Kapitel 42

568 33 0
                                        

"Ich habe die perfekte Idee." schlug ich vor. "Wir machen es wie letztes Mal. Wir vergessen es einfach. Wir tun so, als wäre es nicht passiert. Keine Schuldgefühle, kein Betrug, keine Fehler. Stattdessen warten wir ab, bis es an der Zeit ist."

Louis schüttelte entschieden den Kopf. "Ich fühle mich schrecklich, aber andererseits auch so glücklich. Ich kann nicht so tun, als wäre diese Nacht nicht passiert. Auch, wenn ich sie anlügen muss, ich kann nicht ohne dich sein, Harry."

"Ich weiß, es ist schwer. Aber wir dürfen nicht so egoistisch sein." "Und was soll ich dann tun? Warten, bis wir steinalt sind und graue Haare haben?" "Ich weiß es nicht, Louis! Ich weiß es nicht. Diese ganze Situation ist eine absolute Scheiße!" rief ich.

Louis legte sein Gesicht in seine Hände und seufzte. "Ich kann das nicht, Haz. Du verlangst zu viel von mir." "Glaubst du etwa, mir macht es Spaß? Dass ich das will? Da hast du dich getäuscht! Wenn es nach mir ginge, würde ich dich nie wieder loslassen, würde der ganzen Welt sagen, dass wir uns lieben und würde nicht zulassen, dass du einen anderen...oder eine andere auch nur ansiehst. Aber es geht nicht nach mir. Wir müssen uns nach den anderen richten."

Er seufzte. "Und so machen wir es. Also wenn wir aus diesem Bett steigen war alles nur eine wilde Fantasie und nichts war real, okay?" meinte ich und wartete seine Reaktion ab. Er schwieg eine Weile, dann nickte er schließlich.

"Okay, das wird vielleicht das beste sein." sagte er niedergeschlagen. Ich nickte, nahm sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn zärtlich.

Er seufzte in den Kuss und strich mir eine Locke nach hinten. "Das ist das schwerste überhaupt. Dich jetzt gehen zu lassen." murmelte er. Ich lächelte schwach. "Ich weiß. Aber du musst."

Mit diesen Worten stand ich auf, ging zum Kleiderschrank und zog mich an. Ich suchte Kleidung, die mir zu eng oder zu kurz war heraus und warf sie Louis zu.

Er zog sich das Shirt über, sprang in die Jeans, die er etwas hochkrempeln musste und fuhr sich durch die Haare.

Dann kam er mit wenigen, schnellen Schritten zu mir, legte seinen Arm um meinen Hals und küsste mich. Ich wollte ihn weg stoßen, aber ich konnte es nicht.
"Auch wenn es falsch ist, ich muss meinem Herz folgen und einmal das tun, was ich für richtig halte." sagte er entschlossen und ging dann.

Ich hatte keine Ahnung, was er vorhatte, aber ich befürchtete, dass er jetzt alles nur noch schlimmer machen würde...

Unstoppable love ~l.s ✅Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt