Kapitel 15

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Wie Josh schon vorausgesagt hat, wachte ich erst am nächsten Morgen wieder auf, aber ich habe seit Wochen nicht mehr so gut geschlafen. Sofort fuhr ich zum Studio und wollte unbedingt mit Josh reden.

Doch er war nirgends aufzufinden, also hielt ich Paul an und fragte ihn, ob er Josh gesehen hätte. "Josh? Kenn ich nicht. Wie sieht der aus?"

"Etwa so groß wie ich, schwarze, kurze Haare, Ohrring, ..." "Ach der! Ja, den habe ich erst gesehen. Ich glaube, der ist grad bei Liam." Ich nickte dankbar und lief dann zu Liam, bei dem neben Louis tatsächlich Josh stand.

"Hey, Harry. Geht's dir heute wieder besser?" erkundigte sich Louis freundlich und ich nickte nervös. "Ja, alles bestens. Ähm... Josh, kann ich mal kurz mit dir reden?" Josh nickte und folgte mir aus dem Zimmer.

"Ist was?" "Ich wollte nur...das bleibt doch unter uns...du erzählst es niemanden, nicht wahr?" Er lächelte leicht. "Natürlich nicht. Kein Problem. Du kannst mir vertrauen." Ich atmete erleichtert aus. "Na dann..."

"Du hängst ja ziemlich durch. Hey, wenn du willst, kannst du heute mal zu mir kommen, ich habe etwas, das wird dir helfen." Ich nickte kurz und er klopfte mir auf die Schulter. "Wir sehen uns also."

***

Am späten Nachmittag gingen wir gleich gemeinsam zu seiner Wohnung und ich war darüber echt froh, weil das Haus hätte ich selbst mit Google Maps gefunden.

"Mach es dir schon mal bequem." meinte er und ich setzte mich auf die riesige Couch. Nach wenigen Minuten kam er und zündete sich einen Joint an und nahm einen kräftigen Zug. "Hier!" Er drückte ihn mir in die Hand und ich starrte ihn erst einmal an, bevor ich tief durchatmete und dann auch einmal daran zog.

Ich hustete und er lachte. "Dein erster, hm? Beim zweiten Zug ist es besser." Ich zog ein zweites Mal und es war wirklich besser.

"Und? Was ist jetzt dein großes Problem?" fragte er. "Es ist nicht wirklich ein Problem. Es ist nur..." Ich konnte es ihm nicht sagen. Es war einfach zu privat.

"Du willst es nicht sagen. Ich verstehe schon. Aber ich weiß es eh längst." Ich sah ihn geschockt an. "Wie? Was weißt du längst?" "Na du und Louis. Du liebst ihn, aber er hat eine Freundin. Schlimme Sache."

"W...Woher weißt du das? Ist das so offensichtlich?" Er schüttelte den Kopf. "Naja, also für mich schon aber die anderen merken gar nichts." Er grinste und gab mir wieder den Joint. "Ich verstehe dich, wirklich. Louis ist wirklich toll. Ich hätte mich auch fast in ihn verliebt, aber ich stehe eher auf jüngere."

Ich sah ihn überrascht an. "Du bist auch schwul?" Er lachte. "Ja, ich dachte, das wüsstest du." Ich schüttelte den Kopf. "Also, du bist ein offenes Buch für mich Harry, wie viele die ich kenne, aber aus Louis werde ich nicht schlau. Zuerst dachte ich, dass er auch auf dich steht, aber jetzt frage ich mich, ob er überhaupt noch etwas die dich übrig hat."

Ich seufzte traurig. "Tja, so ist es ja auch. Wir waren mal kurz zusammen, doch jetzt liebt er Eleanor und hat sogar gemeint, das mit uns wäre nie etwas ernstes gewesen."

"Das hat er gesagt?" Ich nickte. "Wow, Louis wird mir von Tag zu Tag suspekter." Er schüttelte fassungslos und holte uns dann zwei Getränke.

"Aber, Harry, du musst nicht verzweifeln. Ich habe das alles auch schon hinter mir. Vielleicht ist er nicht der richtige, dann findest du wieder einen, mit dem es klappt."

"Wie lange weißt du es schon?" Ohne, dass ich es aussprechen musste, wusste er genau, was ich meinte. "Eigentlich habe ich es schon lange geahnt, aber mit 13 habe ich plötzlich meinen besten Freund geküsst und da war es für mich ziemlich klar."

"Und? Wie ist es weitergegangen?" "Naja, er war nunmal nicht schwul und darum konnten wir auch keine Freunde mehr sein. Das hat mich am anfang echt fertig gemacht, aber nach kurzer Zeit kam ein neuer Schüler und er war vergessen." erzählte er mit einem Grinsen auf dem Gesicht.

"Es ist toll, wie offen du damit umgehst und es ganz selbstverständlich nimmst." Er zuckte mit den Schultern. "Das hat auch lange gedauert. Aber wie lange weißt du es denn schon? Doch nicht etwa erst seit Louis?"

"Doch...obwohl...nein. Auch nicht von Anfang an. Eigentlich erst seidem die Larry Stylinson- Spekulationen angefangen haben." "Nicht dein Ernst!" "Oh doch!" Er lachte. "Das gibt's ja nicht. Wow. Das heißt, du kannst noch mit niemandem darüber reden?"

"Niall, Liam und Zayn wissen alle Bescheid..." "Nein. Ich meinte Leute die das selbe Schicksal teilen." unterbrach er mich. "Das hast du jetzt schön gesagt, aber nein, woher sollte ich auch? Ich darf es ja offiziell nicht zugeben. Es muss alles ein Geheimnis bleiben."
"Hm...ich kann dich mal meinen Kumpels vorstellen." Ich nickte. "Das wäre cool."

Ich hatte mittlerweile vergessen, wie oft ich an dem Joint gezogen habe, aber ich merkte schon, wie es langsam wirkte.

"Das ist echt gut." hauchte ich. "Sag ich ja. Aber man sollte es nicht übertreiben. Deswegen hat man Freunde, die einem helfen können." Ich kicherte. "Jaaaa." Er lachte leise. "Oje. Ich glaube, das war zu viel für den Anfang."

Unstoppable love ~l.s ✅Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt