Kapitel 5 Eine neue Ära

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Sie hatte es endlich geschafft. Raus aus dem Teufelskreis. Raus aus der Hölle. Sie freute sich so sehr, dass sie anfing zu weinen. Dicke Tränen rollten über ihr so reines Gesicht. Spühlten Dreck und Blut aus ihrem Porzelanpuppenartigen Gesicht. Es dauerte eine Weile bis sie sich wieder beruhigt hat. Ein einsames Schluchtzen wird nur noch wahrgenommen. Sie  läuft und läuft. Bis sie stehen bleibt.
Am Fuße des Hügels des Asylums. Wie hatte sie es nicht bemerkt bis dort hin zu gehen? So in Gedanken vertieft war sie noch nie. Sie war doch nur grade aus gelaufen. Ihr Unterbewusstsein musste sie dort hin geführt haben. Was sollte sie jetzt nur tun?
Sie war Obdachlos. Hatte keine Freunde und niemanden den sie näher kannte bei dem sie unterkommen könnte. Ihr kamen wieder die Tränen. Ihr verklebtes Gesicht glitzerte in der untergehenden Sonne. Es wurde kalt. Die Wolken zogen sich zu. Ein Blitz und es fing an zu Regnen. Wie aus Eimern prasselte es auf sie herrab. Sie Hatte sich wie ein Embryo zusammen gekauert und lehnte gegen die Mauern der kalten Anstallt. Sollte es etwa so zu ende gehen? Einfach in der kalten Nässe draußen erfrieren? Zweifel kamen auf. Hatte sie sich richtig entschieden mit dem Vortlaufen? Angst breitete sich in ihr aus. Was wenn sie einen Fehler begangen hat. Sie sollte lieber wieder zurück. Auch wenn es die Hölle ist.

Ein lautes knarren. Die Türe öffnete sich. Leise Schritte. Ein Heller schein der auf sie fiel. Ein Arm griff nach ihr. Sie zitterte, war durchnässt vom vielen Regen. Jetzt war es soweit. Etwas warmes legte sich um sie. Sie war zu schwach um sich auch nur etwas wehren zu können. Ihre Beine hielten nur mühselig ihr Gewicht. Bis sie schließlich ganz ins Helle gezogen wurde. Ein kräftiger Ruck. Sie spührte die Wärme die sie umgab. Das Licht blendete. Sie konnte durch ihre verklebten, krustigen Augen kaum etwas erkennen.

Eine der Krankenpfleger hatte sie draußen liegen sehen. Sie mit einer Decke eingewickelt und reingeholt. So lieb hatte sie seid langem keiner mehr behandelt. Es dauerte eine Weile bis sie zu sich kam. Ihre Wunden versorgt und in einem Ruheort an dem sie schlafen konnte. Irgendwann kam der Rektor der Anstallt herrein und bat sie um ein Gespräch. 'Es kommt nicht oft vor, dass Mädchen wie du an unserer Hauswand pennen und versuchen im Regen ihren Frieden zu finden. Aber seltsam ist es schon', ' Das mag komisch ausgesehen haben, aber ich wusste nicht wohin mit mir.' 'Ich mag sie..' die Stimme des Rektors änderte sich schlagartig in einen ruhigeren Ton, etwas seltsames lag in der Luft, ein eigenartiger Unterton war zu verspühren. Kurzer Hand lag seine Riesen Hand auf ihrem Bein. Sie zuckte schlagartig zusammen. Die Bilder aus ihrer Kindheit kamen wieder hoch. War sie es etwa doch Schuld? Für all das was Passierte? Passierte es jetzt wieder?
 Sie lächelte angewiedert, ließ es aber zu, dass der Wiederling sie anfasste. Ihr kam die Galle  hoch. Sprichwötlich. Sie Kotzte auf seinen Schoß. Eine grau, grüne, klebrige, halb flüssige Masse. Als ob sie Von einem Abegranzten Zombie die Haut gefressen hätte. Er sprang auf und versuchte alles abzuwischen. Vergebens. Es zog direkt in seine Überteuerte Anzughose ein. Spiel, Satz und Sieg. War sie noch mal davon gekommen.
 '..aahrg.. was ich eigentlich sagen wollte. Mach es dir bequem und bleib solange du willst, du hattest einen guten Job gemacht. Fang an wenn es dir besser geht.' Er verlies das Zimmer ohne einen Weiteren Ton.

Jetzt beginnt erst ihre Geschichte. Alles musste so laufen. Die Mishandlungen, die Prügel, die Beleidigungen, das allein sein. Endlich konnte sie in Ruhe alles Über IHN herrausfinden. Ohne Schwierigkeiten. Ohne Schmerz. Ohne Verlust. Sie hatte es Geschafft.


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Hello,
 Ist etwas länger her, dass ich die Geschichte geschrieben habe.
War ein bisschen abgelenkt und hatte eine kleine Schreibblokade, ist aber alles wieder gut und die Geschichte geht jetzt regelmäßig weiter. ^^
 Hoffe euch gefiel der Teil hier.



 Der PatientGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt