Marys POV:
Ich war unfähig zu denken. Wir küssten uns leidenschaftlich und verlangend. Unsere Lippen berührten und lösten sich immer wieder und seine Hand fuhr gerade unter mein T-Shirt als lauthals "Anaconda" von Nicki Minaj durch den Raum schallte. Mist! Mein Handy!!! Ich schob Harry ein Stück von mir weg und fischte das Smartphone aus meiner Hosentasche. " Ja?" "Wo zum Teufel bist du?" Die Stimme meiner Mutter klang wütend. " Ich Äh.." Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Die Wahrheit wohl eher nicht.." Hast du mal auf die Uhr geguckt? Du kommt jetzt sofort nach Hause, ist das klar? " Ich biss mir auf die Lippen und bekam ein schlechtes Gewissen. Ich hatte total die Zeit vergessen. " Ja, Mum." sagte ich bedrückt und legte auf." Was ist los?" fragte Harry. " Das war meine Mutter. Ich muss jetzt nach Hause. Sie war ziemlich sauer" Meine Mutter war in letzter Zeit häufig schlecht gelaunt, was daran lag, dass sie sich oft mir Dad stritt. Manchmal fingen sie nur wegen einer Kleinigkeit an und redeten dann Tage lang kein Wort miteinander. Ich und meine kleine Schwester Sue litten sehr unter der Situation zu Hause, da wir eigentlich immer ein sehr harmonisches Familienleben geführt hatten und jetzt natürlich das schlimmste befürchteten: Die Scheidung. Ich schob mich an ihm vorbei hinaus in sein Schlafzimmer und ließ meinen Blick kurz darüber schweifen. Sein Bett war nicht gemacht und wir untern in der Wohnung lagen Klamotten verteilt im Raum rum. Die Wand hinter seinem großzügigen Bett war in einem knalligen orange gestrichen. Orange? Ist was sein Ernst? Ich schüttelte den Kopf und ging weiter Richtung Treppe. Harry folgte mir. " Warte mal Mary! Du kannst doch jetzt nicht einfach gehen." Ich stürmte die Stufen nach untern. " Ich muss aber.!" rief ich ihm über die Schulter zu. Unten angekommen, starrten mich drei Augenpaare an. " Äh..es war schön euch kennen zu lernen, aber ich muss los." sagte ich und schnappte mir meinen Mantel, der immer noch über der Sofalehne hing. Der blonde Junge von vorhin, schon wieder über etwas zum Essen gebeugt, begann zu lachen. "Haha..war Harry so schlecht?" Harry, der gerade den Treppenabsatz erreicht hatte, warf ihm einen bösen Blick zu. " Lass stecken Niall!" Die anderen beiden Jungs lachten leise vor sich hin. Ich ging auf die Tür zu und Harry beleitete mich in den Fahrstuhl. Ich rief ein "Tschüs" in die Wohnung, bevor sich die Fahrstuhltüren schlossen. Ich drückte auf den Knopf 'Erdgeschoss' und der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. " Tut mir leid, dass ich so plötzlich gehen muss...aber bei mir zu Hause ist es im Moment ein wenig..kompliziert." "Kein Ding. Sehen wir uns wieder?"
Harry POV:
Bitte sag ja! flehte ich in Gedanken, ließ mir aber nichts anmerken. Die Wette, die ich mit den Jungs gemacht hatte, hatte einfache Regeln: Ich musste innerhalb von 2 Monaten 10 Mädels flachlegen ohne Gefühle meinerseits ins Spiel zu bringen. Für mich ist das natürlich ein leichtes Spiel. Keine kann mir widerstehen. Und obwohl erst ein Monat vergangen war, war Mary schon Nummer 7 auf meiner Liste. Der Haken an der Sache war, dass es eine weitere Regel einzuhalten galt: Jedes Mädchen, dass ich anquatschte wurde sofort Gegenstand der Wette und ich musste sie ins Bett bekommen, sonst würde ich verlieren. Ich konnte ja nicht ahnen, dass gerade diese hier 'Familienprobleme' hat. Sie sah verlegen zu Boden. " Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist. Ich meine, du bist ein Star.. und ich bin nur das Mädchen von nebenan. Das hier hat keinen Sinn." Verdammt! Da die Jungs sie ja wohl oder übel gesehen hatten, konnte ich mein Treffen mit Mary wohl kaum vor ihnen leugnen. Ich musste also tiefer in die Trickkiste greifen. " Mary, bitte. Als ich dich heute ihm Café gesehen habe, wusste ich gleich, dass du was besonderes bis. Gib uns eine Chance! Ich will dich wiedersehen.!" Ich legte einen flehenden Ausdruck in meine Augen..Oh ja..ich wusste wo meine Stärken lagen. Sie sah mich mit ihren ebenfalls wunderschönen großen Augen an." Ich brauche Zeit zum nachdenken, Harry. Sowas wie heute mache ich normalerweise nicht. Es war spontan. Und es war dumm." Die Fahrstuhl Türen öffneten sich und wir betraten das Foyer. "Lass mich dich wenigstens nach Hause bringen." Sie ging zielstrebig auf den Ausgang zu. " Nein,ich nehme lieber ein Taxi." Toll! Ich versuchte mir ihr Schritt zu halten. " Mit meinem Wagen sind wir schneller. Ich denke, du musst dringend nach Hause?" Sie blieb stehen und drehte sich zu mir. Es sah aus, als würde sie mit sich selbst ringen, aber schließlich nickte sie." Okay." Ich konnte mir ein triumphierendes Lächeln nur schwer verkeifen. Wenn ich wusste, wo sie wohnte, hatte ich vielleicht dich noch eine Chance.
