Jimin (지민)
Als Jungkook endlich weg war seufzte ich und holte tief Luft. Der druck in meiner Brust ging immer noch nicht weg.
Mein Kopf lag auf der Schulter von meinem Freund und langsam strich ich mit meiner rechten Hand über dessen Brust. Langsam zeichnete ich ein paar Kreise und verschiedene andere Muster auf sie drauf.
Was wäre wenn er es nicht geschafft hätte? Was wäre wenn er wirklich gestorben wäre und mich hier alleine zurück gelassen hätte? Wäre ich ihm dann gefolgt? Hätte ich mich dann umgebracht oder hätte ich versucht weiter zu leben?
Langsam floss eine Träne nach der anderen meine Wangen hinunter. Leise, still und vor Erleichterung, dass Yoongi noch lebte weinte ich an ihm gekuschelt. Ich schloss meine Augen, vergrub mein Gesicht etwas weiter an Yoongis Schulter und verkrampfte meine Hand in sein Sweatshirt was er trug.
Ich spürte wie Yoongi sich bewegte und meine Hand in seine nahm und ganz fest drückte. Schluchzend lag ich in seinen Armen und drückte mich immer weiter an ihn. Er zog mich ein Stück weiter an sich so dass ich nun mit meinem Kopf auf seiner Brust lag und heftige Schauer meinen Rücken runter liefen. Beruhigend streichelte er meinen Rücken, sagte aber selber nichts. Vorsichtig richtete ich mich auf und sah in sein Gesicht. Tränen liefen ihm still über die Wangen und sachte legte ich meine Hand auf seine Wange, näherte mich seinem Gesicht und legte sanft meine Lippen auf seine. Ich löste mich wieder von ihm und legte meine Stirn an seine.
"Ich hatte solche Angst um dich. Ich dachte ich würde dich verlieren!", flüsterte ich ihm ins Gesicht. "Ich liebe dich Yoongi! Ich liebe dich so sehr!", ich schluchzte erneut auf und rollte mich auf die Seite um mich dort mit dem Rücken zu ihm aufzusetzen.
"Ich hatte solche Angst. Angst dich nie wieder berühren zu können. Dich nie wieder lachen zu sehen. Nie wieder deine Lippen auf meinen zu spüren. Nie wieder dich sehen zu können."
Leises rascheln war zu hören ehe ich zwei Arme spürte, die sich von hinten um meinen Bauch schlangen. Kalte Tränen spürte ich auf meiner Nackten Schulter. Mein Sweatshirt war zur Seite gerutscht und dadurch konnte ich die kleinen Küsse spüren die Yoongi mir auf meine Schulter drückte. Ich drehte meinen Kopf zu ihm.
"Ich liebe dich auch, Jimin. Du glaubst gar nicht wie sehr." Yoongis Stimme brach an manchen stellen ab. Ich lehnte mich nach hinten, an seine Brust und kuschelte mich so an ihn dran. Er drückte noch einen Kuss auf meinen Kopf ehe er seine Wange an meinen Kopf schmiegte und tief ein und aus atmete.
...
Es ist okay, auch wenn es nicht wir sind
Selbst wenn Traurigkeit mich auslöschen wird
Selbst wenn da Wolken sind
Selbst wenn ich in einem endlosen Traum bin
Selbst wenn ich endlos zerknittert bin
Selbst wenn meine Flügel zerrissen sind
Selbst wenn ich irgendwann nicht mehr ich binIch werde in diesem Lauf nie sterben
Wie geht's dir? Mir geht's gut
Mein Himmel ist klar
Der ganze Schmerz, verabschiede dich
Auf Wiedersehen...
Als ich aufwachte war es bereits dunkel draußen. Yoongi schlief immer noch, langsam und vorsichtig so dass ich ihn nicht auf weckte, befreite ich mich aus seiner Umarmung und stand vom Bett auf. Leise ging ich zur Tür blickte noch einmal über meine Schulter zum schlafenden jungen, öffnete die Tür, ging durch den Türspalt und schloss sie hinter mir dann leise wieder zu.
Vorsichtig ging ich den kleinen Flur entlang, wo alle unsere Zimmer lagen und ging anschließend die Treppen runter. Im Eingangsflur ging ich dann nach links und durch eine Tür um dann im Wohnzimmer zu landen. Alle saßen sie vor dem Fernseher und sahen dann zu mir, als sie mit bekamen, dass ich das Wohnzimmer betreten hatte.
"Wie viel Uhr ist es?", meine Stimme durchbrach die Stille.
"Es ist Elf Uhr abends." Hobi war es der mir antwortete. "Wie geht's ihm?", fragte er noch hinter her.
