Kapitel 63

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Niall kam erst am nächsten Tag, da er sehr spät ankam und nach einem Hotel suchte. Jay wurde schon ziemlich aufgeregt und ich verstand nicht, warum.

"Er ist dein bester Freund! Was, wenn er mich nicht mag?" "Er wird dich lieben. Niall ist total in Ordnung, wirst sehen."

"Warum warst du dann genervt, als er gesagt hat, er würde herkommen?" "Weil ich mit dir allein sein wollte. Es liegt nicht an ihm, sonst wäre er ja wohl kaum mein bester Freund, oder?"
Sie nickte, aber war immer noch etwas nervös. Das war total süß.

"Er ist zwar manchmal etwas strange, aber du wirst ihn sofort mögen, ganz sicher." Sie hob eine Augenbraue. "Noch stranger als du?" Ich nickte lachend. "Manchmal, ja."

"Okay. Und was sollte ich noch über ihn wissen?" "Dass er nicht viel über sich erzählt." lachte ich und sie sah mich ungläubig an. "Er ist Ire. Also wirst du ihn manchmal vielleicht nicht so leicht verstehen. Er liebt Irland. Solltest du wissen, bevor du einen Leprechaun -Witz erzählst oder über Iren lästerst."

Sie lachte. "Gut zu wissen. Obwohl ich nichts gegen Iren habe. Was sonst noch?" Ich überlegte. "Lass das Thema Fußball und Golf am besten aus, sonst hört er nicht mehr auf, zu reden. Den Rest wirst du eh gleich selbst feststellen, denn er ist grade mit dem Auto gekommen. Bleib du mal lieber hier, ich muss ihn erst einmal vorbereiten..." sagte ich und sie nickte. Ihr war es wohl selbst ebenfalls recht.

Also öffnete ich die Tür und Niall umarmte mich. "Man, das war ein Trip hier her! Eine Katastrophe! Ich fliege nie wieder American Airlines." Er setzte seine Brille ab und sah mich an. "Du siehst gut aus. Das letzte Mal warst du wie ne Leiche. Aber im Ernst, ich bin froh, hier zu sein. Louis hat mich jeden Tag genervt, das geht langsam echt zu weit. und weißt du, was er auch gesagt hat? Ich soll mit Jacky Schluss machen, du weißt schon, meine Noch-nicht-Freundin. Der hat sie doch nicht alle! Der hat keine Ahnung, wie verknallt ich bin." Ich seufzte und schüttelte nur den Kopf.

"Und, wie läuft es zwischen euch beiden?" "Ja, wie wohl? Wir sehen uns alle drei Wochen und wenn wir was zusammen machen wollen, müssen wir aufpassen, dass ihre Eltern nicht da sind."

"Wie? Habt ihr etwa...?" Ich sah ihn entgeistert an, aber er verdrehte die Augen. "Nein, natürlich nicht! Wenn, dann wandere ich ins Gefängnis! Und die Karriere ist ganz im Arsch! Einerseits verstehe ich ihre Eltern ja, schließlich könnte das für Jacky echt schlimm ausgehen, aber ich liebe sie wirklich. Jeden Tag mehr und es ist einfach schlimm, nicht bei ihr sein zu können."

"Ja, das glaube ich dir. Aber vielleicht geben die Eltern nach einer Weile nach." "Ja, sicher. Ihr Dad hasst mich! Da kann ich lange warten." "Ich frage mal lieber nicht, warum." Er schüttelte den Kopf. "Nein, das solltst du wirklich nicht. Aber ich will jetzt nicht an den Arsch denken. Erzähl mir mal von deinem Neuen. Ist es Jay-Z?" Er lachte laut und ich konnte nicht anders als mitzulachen.

"Nein, nicht wirklich." meinte ich und grinste. "Echt mal gut, dass du wieder einen Freund hast. Es war nicht mehr länger mitanzusehen, wie du in deieem Singledasein versinkst! Ist er heiß? Durchtrainiert? Oder älter als du?" Er kicherte wieder und ich boxte ihm in die Schulter. Das war echt peinlich!

"Jay ist im Wohnzimmer. Und hört alles mit!" zischte ich. "Oh fuck! Wieso sagst du nichts? Jetzt weißt du, wie ich es mit dem Vater von Jacky versaut habe, nämlich genau so!" Ich lachte. "Na los, stell dich nicht so an!" meinte ich grinsend und schob ihn ins Wohnzimmer.

Jay stand auf und ich konnte ihr ansehen, dass sie nur nicht laut loslachte, weil sie so aufgeregt war. Kein Wunder, dass Niall bei dem Vater sofort in ein Fettnäpfchen getreten ist.

