Hands of gold

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Hellu, hoffentlich gehts euch allen gut. Natürlich haben wir wieder ein neues Kapitel für euch und ja, wir konnten es nicht lassen. Es musste einfach nochmal ein Lied von Ed Sheeran dabei sein :D
Viel Spaß!
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14. Hands of gold

Lea POV:

Ich wurde davon wach, dass mich irgendwas an meiner Schulter kitzelte. Ich grummelte und versuchte mit geschlossenen Augen mit der Hand an meine Schulter zu gelangen, was sich als ziemlich schwierig herausstellte, da ich erstens auf der Seite lag und mich zweitens irgendwas Schweres auf meiner Hüfte davon abhielt mich zu bewegen. Ich strampelte ein bisschen rum und bekam irgendwie eine Hand frei.
Dann versuchte ich mich umzudrehen und das, was mich kitzelte wegzuwischen. Dabei traf ich irgendwas Warmes und neben mir stöhnte jemand auf. Jetzt öffnete ich doch die Augen und sah, wie Thorin sich fluchend die Nase hielt. Das, was mich so an der Schulter genervt hatte, waren seine Haare gewesen.

„Ups", sagte ich zerknirscht und der Zwergenkönig warf mir einen bösen Blick zu, während er seine Hände vom Gesicht nahm. Seine Nase war ein bisschen rot, aber sonst schien ihm nichts zu fehlen.
„Alles okay?", fragte ich besorgt, doch er nickte.
„Jetzt bin ich wenigstens wach.", entgegnete er und ließ sich wieder nach hinten in die Kissen fallen.
Ich unterdrückte ein Kichern und kuschelte mich an ihn. Dann erst merkte ich, dass ich hier in Thorins Bett lag.
„Warte, wie bin ich hier überhaupt hergekommen?", fragte ich.
„Du standest gestern betrunken vor meiner Tür und dachtest, dass das deine Gemächer sind."
Ich fuhr mir einmal übers Gesicht. Jetzt erst merkte ich auch, dass mein Kopf ein wenig brummte.
„Oh mein Gott, ich glaub, ich hab gestern zu doll gefeiert. Ich weiß gar nichts mehr..."
„Kein Wunder, wenn Franzi dabei war", sagte er und ich boxte ihm leicht gegen den Arm.
„Ey, lass Franzi da raus. Die kann nichts dafür...", ich überlegte kurz: „...okay doch.", gab ich dann zu und wusste, dass er grinste.
„Wir sollten langsam aufstehen, bevor die anderen noch kommen und uns holen.", wechselte er das Thema und ich verdrehte die Augen.
„Oder ich schlaf jetzt einfach weiter."
„Oder auch nicht", sagte er und beugte sich über mich, um kaum spürbare Küsse auf meine Lippen zu setzen.

Automatisch musste ich lächeln und schmiegte mich noch näher an ihn. Dass jeden Moment jemand reinkommen könnte, um uns aus dem Bett zu scheuchen, war mir gerade ziemlich egal. Und ihm schien es wohl nicht anders zu gehen. Mein Herz flatterte wild in meiner Brust, als Thorin mir eine braune Haarsträhne hinters Ohr strich. Und als er meinen Namen flüsterte, war seine Stimme zwei Nuancen tiefer als sonst.
Seine eine Hand lag an meiner Hüfte mit der Verletzung, die Tulin mir zugefügt hatte und Thorin war so vorsichtig, dass man denken könnte, ich sei aus Porzellan und würde bei einer falschen Bewegung in tausend Scherben zerspringen. Als sich unsere Lippen wieder trafen, legte ich meine Hände auf seine Brust und spürte die harten Muskeln unter dem Hemd, das er trug. Ich fühlte mich mittlerweile wie lebendiger Wackelpudding und konnte kaum noch klar denken. Der Kuss wurde intensiver und fordernder. Seine eine Hand war schon dabei unter mein T-Shirt zu wandern, als plötzlich laute Stimmen ertönten und die Tür aufgerissen wurde.
Thorin und ich schreckten auseinander und Franzi blieb wie angewurzelt im Türrahmen stehen.

„Oh mein Gott. Das hab ich jetzt nicht gesehen", sagte sie und machte die Tür schnell wieder zu.
Der Zwergenkönig grummelte genervt, gab mir noch einen kurzen Kuss und stand dann auf. Ich brauchte einen kurzen Moment, um mich wieder zu sammeln und schon stand Franzi wieder im Zimmer. Hinter ihr war Bilbo, der ein bisschen peinlich berührt etwas murmelte, was so viel hieß wie: „Ich hab doch gesagt, dass ist eine schlechte Idee einfach so reinzuplatzen..."
Jetzt war ich sofort hellwach und sprang aus dem Bett.
„Bilbo!", quietschte ich und knuddelte ihn einmal fest durch. Ich hatte den kleinen Hobbit so sehr vermisst. Seit Monaten war er nicht mehr hier gewesen und die Briefe, die wir hin und her schickten, konnten ihn halt einfach nicht ersetzen.
„Wie war deine Reise hier her? Durftest du bei Thranduil rasten? Hast du wieder Spinnen gesehen? Und wie war...", sprudelte es aus mir heraus und er kam gar nicht hinterher mit dem Beantworten, bis meine Freundin mich stoppte.
„Lea, reicht jetzt. Bilbo muss Thorin jetzt mitnehmen und du kommst mit mir."
Sie packte mich am Arm und schleifte mich hinter sich her.
„Warte mal kurz", sagte ich und befreite mich aus ihrem festen Griff.
Dann lief ich nochmal zu dem schwarzhaarigen Zwerg und gab ihm einen Kuss.
„Wir sehen uns vor dem Altar", sagte ich leise und er lächelte leicht.
„Bis heute Abend", flüsterte er zurück und lehnte seine Stirn kurz an meine, bevor er sich von mir löste und mit Bilbo verschwand.
„Auf geht's!", rief meine Freundin überschwänglich. Schon heute Abend würden Thorin und ich verheiratet sein.

Zwei Bekloppte im EreborGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt