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POV Shawn

Nach all dem Stress entschieden wir uns, am nächsten Abend essen zu gehen. Endlich mal wieder ein Restaurantbesuch – etwas, das wir schon ewig nicht mehr gemacht hatten. Ich freute mich riesig darauf. Bis auf Stacy konnten alle mitkommen. Unsere Wahl fiel auf ein größeres, typisch amerikanisches Diner in der Nähe. Im Moment warteten wir nur noch auf die Zwillinge, was sich wie immer als Geduldsprobe entpuppte.

„Chloe, Cassy! Kommt endlich oder wir fahren ohne euch!", rief Katelyn genervt die Treppe hinauf. Ihre Stimme hallte durch das ganze Haus. Kurz darauf hörten wir die näher kommenden Stimmen der beiden – lautstark streitend, natürlich. Heather unterbrach ihre Diskussion mit einem scharfen, bestimmten Ton, und endlich konnte es losgehen.

Als wir im Diner ankamen, wurden wir von einer freundlichen Kellnerin zu einem großen Tisch geführt, am den wir alle passten. Sie lächelte, reichte uns die Menükarten und verschwand wieder. Die warme, vertraute Atmosphäre des Diners – der Duft von Pommes, das Summen von Gesprächen, das leise Klimpern von Geschirr – erinnerte mich daran wie sehr ich es schon als Kind geliebt hatte, hier zu sein.

Ich entschied mich für einen Burger mit Pommes, während meine Schwestern ebenfalls ihre Auswahl trafen. Als die Kellnerin unsere Bestellungen fertig aufgenommen hatte, schlug Heather etwas vor.
„Hättet ihr Interesse an einem Urlaub im Sommer? Wir haben da schon länger drüber nachgedacht und dachten, ein Familienurlaub würde uns allen guttun."

„Das wäre echt cool", erwiderte Chloe begeistert. „Wir hatten so lange keinen Familienurlaub mehr."
„Ich fände das auch super", stimmte ich zu, während Hillary zustimmend nickte. „Wisst ihr schon, wohin?" „Das wollten wir zusammen mit euch entscheiden. Überlegt euch, wo ihr gerne hinmöchtet, und wir stimmen dann ab. Es sollte natürlich nicht zu teuer sein."

Bevor wir weiterreden konnten, brachte die Kellnerin unsere Getränke. Kaum war sie wieder weg, hörte ich ein erschrockenes Keuchen von einem der Tische hinter uns. Die Geräusche im Restaurant wurden abrupt leiser, bevor plötzlich panische Schreie die Stille zerrissen. Vier vermummte Männer stürmten ins Diner, Maschinengewehre in ihren Händen. Mein Herz begann zu rasen. Einer brüllte die Frau an der Kasse an, ihm sämtliches Geld auszuhändigen, während zwei andere umherliefen und die sitzenden Menschen anschrien sich nicht zu bewegen, während sie sie mit ihren Gewehren bedrohten.

„Was... was passiert hier?", flüsterte Cassy, ihre Stimme zitternd vor Angst. Ich konnte meine Augen nicht von den Männern abwenden. Ihre schwarze Kleidung, die bedrohlich wirkenden Waffen – das alles ließ mich wie erstarrt sitzen. Was ist wenn sie anfangen auf uns zu schießen. Ich hatte noch nie so wahnsinnige Angst.

Dann bemerkte ich eine Bewegung aus dem Augenwinkel. Katelyn stand auf. Mein Magen zog sich zusammen. Was hat sie vor? Ohne zu zögern griff sie mit einer schnellen, geübten Bewegung an ihren Hosenbund und zog eine schwarze Pistole hervor.

„CIA! Hände hoch, sofort!", rief sie mit einer Autorität, die mich nochmal zusammenzucken ließ. Die Männer hielten inne, aber ihre Waffen blieben erhoben. Katelyn hatte sich in Position gebracht, ihre Augen fixierten die Gruppe, während ihr Finger ruhig am Abzug lag. Sie wirkte selbstbewusst und unerschrocken, als würde es ihr gar nicht ausmachen, alleine vor vier bewaffneten gefährlichen Männern zu stehen.

Plötzlich spürte ich eine Hand an meinem Arm, die mich nach unten zog. Es war Heather. Sie zog mich und die Zwillinge unter den Tisch, schützend legte sie die Arme um uns. „Seid ruhig", flüsterte sie eindringlich. Neben mir hielt Hillary sich an Madison fest, die ebenfalls kaum zu atmen wagte.

„Was, wenn ihr etwas passiert?", fragte Cassy, ihre Stimme brach vor Angst.

„Katelyn schafft das", sagte Heather leise, ihre Stimme voll Entschlossenheit. „Sie ist eine der Besten. Und wenn es um die eigene Familie geht, schaltet man Kräfte frei, die man nicht für möglich gehalten hätte."

Durch die Tischbeine konnte ich Katelyn erkennen, wie sie weiterhin ruhig, aber entschlossen den Männern gegenüberstand. Ihre Haltung war felsenfest, ihre Pistole direkt auf den Anführer gerichtet. Ein weiterer Mann, offenbar vom FBI, kam ihr zur Hilfe. Gemeinsam begannen sie, die Männer zu umzingeln.

Mein Atem stockte, als ich sah, wie einer der Bewaffneten plötzlich eine Bewegung machte – zu schnell, zu unberechenbar. Doch bevor ich verstehen konnte, was geschah, ertönte ein ohrenbetäubender Knall.

Katelyn hatte geschossen.

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Viel Spaß mit dem neuen Kapitel! Ich hoffe es gefällt euch, wenn ja freue ich mich sehr über Kommentare, die motivieren mich immer sehr, weiter zu schreiben. Danke an dieser Stelle an die netten Kommentare von @MystInk24, durch dich habe ich mal wieder Lust gehabt, mich hinzusetzen und zu schreiben :). Ihr könnt mir auch gerne Handlungswünsche für die kommenden Kapitel schreiben!
Einen schönen Abend euch,
Jenny

Little BrotherGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt