33.

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POV Yoongi

Ich ging näher zu ihm. Ich hörte wie er noch immer weinte. Zwar nicht mehr so laut, aber ihm war die Erschöpfung der letzten Momente stark anzuhören.
Sein Weinen war nur noch ein unerträgliches, leises Wimmern.

„Hey Steifpimmel", sprach ich ihn mit dem Kostnamen an, den er so sehr hasste, um die Stimmung ein wenig aufzulockern.
Jap... das war eine dumme Idee.

Taehyung ignorierte mich. Hatte er mich überhaupt bemerkt? War ihm bewusst, dass ich vor ihm stand?

„Hey", sagte ich nun sanft. Taehyung hatte sich gekrümmt, zumindest soweit es mit den Handschellen. Er hatte seinen Kopf ermüdend auf seine Schulter seitlich sinken lassen. Sein Blick war starr auf die Matratze gerichtet.

„Taehyung...", sagte ich und legte sanft eine Hand an seine Wange, um ihm zu signalisieren, dass er nun nicht mehr alleine und das Licht an war.

Ich schaute auf seine Handgelenke, die vom Zerren an den Handschellen errötet waren. Die Handschelle waren zwar mit Plüsch verziert, allerdings musste Taehyung so stark daran gezogen haben, dass er sich fast schon Wunden aufriss.

„Lasst mich hier raus... ich flehe euch an. Ich tue alles was ihr wollt. Ich werde euch auch nicht verpetzen. Aber bitte... lasst mich hier raus."

Er zitterte am ganzen Körper. Er sprach nicht zu mir. Er starte nur noch vor sich hin. Seinen Blick nicht von der Matratze abgewandt.

„Shit!"
Sofort holte ich den Schlüssel und befreite ihn aus den Handschellen.
„Hey Taehyung... Kleiner komm wieder zu dir. Ich bin hier. Du bist nicht mehr allein."

Keine Reaktion.

Sorge stieg nun noch mehr in mir auf und dann tat ich etwas, was ich niemals tun würde, wenn wir alleine sind.

Ich setzte mich zu ihm, zog ihn sanft zu mir und nahm ihn in meine Arme.

Nun zeigte er wieder Reaktion. Aber eine, die mir nur noch mehr Schuldgefühle bereitete. Er weinte wieder hörbar. Er weinte wie ein Kleines Kind. Doch anstelle mich von sich zu stoßen, klammerte er sich an mein Shirt und schmiegte sich nur noch mehr an mich.

„Shh, ich bin da. Du bist nicht mehr allein", sagte ich, um ihn zu beruhigen. Falls es das überhaupt tat.

Holy Shit, Min Yoongi. Das war einer zu viel. Aber was genau war mit dieser Memme los, dass er so einen Schreck bekam.

So ein guter und einfühlsamer fester Freund wie ich war, lag ich so lange neben ihm, bis Taehyung sich in den Schlaf geweint hatte. Es hatte zwar bis zur Morgendämmerung gedauert, aber wenigstens hatte er aufgehört zu heulen.

Das war dann aber auch schon ein Zeichen für mich meine sentimentale Ader nicht weiter auszuführen oder preiszugeben.

Ich löste mich aus seinem Griff und drehte mich auf die andere Seite – mit dem Rücken zu ihm.

Wir mussten einfach nur schlafen. Danach würde die Welt wieder ganz anders aussehen und die Heulsuse neben mir wäre wieder der Alte.

Denk einfach nicht mehr daran, was in den letzten Stunden passiert ist, Min Yoongi...


10.11.2025

Nicht mehr daran denken, was er Taehyung angetan hat?
Scheint so, als würde er sich alles nur gut reden wollen, damit das schlechte Gewissen ihn nicht plagt.
Wie denkt ihr?

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⏰ Letzte Aktualisierung: Nov 10, 2025 ⏰

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