Mary's POV:
Harry's Wagen hielt vor unserem Haus, schräg gegenüber des Starbuckscafés, in dem ich arbeitete. Ich schnallte mich los und öffnete die Tür. " Danke für's Heimfahren. Und nochmal Sorry wegen der ganzen Sache. Ich wollte nicht deine Zeit verschwenden." Er schüttelte den Kopf. " Das hast du nicht." Ich wollte mich gerade abwenden und aussteigen, als er nach meiner Handy griff und mich zurück zu ihm zog. Er gab mir einen sanften Kuss. " Ich wünschte, wir könnten uns wiedersehen." hauchte er. Ich konnte seine Augen nicht sehen, da er sie wieder mit einer Sonnenbrille verdeckt hatte, aber ich konnte mir denken, wie sie schauten. Das zwischen uns, auch wenn es nur kurz war, war etwas besonderes gewesen. " Ich wünschte, du wärst nicht berühmt." sagte ich, gab ihm noch einen Abschiedskuss auf die Wange und stieg aus dem Auto. Ich blickte mich nicht noch einmal um, während ich die Haustür aufschloss und so hörte ich nur wie der Motoraufheulte, als Harry losfuhr. Ich eilte die Treppen hinauf zu unserer Wohnung. Wir bewohnten die zwei obersten Etage der rechten Hälfte eines Großstadtmehrfamilienhauses. Unsere Wohnung war zwar klein, aber sehr gemütlich. Schon vor unsere Wohnungstür hörte ich das Geschrei meiner Eltern. "Den ganzen Tag verbringst du nur auf der Arbeit und dann kommst du nach Hause und denkst, ich kann dich bedienen! Aber ich gehe auch Arbeiten! Nur damit du es weist!" hörte ich meine Mutter durch die Tür schreien. Ich Steckte den Schlüssel ins Schloss und schob mich schnell in unseren Flur. " Ich habe dich lediglich gefragt ob du mir die Zeitung bringen kannst! Aber du musst ja immer gleich ausflippen!" Ich ging langsam Richtung Wohnzimmer, aus dem die Rufe kamen. "Ich flippe aus? Du wirst doch immer gleich laut!" Ich ging vorsichtig um die Ecke und sah meine Eltern, wie sie sich nur wenige Meter voneinander entfernt ankeiften. "Hallo! Ich bin jetzt da. Und nur zur Info, man hört euch in ganz London." Mein Eltern starrten mich einige Sekunden an. Dann kam meine Mutter auf mich zu. " Wo warst du? Ich habe mir Sorgen gemacht." " Ich war noch verabredet. Mit Isy." lch log meine Eltern eigentlich nicht an, aber ich wollte das Treffen mit Harry lieber geheim halten. " Das nächste mal, sagst du bitte bescheid. Ich mache jetzt erstmal Abendbrot." Sie ging in die Küche und strich mir im vorbeigehen über die Wange. Ich hatte gewusst, dass sie nicht sauer auf mich war.
———————————————
Ich hoffe, es gefällt euch! (:
-Jessy ♥

DU LIEST GERADE
Just the girl next door~ ( 1D FF ♥)
FanfictionMary Lynn ist eigentlich ein ganz normaler Teenager und wohnt mit ihrer Familie in London. Sie arbeitet (wie jeden Samstag) im Starbucks gegenüber ihrer Wohnung, um sich neben der Schule ein bisschen Geld zu verdienen. Doch dieser eine Samstag, soll...