Das weite Meer, das so klein und sicher wirkte, erstreckte sich unter dem riesigen Phönix und dir, die auf seinem Rücken klammerte. Seine blauen, beruhigenden Flammen umhüllten dein Selbst, doch durch den Aufwind, die schnellen Flügelschläge die nötig waren um euch in der Luft zu halten, war es dir zunächst nicht möglich deine Augen zu öffnen. Du hattest sie feste, verkrampft zugekniffen um ja nichts zu sehen, um nicht vor dem Gegenwind wie eine Verrückte blinzeln zu müssen und auch, weil du ganz einfach noch immer Angst hattest. Du wolltest keinen Blick wagen, es nicht riskieren zu entdecken wie weit ihr euch über dem Meer befandet, wie einfach du fallen könntest und wie weit du von Amazon Lily weg warst. Deine Freundin war in weite Ferne gerückt, du konntest ihre Stimme, ihr Lächeln nicht mehr sehen und das für eine ganze nächste Weile. Es machte dich traurig, doch das Versprechen dass du ihr gegeben hattest gab dir Hoffnung, spornte dich an dich weiterzuentwickeln und dein Bestes fortan zu geben. Deine langen Haare flogen in der Luft, verknoteten sich und peitschten um dein Gesicht, ihr wart schnell, das konntest du mit geschlossenen Augen spüren. Die Klamotten die nur so an deinem Körper umher flatterten, fast abrissen, das blaue Tuch von Marco, dass sich neben dir ausbreitete und wunderschöne Akzente zum Phönix in der Luft zog.
Nachdem es eine Weile still war, deine Angst langsam wie die Wolken neben dir verflogen und sich das Gefühl von Freiheit in dir breit machte, trauteste du dich deine Augen vorsichtig, nur ein ganz kleines Bisschen zu öffnen und einen Blick auf das Blau des Himmels zu erhaschen. Die kleine Aussicht die sich dir bot, war wunderschön, gar unbeschreiblich. Der Ozean erstreckte sich unter euch, umgarnte euch, während du, ganz alleine auf Marco dem Phönix durch die Wolken flogst. Ihr wart weit oben, weit im Himmel, zwischen den Wolken und Möwen die du krähen hören konntest. Mit Begeisterung gingen deine Augen wie von selber auf und du schautest dich komplett um, schautest neben dich, über dich, unter dich. Es war unglaublich. Wunderschön, atemberaubend. Keine Insel, kein Schiff weit und breit, nur riesige fluffige Wolken und der blaue Ozean in dessen Tiefen du riesige Fische und Kreaturen entdecken konntest.
In Begeisterung staunend überflogen deine Augen immer wieder die Aussicht, verfolgten die Wolken vor euch, neben euch, die euch eine Weile begleiteten und dann achtlos hinter dem Phönix verschwanden. Der Gegenwind peitschte dir zwar immer noch deine Haare um die Ohren, ins Gesicht, doch das war das Letzte das du gerade beachtetest. Dein Kopf war leer, alles war dir egal und das schiere Gefühl von Freiheit erfüllte dein kleines Herz. Was gerade in dir vorging konntest und wolltest du einfach nicht beschreiben, es war so schön, scheiße warst du glücklich dich auf diesen Ritt eingelassen zu haben. Ein von Luft verzerrtes Grinsen schlich sich auf deine Lippen und du lockertest deinen festen Griff der dich am Phönix hielt. Von Leichtsinnigkeit überschwemmt löste sich deine linke Hand komplett, streckte sich aus und folgte dem Strom der Luft. Es war schwer deinen Arm gerade zu halten durch den Druck des Windes, doch es gelang dir und so flog deine Hand mit den enormen Schwingen des Phönixes mit. Du kichertest lautlos, beobachtest deinen losen Arm und bewegtest sie hoch und runter, in dem Rhythmus in dem die Flügel von Marco flogen. Es machte dich verdammt, unbeschreiblich glücklich, diese Erfahrung mit ihm, auf ihm, zu teilen, zu fühlen und dass er dir eine solche Aussicht schenkte, dich für wer weiß wie lange von deinen Sorgen, Gedanken und Schmerzen befreite und nichts dafür verlangte. Er konnte in seiner Phönixgestalt nicht sprechen und das brauchte er auch nicht, du spürtest die Wärme seines Herzens in dir. Er wusste wie frei du dich gerade fühltest, keine Träne mehr vergossest und dich bei ihm sicher fühltest. Sein Herz schlug während diesem Ritt nur für dich, versprach dir Geborgenheit und Mit-Anteilnahme an diesem Erlebnis, das nur für euch beide bestimmt war. Dass er zuvor auf der Moby Dick wie verrückt darauf bestanden hatte, dass er derjenige sein wollte der dich abholte, sich sogar fast mit seinem Bruder Ace gestritten hatte, nur damit er diese leise, sprachlose Zeit mit dir verbringen konnte, dich für eine Weile nur für sich auf seinem Rücken hatte. Er wäre krank vor Sorge gewesen wenn er nicht die Person gewesen wäre die sichergestellt hätte, dass du sicher auf die Moby Dick zurückkehren konntest, auch wenn es für dich vermutlich auf Ace' kleinem, von seinem Feuer betriebenen Boot einfacherer, stressfreier gewesen wäre, so wusste er auch, dass dich dieser Ritt, die grenzenlose Freiheit in den Wolken viel glücklicher machte und essentiell für dein kleines Herz war. Er wollte dir beweisen dass sich die Freiheit eines Piraten genauso und nicht anders anfühlte und dass du es verdient hattest dich so stark und mächtig für jeden restlichen Tag deines Lebens zu fühlen. Als du auf Amazon Lily warst, konnte er nachts kaum schlafen, wollte unbedingt wissen wie es dir ging, ja erst da bemerkte er wie schrecklich er dich vermisste, wie wichtig du ihm geworden warst, warum sein Herz bedingungsloser schneller schlug, wenn du in seiner Nähe warst. Ja, du warst Marco schrecklich ans Herz gewachsen und das nicht als ein Familienmitglied, nein auf eine Art, die er bei einer Frau noch nie erlebt hatte. Er hatte Gefühle für dich, sogar sehr starke, er wollte für den Rest seines langen Lebens bei dir bleiben, dich beschützen. Es war ihm egal was in deiner Vergangenheit passiert war, denn er wünschte sich deine Zukunft sein und dich glücklich machen zu können, bedingungslos, egal was du für ihn fühltest. Dass du dich aber wohl bei ihm fühltest, das spürte er und beschützte es so gut er nur konnte. Du würdest es nicht bereuen diese besondere Verbindung mit ihm zu haben, sei es nur durch diesen kleinen Trip auf seinem Rücken. Er konnte noch so viel mehr.
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Phönixblau [Marco x Reader]
Fiksi Penggemar❁ Seit du denken kannst, bist du eine Sklavin. Du hast jegliche Hoffnung in die Freiheit verloren, doch eines Tages besuchen die Whitebeard Piraten deine Insel. Sie nehmen dich mit auf ihr Schiff und bringen dir bei was es heißt frei zu sein. Ganz b...