Kapitel 29

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"Also, was machen wir?" fragte ich. "Keine Ahnung. Heute ist Silvester. Wir werden schon etwas finden." meinte er grinsend.

"Du hast nicht zufällig noch eine Zahnbürste im Haus?" "Ähm doch. Habe ich sogar." meinte ich, ging ins Badezimmer und holte ihm die noch verpackte Zahnbürste. "Cool, danke. Wieso war ich eigentlich noch nie hier in deiner neuen Wohnung?" "Keine Ahnung. Wahrscheinlich weil wir uns in der letzten Zeit aus dem Weg gegangen sind. Aber es wird wahrscheinlich auch nicht mehr oft die Möglichkeit dazu geben, weil ich bald nicht mehr hier wohnen werde."

"Was? Wieso, wo wohnst du dann?" "In Malibu. Ich habe die Villa schon gekauft, aber bin noch nicht eingezogen." "In Los Angeles also? So weit weg." sagte er leise und ich nickte. "Ich habe es schon vor Monaten entschieden." "Dann werden wir uns nicht mehr so oft sehen." stellte er fest. "Ja, das war ursprünglich auch mein Plan. Konnte ja keiner wissen, dass du dich auf einmal umentscheidest. Aber wenn wir auf Tour sind, sehen wir uns eh die ganze Zeit. Du wirst kaum einen Unterschied merken."

"Hm..." machte er. "Kann ich deine Dusche benutzen?" Ich nickte. "Ja, klar. Ich mache schon mal das Frühstück." Ich warf ein paar Eier in die Pfanne und machte Rühreier mit Speck.

Das ging eigentlich ziemlich schnell, deswegen war ich erstaunt, dass Louis auch schon fertig war. "Das ging ja schnell. Du kannst nie und nimmer fertig sein." "Doch. Das Wasser wird sehr schnell warm und ich brauche nicht so lange. Wie du siehst, muss ich aber noch meine Sachen anziehen.

Das musste er nicht extra erwähnen, es war eh alles, was ich denken konnte. Er hatte sich nur ein Handtuch um die Hüfte gewickelt und ich musste mich anstrengen, ihn nicht zu sehr anzustarren.

Trotzdem bemerkte er es und lachte, als er sich an den Tisch setzte und ich ihn mit meinem Blick verfolgte. "Da ist nichts, was du nicht schon gesehen hast." meinte er grinsend und ich sah ertappt nach oben. "Du bist muskulöser als früher." stellte ich fest.

"Doch schon lange. Sag mal, ist dir das noch nie aufgefallen?" Ich schüttelte den Kopf. "Ist dir noch nie aufgefallen, dass wir nie gemeinsam geduscht haben?" stellte ich die Gegenfrage. Er schwieg einen Moment. "Das erklärt so einiges."

Nach dem Frühstück räumten wir gemeinsam ab und als Louis aus dem Fenster blickte, sah er, dass es schneite. "Es schneit! Da wüsste ich schon so einiges, was wir heute machen könnten. Aber zuerst...hast du eine Shorts, die du leihen könntest?" Ich nickte. "Ja, warte kurz." Ich ging zu meinem Schrank und warf ihm dann die Shorts zu. Wir haben früher öfters unsere Kleidung geteilt, wenn auch nicht unbedingt die Unterwäsche.

"Du wirst auch was zum Anziehen brauchen...welche Größe hast du...M oder S?" "Ja, ja. Mach dich nur lustig. So klein bin ich nicht." Ich lachte. "Tut mir leid, aber es musste sein. Und doch, du bist klein. Also...was hast du? L wird es ja wohl kaum sein." Er verdrehte die Augen und schmunzelte dann. "Nee, M passt schon."

Ich suchte und fand schließlich ein paar Sachen, die ihm passen müssten. "Die Jeans kann ruhig etwas weiter sein, ich will nämlich nichts quetschen da unten." Ich lachte. "Keine Sorge, die sind strech und ziemlich angenehm zu tragen. Das Shirt sollte passen und der Pulli...ist etwas weit, aber es ist sowieso kalt draußen, da ist es nicht so schlimm."

"Besser als gar nichts, danke." Er zog sich um und ich musste mich ablenken, um nicht schon wieder zu starren. "Du hast gesagt, da quetscht nichts? Harry, ich möchte nicht wissen, was das für qualen sein müssen, sich in so enge Jeans zu zwengen."

"Es gibt schlimmeres." "Aha, du stehst also auf und sowas? Du bist masochistisch." Ich schüttelte den Kopf. "Nee, ich will nur nicht, dass sich etwas selbstständig macht." Jetzt begann er, zu kapieren. "Du hast also alles gut durchgeplant, damit niemand etwas merkt und dazu nimmst du das auch noch auf dich." "Bleibt mir etwas anderes übrig?" "Gute Frage..."

Unstoppable love ~l.s ✅Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt