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Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die halb geöffneten Vorhänge und tauchten das Schlafzimmer in warmes, goldenes Licht. Gillian blinzelte verschlafen, ehe sie spürte, wie sich zwei starke Arme noch enger um ihre Taille legten.

„Guten Morgen, mi amor", murmelte Hector mit rauer Stimme und drückte einen sanften Kuss auf ihre Schulter.

Ein kleines Lächeln huschte über Gillians Lippen.

„Guten Morgen."

Für einen Moment blieb alles still. Kein Fußball, kein Druck, keine Erwartungen. Nur sie beide.

Hector strich ihr vorsichtig eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Nervös?"

Sie nickte leicht.

„Heute ist ein wichtiges Spiel."

„Du schaffst das. Du schaffst es immer."

„Nicht immer."

Er sah sie ernst an.

„Für mich schon. Nicht, weil du jedes Spiel gewinnst. Sondern weil du jeden Tag wieder aufstehst, obwohl du so viel mit dir herumträgst."

Seine Worte trafen sie mitten ins Herz.

Sie schmiegte sich an seine Brust und schloss für einen Moment die Augen.

„Danke."

Gemeinsam frühstückten sie in Ruhe. Hector machte Pancakes und schnitt Obst dazu, während Gillian lachend zusah, wie er versuchte, einen perfekt runden Pancake zu wenden – und ihn stattdessen halb zusammenfaltete.

„Nicht lachen!"

„Ich kann nicht anders."

„Dann musst du eben den schiefen essen."

„Deal."

Sie lachten gemeinsam, ehe sie sich fertig machten und zum Stadion fuhren.

Das Stadion war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Fans sangen lautstark, Fahnen wehten durch die Luft und die Atmosphäre war elektrisierend.

Heute wartete ein schwerer Gegner auf den FC Barcelona.

Von Beginn an war das Spiel intensiv. Gillian lief unermüdlich, gewann Zweikämpfe und verteilte präzise Pässe.

Kurz vor der Halbzeit fing sie einen Ball im Mittelfeld ab.

„Weiter!", rief eine Mitspielerin.

Mit einem schnellen Doppelpass spielte sie sich frei und zog aus etwa zwanzig Metern ab.

Der Ball schlug unhaltbar im oberen Eck ein.

Das Stadion explodierte.

„GILLIAN!"

Jubelnd rannte sie zur Eckfahne, während ihre Mitspielerinnen sie lachend umarmten.

Am Ende gewann Barcelona verdient mit 3:1.

Doch kaum war der Schlusspfiff ertönt, bemerkte sie ihren Bruder.

Pedri wartete im Spielertunnel.

Als sich ihre Blicke trafen, atmete er tief durch.

„Können wir kurz reden?"

Sie blieb stehen.

„Bitte."

„Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe", begann er vorsichtig. „Ich habe deine psychischen Probleme und auch deine Selbstverletzung nicht so verstanden, wie ich hätte sollen. Ich wollte helfen, aber ich habe dich oft nur verletzt. Es tut mir ehrlich leid."

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⏰ Letzte Aktualisierung: Aug 06 ⏰

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Keiner hört michGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt