Am nächsten Morgen werden die Freundinnen durch laute Hörner geweckt. Niniel will gleich ihre Waffen greifen doch Helyanwe hält sie zurück. "Das hat Laselinsúle vergessen zu erwähnen, wir werden mit Hörnern geweckt. Als Vorsorge das auch alle pünktlich sind." Daraufhin atmet Niniel einmal tief durch und lächelt sie an. "Ich dachte schon es wären Alarm Signale." "Das dachten sicher einige.", lacht Helyanwe und richtet sich auf. "Dennoch sollten wir uns jetzt bereit machen, in wenigen Minuten werden wir schließlich bei unseren Gruppen erwartet." "Hört sich vernünftig an, um die Pferde müssen wir uns ja auch noch kümmern. Was passiert eigentlich mit den Zelten und unseren Taschen, sie würden doch beim Kampf stören.", äußert sich Niniel. "Die Zelte sollen wir stehen lassen und die Sachen die wir nicht benötigen einpacken. Aber das hatten wir uns ja schon gedacht.", lächelt Helyanwe die gerade die letzten Sachen zusammen sucht und in eine Tasche legt. Auch Niniel fängt an ihre wenigen Habseligkeiten einzupacken. Als alles verstaut ist begeben sich die beiden zu ihren Pferden. Als sie diese gerade fertig gesattelt haben kommen Ráóre und Lumbomagor mit ihren Pferden. "Wir wollten euch noch viel Glück wünschen.", lächelt Ráóre und sein Begleiter nickt. "Das wünschen wir euch auch, nicht wahr Helyanwe.", lächelt Niniel und tritt näher an ihren besten Freund heran und umarmt ihn. "Pass auf dich auf Niniel.", flüstert dieser ihr leise ins Ohr. "Du bitte auch. Du hast eine gefährlichere Aufgabe als ich.", flüstert sie zurück. Nachdem sie sich gelöst haben schauen sie sich noch kurz in die Augen und Niniel wendet sich Lumbomagor zu. "Pass gut auf dich auf und bitte habe auch ein Auge auf Helyanwe." "Das werde ich, sei unbesorgt." Als Helyanwe gerade etwas sagen möchte ertönt ein weiteres Hornsignal. "Das war das Zeichen das wir zu unserem Gruppen begeben sollen.", erklärt Helyanwe. Noch einen kurzen Moment schauen sich die Freunde an und gehen denn getrennte Wege.
Als Niniel langsam das Ende des Zuges erreicht entdeckt sie ein Bekanntes Gesicht aus ihrem Dorf. "Guten Morgen Lavanpôd (Tiertatze)", lächelt sie den Älteren Krieger an, dieser dreht sich bei der Begrüßung um und als er erblickt von wem sie stammt erwidert er sie lächelnd. "Sind wir die einzigen Bogenschützen aus unserem Dorf?", fragt Niniel und sitzt ab. "Nein, Pengtirith (Bogenwache) & Celebmegil (Silberschwert) sind auch hier. Sie haben nur Bekannte entdeckt und unterhalten sich mit ihnen.", antwortet Lavanpôd. "Dennoch nicht viele. Auch scheinen mir insgesamt wenige Bogenschützen hier zu sein.", meint Niniel und zieht eine Augenbraue hoch als Lavanpôd sich plötzlich verneigt. Und bevor sie sich umdrehen kann liegt eine Hand auf ihrer Schulter. "Mael artuile, Niniel. Bain gi na tirad. (Guten Tagesanbruch, Niniel. Schön du zu sehen.) ", begrüßt derjenige sie und Niniel dreht sich lächelnd um und legt ihrem Gegenüber ebenfalls eine Hand auf die Schulter. "Dir ebenfalls einen guten Morgen Legolas." Lavanpôd der sich mittlerweile wieder normal hingestellt hat schaut etwas verwirrt auf die Szene. Legolas fällt dieses natürlich auf und lächelt in sich hinein. Für diejenigen die nicht wissen das er und Niniel sich schon begegnet sind und einen Freundschaftlichen Umgang miteinander pflegen scheint diese Szene natürlich merkwürdig da er der Prinz ist und Niniel augenscheinlich eine normale Waldelbin und Kriegerin. "Euch Grüße ich selbstverständlich auch.", lächelt Legolas Lavanpôd weiter an. "Ich grüße euch auch Prinz Legolas.", antwortet Lavanpôd. "Ich würde mich freuen wenn du gleich noch einmal zu mir kommen würdest Niniel.", wendet Legolas sich noch einmal an Niniel. "Natürlich.", antwortet sie knapp und Legolas verabschiedet sich mit einem nicken zu Lavanpôd und verschwindet weiter in Richtung Ende des Zuges. "Ihr kennt den Prinzen?", fragt Lavanpôd, nach einem kurzen Moment. "Seit unserer Ankunft im Palast. Helyanwe stellte uns vor. Außerdem haben Ráóre und ich ja die Wagen begleitet, dort Ritt ich den Tag über an seiner Seite, an der Spitze.", erklärt Niniel. "Da muss Ráóre sich ja auf Konkurrenz einstellen.", lacht jemand und als Niniel sich umdreht entdeckt sie Pengtirith & Celebmegil die die Szene auch gesehen haben und sich wieder zu ihren Freunden gesellen haben. "Ich empfinde weder was für Ráóre noch für den Prinzen! Wir sind Freunde und so möchte Legolas auch behandelt werden.", rechtfertigt Niniel sich und verschenkt die Arme