben. Meine Mutter und ich hatten sicher auch irgendeine Form von Verbindung gehabt, aber sie ist nie so stark gewesen wie die mit meinem Vater.

Immer noch hallen ihre Worte in meinen Ohren. [...] Ich vermisse dich sehr. Du bist doch meine Tochter. Ich musste gehen, weil ich absolut keine Wahl gehabt habe [...] Ich habe dich lieb. Ich habe dich nie vergessen.

Sie klingen wie ein ziemlich schlechter Song in meinen Ohren. Ich weiß einfach nicht was ich denken soll. Ist das alles nur ein Fakebrief, um mich anders über meine Mutter denken zu lassen? Oder entspricht das wirklich der Wahrheit und sie war all die Jahre auf der Flucht um irgendwelche äußerst wichtigen und wertvollen Dokumente aufzubewahren? Was waren das nur für Dokumente, die nicht in fremde Hände kommen durften? Was für ein Geheimnis steckt nur dahinter? Was war so gefährlich, dass sie verschwinden musste? Ob meine Oma wohl etwas darüber weiß?

Wenn ich mir in München mit Theo die Dokumente aus dem Schließfach geschnappt habe, würde ich direkt zu meiner Oma fahren und sie zu diesem Geheimnis befragen. Ich will unbedingt meine Antworten finden. Ich muss sie einfach finden, damit ich endlich Klarheit habe und für mich einen Weg finden kann, damit besser umzugehen und das alles besser zu verarbeiten.

Bis tief in die Nacht grüble ich weiter bis schließlich meine Augen vor Müdigkeit zufallen und ich mich in meiner Traumwelt wieder finde. Dieser Traum fühlt sich nicht so an wie ein typischer Traum, bei dem man nur wirres Zeug träumt. Nein, das hier fühlt sich so real an, als ob es wirklich passiert.

In dieser Traumsequenz will ich gerade in die Dusche steigen als mich Hände von Hinten berühren. Sie streichen meinen Rücken hinunter, an meiner Taille entlang, massieren meinen Hintern, wandern wieder hoch und berühren meinen Nacken, mein Dekolleté und schließlich meine Brüste. Meine Brüste werden leicht geknetet und mit den Fingerspitzen leicht umkreist. Ich merke wie meine Brustwarzen auf diese Berührung reagieren, in dem sie sich aufstellen und diese Erregung bis herunter zu meiner Mitte wandert.

Es macht mich sehr heiß. Ich beginne leicht zu stöhnen. Ich beiße mir auf die Lippen vor Geilheit. Ich drehe mich um und schaue in diese wunderschönen Schokoladenaugen. Diese Augen schauen mich nicht einfach nur an, sie schauen durch meinen Körper hindurch. So intensiv. Seine Hände legen sich auf meine Wangen und streichen meine Haare hinter mein Ohr. Ich schaue auf seine Lippen und er zieht mich näher an sich heran.

Stirn an Stirn stehen wir beide nackt in der Dusche. Ich spüre seinen Atem auf meinen Lippen. Dann küsse ich ihn. Langsam und sanft und dann wild und leidenschaftlich. Ich muss mich an der Duschwand festhalten als unsere Zungen immer mehr anfangen zu tanzen. Ein ziemlich feuriger Zungentanz. Wir hören kurz auf und sehen uns weiter mit diesem hungrigen Blick an.

Er küsst meinen Hals entlang und knabbert an meinen Ohren. Mit seiner Hand wandert er zu meiner Mitte und verharrt dort. Er lässt sie einfach nur dort liegen und ich will mehr. Viel mehr. Ich will, dass er mich mit seinen Fingern verwöhnt.

„Berühre mich richtig", sage ich. „Nichts lieber als das", sagt er. Oh verdammt ist das gut, denke ich als er an meiner Mitte mit seinen Fingern kreist. Ich keuche schon etwas. Ich genieße diese Berührungen. Schließlich dringt er mit einem Finger in mich ein. Er fingert mich sowas von heiß. So verdammt heiß. Als er mich zum Vibrieren gebracht hat, bin ich ganz außer Atem, aber möchte ihn trotzdem zu gerne vögeln.

Ich fasse ihn an seinem schon steifen Glied an und mache Auf- und Abbewegungen. Ich merke wie es ihm gefällt. Ich bin noch total feucht. Ich zeige ihm mit meinem Blick, dass ich ihn will und er zeigt es mir zurück. Mit einer Bestimmung dringt er ihn mich ein. Wir finden einen perfekten Rhythmus. Er fickt mich langsam und schnell und einfach nur mega gut. Wir stöhnen zusammen. Wir schwitzen zusammen. Wir genießen diese besondere Art von körperlicher Nähe.

Der Wecker klingelt und reißt mich aus meinem Traum. Ich strecke mich und reibe über meine Augen ehe ich richtig aufwache. Noch total verwirrt über diese Traumsequenz lecke ich mir über die Lippen. Habe ich gerade wirklich einen ziemlich heißen Sextraum von Theo gehabt? Wie soll ich ihn jetzt noch normal anschauen und mit ihm gemeinsam nach München fahren? Wie soll ich längere Zeit mit ihm alleine sein? Ich muss mich echt im Griff haben, wenn ich diese Mission durchziehen will. Dieser Typ darf mich nicht so umhauen. Dieser Typ darf nicht so eine Wirkung auf mich haben.

Ich werde einfach so wenig Körperkontakt zu ihm haben wie möglich, das sollte schon funktionieren. Wieso auch nicht wir sind ja schließlich nur Bekannte wenn überhaupt. Als einen Freund kann ich ihn ja nun noch nicht bezeichnen, dafür kenne ich ihn zu wenig, aber das wird sich sicher ändern, wenn wir in München sind. Wie seine Mutter wohl ist? Auf was für Informationen wir wohl dort stoßen werden? Und was wir wohl in diesen geheimnisvollen Dokumenten finden werden? Wir werden es zusammen herausfinden.


Dieses Kapitel ist mal etwas mehr spicy. Ich hoffe es gefällt euch. Bis zum nächsten Kapitel.


Dein Herz ist mein HerzWo Geschichten leben. Entdecke jetzt