Malea.
„Happy birthday to you, happy birthday to you, happy birthday, happy birthday, happy birthday to you", beginnt meine Klasse und meine Lehrerin zu singen, als Alesya mit einem Kuchen - auf welchem brennende Kerzen stehen - in den Raum tritt. Sie trägt ein breites Grinsen auf den Lippen, während Selma alles filmt.
Es ist gerade mal kurz vor acht Uhr morgens und sie ziehen es wirklich durch. Ob sie das alles schon gemeinsam geplant hatten? Und wenn ja, wie?
Während meine Klasse gesungen hat, bin ich bestimmt rot angelaufen und habe mir die Hände vor mein Gesicht gehalten. Die ganze Idee dahinter, dass ich davon nichts wusste, ist wirklich einmalig.
„Alles Gute, Engel", lächelt Alesya mich an, als sie nun vor mir steht. „Bevor du aber auspustest, guck mal auf dein Handy."
Verwirrt hole ich mein Handy aus der Jackentasche und sehe schon die vielen Nachrichten von Malika. Sie bittet mich darum, dass ich sie via FaceTime anrufe, was ich schließlich auch mache.
Sofort nimmt sie den Videoanruf entgegen und lächelt mich breit an. „Alles Gute zum 18. Geburtstag, mi amor. Wünsch dir was!", sagt sie direkt.
Mit dem Handy in der Hand überlege ich nach einem Wunsch. Jedoch bin ich schon wunschlos glücklich. Ich habe eine glückliche Familie, Freunde, auf die zählen kann. Die Schule läuft bestens und jeder in meinem Umfeld ist gesund. Also was soll ich mir wünschen?
Seufzend und wunschlos puste ich die 18 Kerzen aus und sehe dann zu Alesya, die ich gezwungen anlächle. „Danke schön, Leute."
„Nicht dafür, höre ich jemanden aus der Klasse rufen, weshalb wir lachen. „Ich habe den Kuchen mitgebracht. Meine Mama hat den gemacht."
Stimmt. Er bringt immer die Kuchen, da seine Mutter Bäckerin ist und einfach so leckere Torten macht. Und erst jetzt sehe ich auch die Verzierungen auf dem Kuchen, welche mich zum Lächeln bringen.
„Okay, ich würde sagen, wir besprechen eben eure Aufgaben von Montag und machen ein paar Aufgaben, und fünfzehn Minuten vor Ende der Stunde schneiden wir dann den Kuchen an", schlägt unsere Lehrerin dann vor.
Und genau das machen wir dann auch.
Während dem ganzen Schultag, höre ich von vielen aus meiner Klasse die Frage, wie es nun so ist, volljährig zu sein. Und ich muss sagen, es ist toll.
Das Auto, welches ich noch mit meinem Bruder teile, habe ich heute auf den Weg zur Schule fahren können, da er ja noch in England ist. Es hat sich so verdammt gut angefühlt, dass ich alleine ohne meine Eltern fahren konnte. Das Gute an der Sache ist, dass ich schon einige Male mit ihnen gefahren bin. Vor allem, wenn meine Eltern keine Lust hatten zu fahren. Oder eben mein Bruder.
„Ey, Africa", ruft Alesya laut durch den Treppenflur, als wir nach Schulschluss uns auf den Weg hinaus machen. „Ich hab kein Bock mit Selma zu fahren, nimmst du mich dieses Mal mit?"
„Cüs, amina koyim. Wie schnell hast du mich verkauft, du Ratte?", wird Selma gleich beleidigend und stößt die Russin zur Seite. „Das hat mich verletzt. Aber kein Problem für heute. Ich bin auch mit dem Bus heute extra gekommen, damit wir mit dir fahren können."
Woher wissen die beiden bitte, dass ich mit dem Auto hier bin? Wobei diese Frage ziemlich überflüssig ist. „Ich bin mit dem Bus hier", sage ich und bleibe vor der Glastür stehen, welche zum Foyer führt. Dabei verkneife ich mir mein Grinsen, damit es echt wirkt. „Sorry, aber meine Eltern brauchen beide Autos heute.
„Du verarschst uns oder?", gibt nun Selma perplex zurück, während Alesya so tut, als würde ihr die Hitze gerade zu Kopf steigen. „Vallah, Malea, wenn das jetzt ein Scherz ist, machst du den größten Appi. Wenn es kein Scherz ist, genau so. Ich hasse Bus fahren, gottverdammt."
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𝖡𝖴𝖳𝖳𝖤𝖱𝖥𝖫𝖨𝖤𝖲. | 𝑱𝑨𝑴𝑼𝑳𝑬.
Fanfiction»They only love me for money. You always loved me for nothing.« Jung. Talentiert. Und gut aussehend. So wird der junge Newcomer »Jamule« von jedem beschrieben. Jeder setzt große Hoffnung in ihn. Viele Labels haben ihn gewollt - doch er hat sich für...