"Niall, darf ich vorstellen? Das ist Jay." während ich das sagte, ging ich zu ihr und umarmte sie von hinten. Niall stand baff im Türrahmen und sah uns an, als wäre das ein Witz. "Sie ist eine Frau." stellte er fest und ich grinste. Dann sah ich zu ihr herunter und wieder zu ihm. "Jetzt, wo du es sagst!" lachte ich und küsste ihren Nacken.

Niall setzte sich jetzt auf die nächste Couch und fuhr sich durch die Haare. "Wie war das mit 'Ich habe es versucht, aber Frauen sind nichts für mich'?" zitierte er meine Worte von vor Jahren.

"Ja, das war, bevor ich Janine kennen gelernt habe." meinte ich nur und setzte mich mit ihr auf die zweite Couch. Wir schwiegen einige Minuten, bis Niall mit seinem Lachen das Schweigen brach.

"Scheiße! Wenn das öffentlich wird, ist die Hölle los! Ich sag's dir gleich: ich ziehe zu Jacky, sonst schlägt er mich nochmal zusammen." Er sprach seinen Namen nicht aus, aber ich wusste trotzdem, wen er meinte: Louis.
"Der kommt schon klar."

"Ja, hoffen wir's. Aber jetzt mal zu dir...Janine? Wie kommt man bitte von Janine auf Jay? Oder ist das nur der Buchstabe?" Ich grinste und Jay bekam einen Lachanfall. "Eigentlich ist es nur der Buchstabe. Aber Harry ist der einzige, der Jay schreibt."

Niall lachte. "Ja, Harold ist speziell." stimmte er ihr zu. "Das hat er mir über dich auch erzählt." lachte Jay. "Jaja. Das dachte ich mir." sagte er mit einem Seitenblick auf mich. "Er hat dir bestimmt gesagt, ich wäre aus Irland, oder? Das stimmt gar nicht. Das ist nur Tarnung." Jetzt nahm er den Akzent eines Amerikaners an. "In Wirklichkeit bin ich aus New York. Aber die Jungs haben gesagt, sie brauchen dringen einen aus Irland, also habe ich gesagt, okay. Irland ist cool, also mach ich's."

Er blieb dabei total ernst und Jay schien ihm zu glauben, doch dann brach ich in schallendes Gelächter aus und dann verstand sie, dass es nur Unsinn war. "Ich habe es dir echt geglaubt. Der Akzent klingt total echt." "Danke."

"Ich habe mir euch Jungs ganz anders vorgestellt. So wie diese typischen Stars, aber ihr seid ganz anders." Niall lachte. "Ja, wir sind schlimmer."

"Nein, ihr seid so normal. Ich hatte gedacht, ihr wärt so Typen, die glauben, ihnen gehört die Welt und sie können mit ihrem Geld tun und lassen was sie wollen. Aber so seid ihr nicht."

"Danke. Das ist schön zu hören." sagte ich und legte einen Arm um sie. "Naja, Louis ist so." grinste Niall und Jay sah mich entgeistert an. "Und mit dem warst du zusammen?"

"Nein, nein, nein!" rief Niall sofort. "Das war ein Witz. Louis ist nicht so. Aber er hat schon mal ein Hotelzimmer verwüstet."
Ich schwieg einfach mal, da ich genau wusste, dass ich der Grund war und er ausgerastet ist.

"Naja gut. Das habe ich auch schon mal gemacht." gab Jay zu und ich lachte. "Aha. So eine bist du also." Sie zuckte mit den Schultern. "Es war Jungesellinen Abschied. Wir hatten einen Stripper und wir waren ziemlich betrunken."

Niall und ich prusteten, doch da fiel mir etwas ein. "Warte mal...war das etwa, was du gemeint hast, mit dem Tag vor der Hochzeit?" Sie lachte und schüttelte den Kopf. "Nein! Oh mein Gott, nein. Der war am Tag davor. Wir mussten ihn vorziehen, weil da alle meine Freundinnen Zeit hatten."
Da war ich aber beruhigt.

"Jungesellinnenabschied? Heißt das etwa, du hast geheiratet?" Sie nickte. "Ja, das habe ich. Einmal und nie wieder." Niall merkte, dass das nicht gerade das beste Thema war und beließ es dabei.

"So, ich will euch echt nicht länger stören und ich muss noch zu Liam schauen." Er stand auf und umarmte mich. "Ich fliege morgen nach New York weiter, also sehen wir uns die nächste Zeit nicht mehr. Aber sagt mir schon mal, bevor ihr das mit euch veröffentlicht, dann kann ich mich schon mal darauf vorbereiten, okay?" Ich nickte.

Dann umarmte er Jay und grinste. "War schön, dich kennen zu lernen. Ihr seid echt ein süßes Paar." Schließlich ging er aus der Tür und wir waren - endlich - wieder allein.

Unstoppable love ~l.s ✅Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt