Hey hey, hier kommt ein neues Kapitel! Wir hoffen, dass es euch gefällt :)
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6. Eingesperrt
Lea POV:
Die Sonne verschwand gerade hinter einer dunklen Regenwolke, als wir aufbrachen, um den Einsamen Berg, der jetzt gar nicht mehr so einsam war, zu erkunden.
Das konnte ich sehen, als wir an einem der wenigen Fenster vorbeikamen. Das war so einer der Nachteile, wenn man in einem riesigen Berg lebte. Es gab fast keine Fenster, außer natürlich in den Gemächern der Königsfamilie. Und darüber war ich auch froh, denn ich könnte nicht mein ganzes Leben lang in einem Bunker ohne Fenster wohnen. Natürliches Licht war eines der wichtigsten Dinge beim Zeichnen.
Seit wir hier waren, hatten wir den Erebor von oben nach unten abgearbeitet und dort alles entdeckt und schrott gemacht, was man irgendwie finden und kaputt machen konnte. Thorin war davon immer noch ein bisschen angepisst und wenig begeistert von der Idee, einen kleinen Warg im Erebor großzuziehen. Ich hatte so lange auf ihn eingeredet, bis er gemeint hatte, dass er es sich überlegen würde. Eines meiner Hauptargumente war gewesen, dass ich so gut üben konnte Verantwortung für ein kleines Wesen zu übernehmen, denn ich wusste genau, dass es eine der vielen Aufgaben einer guten Königin war. Ich hatte ihn heute noch nicht einmal gesehen und war ein bisschen beleidigt, dass er mal wieder keine Zeit für mich hatte und ich hatte deshalb beschlossen ihm aus den Weg zu gehen. Ich war Thorin schon genug hinterher gerannt in den letzten Wochen.
Jetzt wollten Franzi und ich weiter unter die Erde kommen und die ganzen Minen erkunden. Natürlich würden wir es nie schaffen alle Geheimgänge zu finden, noch nicht mal Balin kannte jeden noch so kleinen, mickrigen Weg im Erebor.
Wir liefen also gefühlte zehntausend Treppenstufen runter und schlugen dann irgendeinen Weg ein, ohne darauf zu achten, wo wir eigentlich hinliefen. So gelangten wir immer tiefer in die weitreichende Zwergenstadt und waren irgendwann in Gängen angekommen, in denen seit Jahrhunderten kein Zwerg mehr gewesen war. Naja, außer Hans, ein halb verrottetes Skelett, das wir am Wegrand gefunden hatten. Fragt uns jedenfalls nicht, wie wir da hingekommen waren, denn wir wussten es selbst nicht.
„Du, Lea?", fragte Franzi irgendwann und fuchtelte mit ihrer Taschenlampe in der Luft herum. Die moderne Lichtquelle war eines der Dinge, die ich aus unserer alten Welt mitgenommen hatte. Zum Glück hatte ich die gepackte Tasche in der Hand gehalten, als ich zum zweiten Mal nach Mittelerde gekommen war.
„Was denn, Franschi?", entgegnete ich und sie verzog kurz das Gesicht, als sie den Namen hörte, den ich ihr gegeben hatte.
„Wie sollen wir wieder zurückkommen?"
Ich blieb abrupt stehen und Franzi rannte voll in mich rein.
„Aua!", sagten wir beide gleichzeitig und meine Freundin hielt sich den Kopf.
„Wo sind wir hier überhaupt?", fragte ich sie etwas panisch und drehte mich einmal im Kreis.
„Ähm...", machte Franzi langgezogen. „Ich hab keine Ahnung."
„Na, super. Dann haben wir wohl jetzt ein kleines Problemchen.
„Nicht nur ein kleines...", murmelte Franzi in ihren nicht vorhandenen Bart und leuchtete mit ihrer Taschenlampe an die Decke. Über uns war dunkelgrauer Stein und ein paar Meter weiter stützten ein paar Holzbalken den schweren Fels. Ich hoffte einfach mal, dass das alles noch halbwegs stabil war.
„Ich muss mich erstmal hinsetzen, diese Schuhe hier drücken dermaßen", meckerte ich und wollte ein Stein ansteuern, der mitten im Gang lag.
Tja, aber weil ich Lea war, und Lea sich immer hin packt, stolperte ich auf halbem Weg über irgendetwas. Ich versuchte das Gleichgewicht zu finden und machte ein paar Ausfallschritte.
„Pass auf, dass du nicht wieder auf die Fresse fliegst!", rief mir meine Freundin noch hinterher, doch es war eh schon zu spät.
Ich kippte nach vorne und streckte die Arme automatisch aus, um mich vielleicht irgendwie abzufangen. Dabei knallte ich voll gegen ein paar der Holzbalken, die ein ziemlich besorgniserregendes Geräusch von sich gaben und fand mich schließlich auf dem Boden wieder.
„Boha, ich bin echt zu doof für diese Welt," fluchte ich noch, während Franzi inzwischen ein ganz anderes Problem hatte.
„Scheiße."
„Was? Achso, ja. Das Kleid ist jetzt endgültig..."
„Nein, man. Scheiße, das da! "
Meine Freundin zeigte direkt über mich. Langsam hob ich den Kopf und sah deutlich, den schwarzen Riss in der Felsdecke, der langsam immer größer wurde. Ein Holzbalken neben mir knackte bedrohlich und jetzt wurde mir auch endlich mal klar, dass das alles hier nicht mehr lange standhalten konnte.
„Oho."
Für einen Moment sahen wir uns beide geschockt an, dann löste sich Franzi aus ihrer Starre.
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Zwei Bekloppte im Erebor
Fanfiction(Fortsetzung von Vier Bekloppte in Mittelerde) Das Leben im Erebor kann echt langweilig sein. Nach der große Reise versuchen Franzi und Lea sich bei den Zwergen mit ein paar Schwierigkeiten einzuleben. Dabei sind mehr oder weniger große Katastrophe...
