×Pt. 31×

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P.o.V. Tae

Die Nacht über wurde ich mehrmals wach, da mich die Anwesenheit von Jungkook nervös machte. Ich blieb an einem bestimmten Punkt wach und fing an zu grübeln.
Was sind Kookie und ich eigentlich? Mal wieder sind wir an dem Punkt von vor ein Paar Wochen angelangt. Normale Freunde tun sowas wie wir einfach nicht. Sie küssen sich nicht, schlafen nicht Arm in Arm ein und halten keine Händchen. Ist das jetzt also so eine Freundschafts plus Sache oder empfindet er auch was für mich? Wie könnte ich das herausfinden, ohne unsere Freundschaft zu zerstören? Sollte ich Ahri fragen? Das wäre eine Möglichkeit, aber sie würde es Kookie vielleicht direkt weiter erzählen und das wäre dann wieder das Gegenteil von dem, was ich eigentlich erreichen wollte. Ich könnte auch Jimin fragen, ob er das für mich bei ihr nachfragen könnte. Dies wäre tatsächlich eine Lösung, doch ich möchte es selbst herausfinden, ohne fremde Hilfe. Wie bekomme ich Jungkook also dazu, seine Gefühle für mich, wenn er welche hat, zu zeigen? Das Einzige, was mir in den Sinn kam, wäre Eifersucht. Dabei kann mir nur eine Person helfen, Hoseok. Er würde als einziger 100% mitmachen, doch er ist vor kurzem umgezogen, um mit seinem Freund in einem abgelegenen Dörfchen in der Nähe Daegus zu leben. Früher hat er bei jedem Mist mitgemacht, den ich geplant hatte. Doch inzwischen sehen wir uns immer seltener, da er immer mehr Zeit mit seinem Freund Minho verbringt.
Während ich so vor mich hin dachte, bemerkte ich, wie Jungkook im Schlaf etwas murmelte. Er sah verängstigt aus und schlug mit den Händen leicht um sich, als wenn er sich vor jemandem wehren würde. Nicht allzu lange schaute ich mir das an und zog ihn vorsichtig zu mir. ,, Pssscht, alles gut. Ich bin ja da."; hauchte ich und strich ihm über den Rücken. Behutsam gab ich ihm einen Kuss auf die Schläfe .Er sah so unschuldig und süß aus, wie er da so auf meiner Brust lag und wieder ruhig vor sich hin murmelte. Ich vernahm ein leise genuscheltes: ,,Ich liebe dich, Tae.", und mein Herz fing an stark zu schlagen. Hat er das gerade wirklich gesagt? ,,I-ich liebe dich auch, Kookie.", stotterte ich leise und musste lächeln. Warum musste er gerade schlafen? Konnte er das nicht wirklich gesagt haben, im wachen Zustand?
Mit Kookie im Arm schlief ich dann irgendwann ein.

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,,Tae aufstehen...", hauchte eine zarte Stimme und ich schlug meine Augen auf, schloss sie aber direkt wieder wegen des grellen Lichts. Langsam öffnete ich meine Augen und sah an mir herunter. Jungkook lag immernoch auf mir und sah mir in die Augen. Ich legte meine Arme um seine Hüfte und lächelte ihn an. ,,Guten Morgen, Bunny.", krächzte ich leicht, da meine Stimme vom Schlafen noch komplett entspannt war. ,,Warum nennst du mich eigentlich Bunny?" Er sah mich mit einem fragenden Blick an und fuhr mit seinem Finger die ganze Zeit mein Schlüsselbein entlang. ,,Weil du mein kleiner süßer Hase bist. Dein Lächeln erinnert mich an ein Baby Kaninchen.", erklärte ich und strich ihm über die Wange, woraufhin er rot wurde. ,,Warum wirst du denn immer rot, wenn ich sowas sage? Schmeichel ich dir zu viel? Ich kann auch aufhören, wenn es unangenehm für dich ist.", meinte ich dann gespielt und der kleinere sah mich verdutzt an. ,,Bitte nicht! Hör nicht damit auf! Ich... finde das schön.", am Ende wurde er ganz leise, sodass ich ihn gerade noch hören konnte. Verschmitzt sah ich ihn an. ,,Na gut. Höre ich eben nicht damit auf. Ich glaub wir sollten uns fertig machen. Findest du nicht?", schlug ich vor, doch der jüngere wunk sofort ab: ,,Ich hab nachgeguckt. Die lassen wieder die erste Stunde ausfallen, damit wir Schüler für die Prüfung morgen lernen können. Wir haben heute auch früher Schluss, falls wir uns noch was von den Lehrern erklären lassen wollen."
,,Na, dann lass uns das doch machen." Ich versuchte aufzustehen, doch der Jüngere ließ nicht locker. ,,Du bleibst bei mir, Kim Taehyung. Keine weitere Bewegung, sonst...", mal wieder verstummte er zum Ende hin. Dieser Junge kann von einer auf die andere Sekunde seinen Mut verlieren. ,,Sonst was?", hakte ich provokant nach. Man sah ihm an, dass es ihm schwer fiel, den Satz auszuspucken.
,,Sonst Küsse ich dich!" Ach wirklich? Mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck, zog ich den jüngeren zu mir heran und stoppte kurz bevor sich unsere Lippen trafen. ,,So jetzt darfst du mich dafür bestrafen, dass ich mich bewegt habe." Und tatsächlich legte er seine Lippen ohne zu zögern auf meine und fuhr mit seinen Händen zu meinem Hinterkopf, um diese in meinen Haaren zu vergraben. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und somit auch das Verlangen nach ihm immer größer.
Bitte sei doch mein, Jeon Jungkook.

My friend out of reality ~ TaekookWo Geschichten leben. Entdecke jetzt