vor der Brust. Darauf lächeln sich die drei älteren Krieger schelmisch an, und Niniel verdreht darüber, nach Menschen brauch, genervt die Augen. "Auch wenn ihr mit dem Prinzen einen Freundschaftlichen Umgang pflegt, solltet ihr ihn nicht warten lassen.", spricht Pengtirith wieder ernster. "Das hatte ich gewiss nicht vorgehabt Pengtirith. Auf jeden Fall wenn wir uns nicht mehr sehen sollten wünsche ich euch alles Gute und den Segen der Valar.", lächelt Niniel die drei Krieger an und neigt leicht ihr Haupt, dies erwidern die drei Krieger und Niniel trennt sich von der Gruppe. Als sie Legolas nach einigem hin und her schweifen ihres Blickes entdeckt, steuert sie diesen gleich an, und als dieser sie entdeckt beendet er höflich sein Gespräch und kommt Niniel entgegen. "Du wolltest mit mir noch einmal sprechen?", fragt Niniel sobald sie Legolas erreicht hat. "Genau. Komm es muss nicht jeder hören.", antwortet dieser und gibt ihr einen Wink. Nur mit den Schultern zuckend folgt sie ihm etwas abseits der Gruppe. "Was gibt es denn so Geheimnisvolles das nicht jeder hören soll?", fragt sie sogleich als Legolas Stehen bleibt. "Es tut mir so unendlich leid. Ich wollte Herrn Elrond gleich nach der Besprechung treffen und ihn wegen deinem Medaillon fragen, er wusste es auch schon das ich ihn sprechen wollte, aber mein Vater hat mir aufgetragen mit den Spähern noch mal zu der Lichtung zu gehen wo sich der Drache zur Zeit befindet. Ich kam einfach nicht dazu Elrond zu sprechen.", erzählt Legolas und lässt dabei die Schultern hängen. Niniel lächelt darauf hin nur und legt ihre Hände auf seine Schultern. "Es ist aber nicht würdevoll als Prinz die Schultern hängen zu lassen und außerdem ist es doch nicht so schlimm." Darauf schaut Legolas ihr nur fest in die Augen. "Natürlich ist es schlimm, ich weiß doch wie viel es dir bedeutet und Außerdem habe ich es dir versprochen. Als Prinz sollte ich im Besonderen so etwas auch nicht brechen. Mein Vater hat dies....", möchte Legolas weiter reden aber Niniel unterbricht ihn mit einer Umarmung, und Legolas kriegt nur ein: "Wofür?", heraus. Darauf antwortet sie nur lächelnd: "Du hast mir mehr über meine Familie erzählt als ich sonst jemals in Mittelwerte hätte herausfinden können, und dafür bin ich dir auf ewig dankbar." Legolas schaut Niniel kurz an und fängt auch an zu lächeln. "Dennoch löst es in mir ein Unbehagen aus das ich mein Versprechen nicht halten konnte. Aber vermutlich hast du recht, dass es jetzt wichtiger ist das ich mich auf unsere Aufgabe konzentriere." Darauf nickt Niniel zur Bestätigung. "Herr Elrond wird schon noch Zeit haben wenn der Kampf vorbei ist. Es ist für mich wichtig zu wissen das es jemanden gibt der mir etwas über meine Familie erzählen kann, ob es jetzt oder auch erst in 100 Jahren ist spielt für mich nach all der Zeit keine Rolle mehr.", erklärt sie Legolas Ruhig. "So etwas zu sagen und dahinter zu stehen, zollt dir meinen tiefsten Respekt Niniel. Ich würde alles stehen und liegen lassen wenn ich in deiner Lage wäre und sofort alles wissen wollen was es zu wissen gibt.", lächelt Legolas. "So ist jeder verschieden Legolas. Ich bin mit dem Gedanken größtenteils aufgewachsen niemals etwas über meine Herkunft zu erfahren. Und jetzt besitze ich einen Hoffnungsschimmer.", erzählt sie. "Und das finde ich beeindruckend, du bist Jünger als ich, aber ich denke das du reifer bist.", lacht Legolas und Niniel stimmt mit ein. "Ich denke aber wir sollten zurück gehen, du musst doch noch Anweisungen geben.", zwinkert Niniel ihm zu. "Sicher.", lacht Legolas und schwingt sich auf Norofarne die er die neben den beiden mit Nenroch etwas Grass gefressen hat. Niniel tut ihm es darauf lachend nach und beide Reiten zurück zur Gruppe. Auf dem Weg dorthin erhebt Legolas noch mal seine Stimme. "Den klappt es aber damit, dass ich ein Auge bei dir haben wollte. Unter meinem Persönlichen Schutz sollte dir nichts Passieren. Und Außerdem sind wir die Letzte Linie, da sind wir nicht das primär Ziel." "Ja das stimmt. Aber denk nicht das ich nicht Kämpfen kann.", erwidert Niniel. "Das wollte ich dir nicht unterstellen.", lächelt Legolas sie mit schräg gestellten Kopf an. Darauf lachen beide wieder.
DU LIEST GERADE
The History of Niniel
FanficEs geht um eine Junge Elbin, die als Baby im Wald gefunden wurde. Ihr Leben verläuft so normal wie es nur im Düsterwald zwischen Spinnen und Orks sein kann. Doch behält ihr Schicksal noch einige nie erhoffte Überraschungen bereit.
