KAPITEL 7

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Pünktlich um 7 stand Emma vor ihrer Tür

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Pünktlich um 7 stand Emma vor ihrer Tür. In all den Jahren, die Kat sie kannte war sie noch nie zu spät gekommen und war damit das genaue Gegenteil von ihr. Sie bestellten Pizza und tranken Wein, denn Katlin zufällig in einer der Umzugskisten gefunden hatte, während sie sich fertig machten. „Wieso hast du dich entschieden doch mit zu kommen? Sag bloß nicht du willst Mathias endlich eine Chance geben.", lachte Emma und zwinkerte Kat dabei zu. „Wer weiß, vielleicht.", antwortete Kat während sie versuchte den Lidstrich auf beiden Augen gleich aussehen zu lassen. „Oh mein Gott! Wirklich!?!", schrie Emma und packte Kats Schultern. Verdammt sie musste nochmal neu anfangen. „Ja, mal sehen." Sie glaubte nicht wirklich daran, dass sie und Mathias jemals ein Paar werden würden, doch sie musste ihren Kopf mit jemand anderen als ihren Brüdern füllen; schließlich würde sie mindestens ein Jahr noch mit ihnen zusammen leben. Emma quickte vor Begeisterung. „Dann können wir auf Doppeldates gehen und Pärchenurlaub machen, vielleicht sogar auf die gleiche Uni gehen und sobald wir älter sind haben wir eine Doppelhochzeit und kriegen zusammen Kinder und..." „Emma.", unterbrach sie Kat. „Ich habe nur zugestimmt ihm eine Chance zu geben. Das heißt nicht, dass ich ihn direkt heiraten werde!" Katlin verdrehte die Augen und widmete sich wieder ihrem Spiegelbild. „Na gut...", schmollte Emma und nahm sich noch ein Stück Pizza.

Kurz vor 10 waren sie fertig, gerade als Emma einen Anruf von Tobias bekam, dass die beiden im Auto vor der Tür warteten. Katlin hatte sich von Emma überreden lassen ein schwarzes enges und ziemlich kurzes Kleid zu tragen, welches auch etwas von ihrem Ausschnitt Preis gab. Jedoch konnte sie ihre Sneakerwahl durchsetzen und mit einer kleinen Ledertasche dazu gingen die beiden Freundinnen runter. Kat war überrascht Jake zu Hause zu sehen und das ohne eine weibliche Begleitung. Er saß mit Sam in der Küche und schien mit ihm zu diskutieren. „Emma und ich gehen feiern!", rief Kat und wollte ihrer Freundin gerade hinaus folgen als sie Jakes Stimme stoppte. „Was glaubst du was du da trägst?", knurrte er. Genervt drehte sich Kat um und Emma blieb vor der Tür stehen. „Das nennt sich Kleid Jake. Solltest du von deinen kleinen Schlampen kennen.", antwortete sie zuckersüß. Wütend kam er auf sie zu. „Ich weiß was das ist, doch ich werde nicht erlauben, dass du so das Haus verlässt." Kat verdrehte die Augen. „Gut, dass ich nicht nach deiner Erlaubnis gefragt habe." Ihr Bruder schien noch wütender zu werden und Katlin verschränkte die Arme vor der Brust. Sam kam dazu. „Süße ich glaube es wäre besser, wenn du etwas darüber ziehst. Emma geh ruhig schon mal zu euren Freunden während Katlin sich eine Jacke holt." Emma nickte und verschwand Richtung Auto. „Ist das dein Ernst Sam? Es sind fast 30 Grad draußen, in einer Jacke schwitze ich mich zu Tode!" Kat stemmte ihre Hände in die Hüften und funkelte ihre Brüder an. „Du solltest sowieso hier bleiben. Du bist erst 17 und damit noch nicht alt genug um in irgendeinen Club zu gehen. Dich wird kein Türsteher hinein lassen.", ergriff nun wieder Jake das Wort. „Ich werde bald 18 und es ist nicht das erste Mal, dass ich feiern gehe. Ich war schon oft feiern; außerdem habe ich einen Ausweis von Tobias Schwester mit dem ich rein komme." Jake starrte sie nur noch fassungslos an. „Kann ich jetzt bitte gehen?" „Nein!", sagten beide Brüder gleichzeitig. „Och kommt schon! Ich weiß genau, dass ihr beide bereits mit 16 ständig feiern wart! Ich will doch nur einen schönen Abend mit meinen Freunden haben bevor die Schule wieder anfängt." „Zieh dir eine Jacke über und du kannst bis Ein Uhr weg bleiben.", lenkte Sam ein. „Zwei Uhr!" „Ok Zwei Uhr, wenn du versprichst nicht betrunken nach Hause zu kommen." Katlin überlegte kurz, dann willigte sie ein. „Ich bin damit nicht einverstanden!", knurrte Jake wütend. „Dann ist es ja gut, dass du in Moment zu beschäftigt bist durch die Gegend zu vögeln, anstatt zu Hause oder irgendwie anwesend zu sein und damit jedes Mitspracherecht verloren hast.", erwiderte Kat mit einem Lächeln, schnappte sich ihre Jacke und verschwand mit einem schnellen Abschiedskuss auf Sams Wange durch die Haustür.

