Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich in meinem Bett und konnte mich nicht erinnern, wie ich da hin gekommen war. Hatte mich Louis ins Bett getragen? Aber wie hat er das geschafft?
Ich stand auf und das erste, was ich sah, als ich meine Tür aufmachte, war Louis, der in der ganzen Wohnung wie verrückt hin und herging. "Oh, Guten Morgen, Harry." rief er und schloss den Koffer, der auf dem Boden lag. Verreiste er? Hatte ich was verpasst?
"Was machst du da, Lou?" fragte ich ihn und er kratzte sich am Hinterkopf. "Weißt du Harry...ich habe nochmal über alles nachgedacht und ich kann das nicht. Ich werde ausziehen. Und zwar heute noch."
Ich war wirklich müde aber seine Worte schafften es, dass ich sofort hellwach war. "Wie meinst du das, du ziehst aus? Ist das ein schlechter Scherz oder so?" Er schüttelte den Kopf, war aber nicht mehr so energisch, sondern sanfter.
"Zwischen uns ist etwas passiert, was nicht hätte passieren dürfen und... das liegt ganz klar daran, dass wir uns so benehmen, als wären wir ein Paar, auch wenn wir nur Freunde sind. Und das kann so nicht weitergehen. Darum mache ich das einzig richtige und ziehe aus. Wir brauchen etwas Abstand."
"Aber Lou, das war doch nur ein dämlicher Kuss! Das heißt doch noch gar nichts. Ich weiß, wie du dich fühlst, aber wir sind nicht schwul. Du musst nicht ausziehen, nur um es den anderen beweisen und vor allem nicht, um irgendetwas zu vermeiden."
"Ich weiß, es wirkt überstürzt und sinnlos, aber du hast eben keine Ahnung, wie ich mich gerade fühle. Ich bin verwirrt. Total verwirrt, ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt noch fühlen soll. Und genau deswegen muss ich hier weg, sonst werde ich noch verrückt."
"Aber Lou, sei doch vernünftig!" "Es tut mir leid, Harry. Nimm es nicht persönlich, aber ich kann das nicht mehr länger durchstehen. Ich will unsere Freundschaft nicht zerstören und genauso wenig will ich..." Er atmete tief durch und sprach den Satz nicht zu ende, aber ich wusste genau, was er meinte.
"Und wo wirst du dann wohnen? Wieder bei deinen Eltern?" "Nein, ich suche mir ein Hotelzimmer. Für's erste wird es reichen, bis ich mir eine neue Wohnung gefunden habe." Ich senkte traurig den Blick. Ich wollte nicht, dass er ging.
"Bitte, bleib da, Lou. Ich werde mich zu tode langweilen ohne dich." meinte ich. Louis nahm seinen Koffer und eine Reisetasche und ging auf die Wohnungstür zu. Ich lief an ihm vorbei und versperrte ihm den Weg, sodass er die Tür nicht öffnen konnte.
"Harry, sei nicht kindisch. Wir sehen uns doch fast täglich. Ich komme irgendwann eh vorbei und nehme den Rest aus meinem Zimmer mit. Und jetzt bitte, lass mich vorbei." bat er und sah mich ungeduldig an.
Ich schüttelte konsequent den Kopf. "Nein, wenn dann musst du mich mit Gewalt von der Tür losreißen." Er seufzte und lagte seinen Koffer und die Reisetasche auf den Boden, damit er die Hände frei hatte, und zog mich von der Tür weg. Aber so schnell gab ich nicht auf, denn dann schlang ich meine Arme und Beine um ihn, und da ich zu schwer für ihn war, fielen wir beide der Länge nach hin.
"Harry!" stöhnte er genervt auf. "Wieso musst du es mir nur so schwer machen?" Er wehrte sich nicht und lag fast bewegungslos unter mir. "Ganz einfach: Ich will nicht, dass du gehst."
"Ich will ja auch nicht, aber es ist besser so. Vertrau mir! Ich kann sonst für nichts garantieren." Ich grinste. "Ich vertraue dir und du brauchst mir gar nichts zu garantieren. Ich lasse dich hier nicht weg. Da kannst du noch so betteln. Und diesmal hilft auch kein Kuss, mich zu überwältigen."
Louis schloss die Augen und wirkte jetzt ziemlich verzweifelt. Er versuchte, sich aufzusetzen und schaffte es sogar, aber ich ließ ihn immer noch nicht aufstehen.
Unsere Nasenspitzen waren keinen Zentimeter mehr voneinander entfernt.
"Siehst du denn nicht, was du mit mir machst?" fragte er verzweifelt. Nein, das konnte ich nicht. Aber ich konnte es spüren!
Ich sah erschrocken herunter und konnte es kaum fassen. Louis presste seine Lippen zusammen und sah in eine andere Richtung. Ihm war das sichtlich peinlich.
Um ehrlich zu sein, ich war selbst überrascht von meiner Reaktion, aber ich war relativ gelassen. Aber wahrscheinlich hatte mein Gehirn längst ausgeschaltet, anders konnte ich mir das nicht erklären.
Ich lächelte und legte meine Hände an seinen Hals. "Das muss dir doch nicht peinlich sein." murmelte ich und küsste ihn leidenschaftlich.
Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Schon so früh so viel Action und dann kommt nix mehr. Aber falsch gedacht. Ich habe viele Ideen und wir sind noch ganz am Anfang XD
Hoffe, euch hat's gefallen :D
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Unstoppable love ~l.s ✅
FanfictionZwischen Louis und Harry schien alles so einfach zu sein, doch von einer Sekunde auf die andere ist alles schrecklich kompliziert. Aber obwohl das Management ihre Beziehung verbietet, können sie ihre Liebe zueinander nicht verbieten. Doch wenn das M...
