"Scheiße, scheiße, scheiße! MUM?!"
Meine Haare raufend stand ich vor meinen Koffer und wusste nicht, was ich tun sollte. Der Koffer war bis oben hin voll, so voll, dass ich ihn nicht mehr zu bekam.
"Ja, was ist denn mein Schatz?"
Meine Ma erschien in meiner Zimmertür und vor Verzweiflung rannte ich auf sie zu und zuerquetschte soe fast.
"Bitte, Mum, du musst mir helfen! Was soll ich denn jetzt machen, guck doch mal!"
Meine Ma grinste mich erst an, sah dann zwaischen dem Koffer und mir hin und her und befahl mir dann mich auf den Koffer zu setzen. Gemeinsam und nach gefühlten Ewigkeiten, scahfften wir es dann endlich, und das störrische Teil stand schließlich abfahrtsbereit im Flur.
Erschöpft liessen meine Ma und ich uns auf das große Sofa im Wohnzimmer fallen. Mein Vater stand in der Küche und kochte, während mein kleiner Bruder gerade mit seiner PSP auf dem anderen Sofa saß und zockte.
Hin und wieder hörte man ihn fluchen, zum Beispiel dann, wenn er nicht rechtzeitig den Ball ins Tor schoss. Ich selbst war auch begabte FIFA Spielerin, dank ihm.
Ab morgen Abend würde ich in einer anderen Familie sitzen. Für ein ganzes Jahr!
Aber bevor ich hier als Jammerlappen rüber komme-Nein, ich habe mir mein "Schicksal" quasi selbst ausgesucht.
Vor ein paar Monaten wurden Anmeldungen für ein Austauschjahr in Amerika verteilt und ich war richtig glücklich als meine Eltern mir den Austausch erlaubten. Das ganze war nicht gerade preiswert, aber meine Eltern sahen das Gute an dem Ganzen, und wollten mir damit ermöglichen, meine Sprachkenntnisse auszubauen.
Ich wohnte zwar in Großbritannien, aber ich zweifelte mal nicht an diesem unsinnigen Argument. Bestimmt meinten sie so etwas wie die verschiedenen Akzente. Aha.
Und ein Jahr in einen ganz anderem Land, das würde bestimmt toll werden. "Essen ist fertig!" rief mein Vater aus der Küche und riss mich aus meinen Gedanken.
Ich stand vom Sofa auf, um nur knapp 3 Sekunden später wieder auf den Stuhl zu fallen.
Ich war todmüde, heute war der letzte Schultag gewesen und den Abend davor hatte ich eine große Abschiedsparty gefeiert.
Laut seufzte ich einmal auf, bei dem Gedanken an den langen Flug morgen und begann dann zu essen.
*
"JOYCE! Wach auf! Du bist schon spät dran! Jetzt komm schon, am Ende verpasst du noch deinen Flieger!"
Mein Bruder hatte eindeutig kein Feingefühl, was das Wecken anging.
Genervt schlug ich wild mit einen Kissen nach ihm, aber er kicherte bloß, und ging sicher in Deckung.
"Ach ja, liebe Grüße von Dad, wenn du jetzt nicht aufstehst, holst er den Wassereimer!"
Sofort war ich hellwach.
Bei meinem Vater waren so etwas nicht nur leere Drohungen, er machte sich bei so etwas gerne Mal einen "Spaß" und weckte mich mit einem mit eiskaltem Wasser gefüllten Eimer.
Ich sprang hektisch aus dem Bett und geradewegs ins Bad, wo mir die Uhr anzeigte, dass ich nur noch 15 Minuten bis zur Abfahrt hatte.
Schnell putzte ich mir die Zähne und verzichtete aufs Schminken, denn in der morgendlichen Hektik hätte ich mir mit der Mascara bestimmt mein Auge ausgestochen.
Schnell schlüpfte ich noch in meine Lieblingsjeans, einen Kaputzenpulli und meine Sneakers und schon stand ich fertig im Flur.
Dort warteten schon meine ungeduldigen Eltern und mein Bruder. Ich schnappte mir noch schnell meinen Rucksack und mein Vater wuchtete mein restliches Gepäck in den Kofferraum, und dann machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.
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pure chance; 5 seconds of summer [slow updates]
FanfictionIch glaube, ich wurde schon damit geboren, dass bei mir einfach nie alles nach Plan läuft. Ich bin dazu verdammt, ein Pechvogel zu sein. Wer ist schon so blöd, und steigt ins falsche Flugzeug, hm? Aber wenn ich schon einmal ein Jahr in Australien le...
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