„Hey Kat, verdammt du siehst echt heiß aus!", begrüßte sie Mathias als sie in sein Auto stieg. Oh man, was hatte sie sich nur dabei gedacht mit ihm feiern gehen zu wollen. Einerseits schmeichelte sie zwar sein Kompliment, doch andererseits widerte es sie einfach nur an. Allerdings konnte sie jetzt nicht mehr zurück, erst recht nicht nachdem sie sich mit ihren Brüdern angelegt hatte; außerdem wollte sie ja auch, dass Mathias ihr half, ihre plötzlichen Hormonen in den Griff zu kriegen.

An dem Türsteher vorbei zu kommen war nicht schwer. Er hatte sich den Ausweis nicht mal genau angeschaut. Die Musik war gut und die meisten Leute waren schon ziemlich betrunken. Sie bestellten eine Runde Tequila, zwar mochte Kat das Zeug nicht, doch es machte schnell betrunken und Mathias Annäherungsversuche erträglicher. Das Versprechen an Sam, nicht betrunken nach Hause zu kommen, war vergessen. Sie wollte einfach Spaß haben und sich wie ein richtiger Teenager fühlen. Emma und Tobias schienen noch verliebter als sonst und klebten auf der Tanzfläche fast aneinander und Katlin ließ zu, dass der Tanz mit Mathias auch immer enger wurde. Sie verließen ein paar Mal die Tanzfläche um noch mehr Shots zu trinken. Kat war schon recht betrunken und vergaß auf die Uhrzeit zu achten. Mathias schmiegte sich auf der Tanzfläche an sie, seine Hände strichen über ihre Hüften und er küsste ihren Hals. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und sie zog ihn an sich, um seine Lippen auf ihren zu spüren. Es war nicht so schön wie sie gehofft hatte, doch es war viel besser als die Erinnerung an ihren letzten Kuss. Immer enger pressten sich ihre Körper aneinander und Kat fing an etwas Lust zu verspüren. Mathias Lippen lösten sich von ihren und strichen sanft über ihr Ohr. „Meine Eltern sind übers Wochenende weg, was hältst du davon, wenn wir zu mir fahren?" Eigentlich hatte Kat nicht vor gehabt mit ihm zu schlafen, doch sie sehnte sich nach etwas anderem als dem Spielzeug in der Kiste unter ihrem Bett. Es war fast vier Jahre her, dass sie das letzte und einzige Mal Sex gehabt hatte und wenn der Kuss schon besser war als damals, dann würde es vielleicht auch der Sex werden.

Sie verließen den Club und stiegen in das nächste Taxi. Mathias Wohnung war nicht weit entfernt, jedoch kamen Kat während der Fahrt Zweifel ob sie das richtige tat. Sie wollte Sex, so sehr wie noch nie in ihrem ganzen Leben, allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie ihn mit Mathias wollte. Was wäre, wenn er schlecht war und sie müssten sich danach jeden Tag in der Schule über den Weg laufen. Das Taxi hielt und Mathias zahlte. Er hielt ihr die Tür auf und nahm ihre Jacke und Tasche ab als sie seine Wohnung betraten. Kat erinnerte sich daran, dass er ihr bisher immer die Tür aufgehalten und auch schon oft für sie bezahlt hatte, wenn sie unterwegs waren, auch wenn sie natürlich jedes Mal protestiert hatte. Er war ein richtiger Gentleman und vielleicht könnte sie sich tatsächlich in ihn verlieben oder es würde sich zumindest nichts zwischen ihnen verändern, selbst wenn es nicht passen sollte. Mit diesem Gedanken und einem leicht nebligen Kopf zog Kat ihr Kleid aus und schmiegte sich von hinten an Mathias, der ihnen gerade Wasser in zwei Gläser füllte. Er erstarrte kurz, doch dann drehte er sich um und küsste sie Leidenschaftlich. 

 

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Liebe zu drittWo Geschichten leben. Entdecke jetzt