Kapitel 20

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Deeks Sicht:

Ich bin soooo froh, dass Kensi nicht mehr sauer auf mich ist. Ich hatte echt Angst, dass sie uns rausschmeißen würde. Naja... Wir sitzen noch eine ganze Weile da und schweigen uns an, weil wir irgendwie nicht wissen, über was wir miteinander reden sollen. Irgendwann reißt uns die Stimme von ihrem Vater aus unserer irgendwie angenehmen Stille. „Kommt ihr Essen?", ruft er aus der Küche. Wir wechseln einen Wir-lassen-uns-nichts-anmerken-Blick dann verlassen wir ihr Zimmer. Kensis Dad hat gekocht, Lasagne, eines meiner Lieblingsgerichte und über das leckere Essen vergesse ich erstmal alles was vorhin zwischen Kensi und mir war. Es fällt mir erst wieder ein, als Kensi und ich gleichzeitig nach dem Salz greifen und sich unsere Hände berühren. Ein irgendwie peinlicher Moment entsteht, dann lasse ich ihre Hand schnell wieder los. Als ich zu Kensis Eltern schaue, sehe ich, wie die Beiden halb belustigte, halb besorgte Blicke tauschen. Ups... Nach dem Essen geht Millie wieder fernsehen, sodass Kensi und ich ihr Zimmer wieder für uns haben. Sie legt sich auf ihr Bett und liest das dicke Buch von heute Morgen weiter. War das wirklich erst heute Morgen? Irgendwie kommt es mir nach allem was heute passiert ist schon sehr viel länger vor als knappe 14 Stunden. Ich lege mich auf meine Matratze und beobachte sie. Sie ist soooo süß...

Kensis Sicht:

Nach dem Essen hängt sich Millie wieder vor die Glotze um irgendeine Castingshow zu schauen, und ich gehe wieder mit Deeks in mein Zimmer. Weil ich aber Angst habe, dass über das reden will, was gerade beim Essen passiert ist, schnappe ich mir mein „Herr der Ringe" und versuche weiterzulesen, aber ich muss die ganze Zeit an das Gefühl von seiner Hand auf meiner denken und deshalb starre ich die ganze auf das Wort ‚Wald' ohne den Sinn von dem Wort wirklich zu verstehen. Irgendwann kommt Millie ins Zimmer. Sie holt Luft dann sagt sie „Ju...Julia meint, dass wir mal langsam schlafen gehen sollen. Ich muss schmunzeln, weil sich Millie so schwer damit tut, Moms Vornamen zu benutzen. „Okay", sage ich und dann: „Deeks würdest du bitte rausgehen, damit Millie und ich uns umziehen können" Er grunzt irgendwas, schnappt sich dann sein gammliges Schlafshirt und eine Jogginghose und verschwindet Richtung Badezimmer. „Was haben du und Marty eigentlich heute besprochen, als ich euch gestört habe?", fragt Millie irgendwann. „Ähm... Nix besonderes", sage ich ausweichend. Sie verdreht genervt die Augen und sagt: „Na dann eben nicht..." „Ich erzähl's dir vielleicht morgen", murmele ich, sie zuckt nur mit den Schultern. In dem Moment klopft es an die Tür. „Kann ich wieder reinkommen, Mädels?", fragt Deeks von vor der Tür. „Ja!", rufe ich nach draußen. Er kommt rein und will sich grade auf seine Matratze legen als Millie ruft: „Halt, halt, halt! Wir hatten ausgemacht, dass wir heute tauschen!" „Also von miiir aus", sagt Deeks in einem angenervten Tonfall und zieht mitsamt seiner Decke auf die Couch um. Millie lässt sich auf die Matratze plumpsen und seufzt. „Das ist besser", murmelt sie und rollt sich ein. Deeks legt sich auf die Couch und gähnt. Ich will gerade das Licht ausmachen, als die Tür aufgeht und Dad seinen Kopf durch die Tür streckt. Ich schaue ihn fragend an. Er zuckt mit den Schultern. „Ich wollte euch nur eine gute Nacht wünschen. Und du...", er schaut Millie an, „Du passt mir auf dass die Beiden...", er guckt vielsagend zu Deeks und mir, „Nichts...", er räuspert sich geräuschvoll, „Nichts ungezogenes machen, ja?" „Dad!", rufe ich empört, „Weißt du wie peinlich das ist?" Ich sehe, wie Millie knallrot wird, während Deeks den Kopf in den Nacken wirft und schallend lacht. „Keine Sorge, Mr. Blye, ich habe nicht vor mit Kensi zu schlafen oder was auch immer sie mit ‚ungezogen' meine", lacht er. „Ähm ja... klar, verstehe..." Dad grinst und macht das Licht aus. Dann verlässt er das Zimmer und schließt die Tür. Eine Weile liegen wir alle schweigend in der Dunkelheit, dann fängt Deeks irgendwann an, zu jammern: „Mann, Mil du hast echt Recht: Die Couch ist unbequem" „Klar doch, ich hab IMMER recht", lacht Millie und dann: „Du kannst ja zu Kensi ins Bett, reinpassen würdest du auf jeden Fall." Ich schnappe nach Luft. Das darf ja wohl nicht wahr sein, oder? Also nicht, dass ich was dagegen hätte, aber... Naja irgendwie wäre das schon schön, aber... Deeks lacht. „Also ich würde das schon machen, aber Kensi...?" Seine Stimme hat einen fragenden Unterton. „Na dann komm halt her", murmele ich in mein Kissen, so als ob es mir komplett egal wäre, was es natürlich ganz und garnicht ist. „Okay", ich höre es rascheln, offensichtlich rafft Deeks sein Bettzeug zusammen. Ich schalte das Licht ein. „Ah danke", murmelt er abwesend, während er versucht das Kissen aufzuheben, währen er die Decke im Arm hat. „Vielleicht gehst du einfach zweimal", schlägt Millie mit verpennter Stimme vor. „Mhm... Gute Idee", immer noch dieser abwesende Tonfall. Wenig später liegt Deeks neben mir, aber unter seiner eigenen Decke. Irgendwie würde ich jetzt gerne mit ihm kuscheln, aber irgendwie traue ich mich das dann doch nicht... Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass es Deeks genauso geht, aber das macht es nicht besser. Irgendwann spüre ich plötzlich Deeks warmen Atem an meinem Ohr: „Kommst du her? Bitte Kensi", flüstert er. Ich muss, total gegen meinen Willen, leise lachen. Dann rolle ich mich näher zu ihm. Er schlingt beide Arme gaaaanz vorsichtig um meine Taille. „Ist das... Ist das okay?", fragt er leise. „Ja total", flüstere ich zurück, lehne meinen Kopf an seine Brust und genieße den Moment.


NCIS: L.A. - HighschoolWo Geschichten leben. Entdecke jetzt