Nicht auf seine Frage antworten, drehte ich mich um um in die Küche zu gehen und zwei Teetassen aus einer der obersten Schränke raus zu holen. Ich nahm zwei Teebeutel und schmiss sie in die dafür vorgesehenen Tassen und ließ das Wasser im Wasserkocher aufkochen. Mit einem Klick Geräusch gab mir der Wasserkocher das Zeichen, dass das Wasser fertig war und goss das nun heiße Wasser in die zwei Teetassen. Vorsichtig, damit ich mich nicht verbrannte, nahm ich die zwei Tassen an den Henkeln und ging Schritt für Schritt aus der Küche und aus dem Wohnzimmer raus. Die anderen Beobachteten mich still.
Als ich es irgendwie geschafft hatte, die Tür zu Yoongis und meinem Zimmer zu öffnen und irgendwie leise wieder zu schließen, ging ich auf meine Bettseite und stellte erst einmal die zwei Tassen auf meinen Nachttisch ab. Kurz streckte ich mich und nahm dann wieder beide Tassen an deren Henkel um einmal um das Bett zu gehen und Yoongi sachte aufzuwecken. Ich wusste, dass er bis zum nächsten Tag durch geschlafen hätte doch auch wusste ich, dass er keinen Tee abschlagen konnte. Müde blinzelte er mich aus seinen verschlafenden Augen an und richtete sich dann auf um seine Tasse still anzunehmen. "Danke." Flüsterte er in die angenehme Stille und pustete in seine Teetasse.
Ich lächelte ihn an und setzte mich mit meiner Tasse neben ihn.
"Ich bin froh, dass du nicht meine Gabe hast, Jimin. Die Götter sind gnadenlos mit dir. Foltern deinen Geist, deine Seele. Sie fragen dich Sachen, die so selbstverständlich zu sein scheinen, aber doch so knifflig. Diese Schmerzen würde ich niemanden zu trauen. Nicht mal meinem engsten Feind. Na gut. Wenn ich Ehrlich bin schon. Ich würde alle damit bestrafen. Vor allem dann wenn es um dich geht, Jiminie." Am ende lachte er leicht in seine Tasse und nahm dann einen kleinen Schluck aus ihr heraus.
"Meinst du ob es nochmal so eine Prüfung geben wird?", nachdenklich blickte ich in das innere meiner Tasse.
"Für mich nicht mehr, Jiminie. Die Götter meinten, dass ich dafür geeignet wäre die Gabe zu besitzen. Sie werden mich nicht mehr quälen."
Ich nickte, blickte in seine wunderschönen Augen und lächelte ihn leicht an, was er erwiderte.
"Ich habe eine Melodie in meinem Kopf, Jiminie. Lass sie mir dir vorspielen." Mit diesen Worten trank er seinen Tee leer, stand auf und lief zu dem Klavier, was hier in unserem Zimmer stand. Er setzte sich auf den Klavierhocker, klappte die Klappe für die Tasten auf und legte federleicht seine Hände auf die Tasten des Klaviers. Ich stand auf, stellte meine Tasse zu Yoongis, lief zu ihm und stellte mich neben ihn hin. Ich liebte es ihm zu zu hören wenn er spielte.
Yoongi fing an seine Finger auf den weißen und schwarzen Tasten zu bewegen und verschiedene Töne erklangen. Es war nur kurz und doch so wunderschön.
"Vielleicht können wir einen Song daraus machen. Das müssten wir dann nur noch mit den anderen besprechen." Er sah zu mir und ich nickte begeistert.
"Kann ich auch was spielen?"
Yoongi nickte und machte mir auf dem Hocker etwas Platz. Ich legte wie Yoongi zuvor meine Finger sachte auf die Tasten und fing an eine Melodie zu spielen. Als ich fertig war sah ich zu Yoongi. Dieser grinste mich mit einem schiefen grinsen an.
"Lass uns ein Lied schreiben, Jiminie." Er stand auf, holte Notenpapier und einen Stift, legte die zwei Dinge auf den Vorhandenen Notenhalter und fing an seine Melodie von vorhin zu spielen. Immer wieder fügte er oder ich ein paar Noten hinzu und schließlich ergab sie am Ende hin eine wunderschöne Melodie.
"Morgen zeigen wir es den anderen aber jetzt wird geschlafen." Und mit einem demonstrativen Gähnen schlürfte er in unser Bett und kuschelte sich in seine Bettdecke. Mit einem Klopfen, auf das Bett, gab er mir zu verstehen, mich zu ihm zu legen und kaum waren wir aneinander gekuschelt, fielen wir beide in einen erholsamen Schlaf.
TO BE CONTINUED...
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Fantasy»Follow your dream like breaker even if it breaks down don't ever run backwards, never!« ~ Bangtan Sonyeondan / Tomorrow »Folge deinen träumen, selbst wenn alles zusammenbricht, renne niemals zurück, niemals!« BTS / Tomorrow ______________________...