Pov Jackson
Seit JBs Krisensitzung waren bereits ein paar Wochen vergangen, in denen Mark und ich uns öfter heimlich getroffen hatten. Marks Eltern hatten sich immer noch nicht beruhigt und auch Yugyeom und Bambam waren immer noch zerstritten. Yugyeom war jeden Tag direkt nach der Schule verschwunden und Bambams Augenringe waren über die Zeit immer tiefer geworden. Offensichtlich hatte JB Recht damit gehabt, dass wir uns einmischen mussten, jedoch erschien es jetzt dafür zu spät zu sein. "Hallo?Jackson?", Mark wedelte mit der Hand vor meinem Gesicht herum, womit er mich aus den Gedanken riss:"Hm? Was?" Mein Freund lachte kurz und deutete auf das Brett mit den Angeboten:"Was möchtest du trinken?" Normalerweise waren wir eher selten in dieser Gegend, doch langsam gingen uns die Plätze aus, an denen Marks Eltern uns niemals sehen würden. Das war der Grund dafür, dass wir nun im Starbucks standen und ich mir überfordert einen Kaffee bestellte. "Alles okay bei dir?", Mark musterte mich besorgt, wobei ich nur aufgesetzt lächelte:"Ja, geht schon" "Was ist los?", hakte Mark nach und nahm unsere Getränke an, ehe wir gemeinsam den Laden verließen. "Findest du es nicht auch scheiße, dass wir uns vor deinen Eltern verstecken müssen?", ich nahm ihm meinen Becher ab und lief seufzend neben ihm her, während er mich von der Seite betrachtete:"Natürlich finde ich das scheiße, aber es geht gerade einfach nicht anders..." "Können wir es nicht wenigstens meinen Eltern erzählen?", schlug ich vor und nahm einen Schluck meines Kaffees, woraufhin Mark die Stirn runzelte:"Meinst du das ist eine gute Idee? Wollten wir es nicht zuerst unseren Freunden erzählen?" "Ja... Aber guck dir doch mal die momentane Situation an!", ich gab ein entrüstetes Seufzen von mir, "Bambam und Yugyeom sind immer noch zerstritten, Jinyoung verhält sich absolut seltsam und JB und Youngjae führen sich auf wie ein verdammtes Ehepaar." "Wow", Mark lachte, "Unsere Freundesgruppe ist ganz schön abgefuckt" "Was du nicht sagst", ich ließ mein Blick kurz zum Himmel huschen und legte ihn dann wieder auf meinen Freund, welcher ebenfalls zu mir aufschaute:"Ich möchte dich nicht verlieren Jackson" "Warum solltest du mich verlieren?", ich zog leicht die Augenbrauen zusammen, während Mark mit dem Becher in seiner Hand spielte:"Naja... Ich habe das Gefühl, dass alles um uns herum momentan zusammenbricht... Unsere Freundesgruppe, meine Eltern, die Schule... Einfach alles... Und du hast wieder angefangen dich zu prügeln..." Ach das Thema wieder... Seitdem ich mich mit dem einen Typen bei dem Kino angelegt hatte, war ich tatsächlich in ein paar kleinere Kämpfe hineingeraten. Es waren zwar nicht viele gewesen und die meisten waren dadurch entstanden, dass ich Typen zur Rede gestellt hatte, die Frauen nachgepfiffen oder gerufen hatten, jedoch wusste Mark von keiner von ihnen. Um ehrlich zu sein war ich mir nicht einmal sicher, weshalb ich diese Auseinandersetzungen derart provozierte. Wohlmöglich war es eben genau die Tatsache, dass alles um Mark und mich herum zerfiel und obwohl ich wusste, dass es nichts verbesserte, fühlte es sich gut an, meine Wut herauszulassen. Besser als wenn ich es noch an Mark auslasse... "Das alles ändert nichts daran, dass ich mit dir zusammen sein möchte. Ich lasse dich nicht los Mark und was das Prügeln angeht... Das war nur einmal", ich schenkte ihm ein liebevolles Lächeln, was er lediglich zögernd erwiderte. Warum verdammt nochmal lüge ich?! Er wollte gerade wieder zu Worten ansetzten, als der Nachrichtenton seines Handys ihn davon abhielt. "Sorry, vielleicht ist das meine Mom", Mark blieb stehen und zog sein Handy schnell aus seiner Hosentasche, weshalb ich nun auch stehen blieb und ich dabei beobachtete, wie er die Nachricht las:"Und? Was gibt's?" "Es ist JB", Mark drehte sein Handy kurz zu mir, "Er schreibt, dass am Wochenende eine Stufenparty bei Taeil steigt... Oh, mit Dresscode 'Abendkleidung'" "Warte. Am Wochenende? Also morgen?", ich schaute ihn verwirrt an, woraufhin er mit den Schultern zuckte:"Anscheindend... Gehen wir hin?" "Klar!", meinte ich vollkommen enthusiastisch, wobei Mark nickte:"Vielleicht ist das wirklich eine gute Idee..." Seine Finger schnellten über den Bildschirm seines Handys, während ich mich in dem Park umschaute, in dem wir inzwischen gelandet waren. Wer geht bitte in diesen Park hier, abgesehen von irgendwelchen alten Leuten? Mein Blick schweift über die vielen Bäume und Blumen über die leeren Bänke, die ab und zu den Weg durch die Wiesen zierten, bis meine Aufmerksamkeit an einer Person hängen blieben. Sie saß etwas weiter von uns entfernt alleine auf einer Bank und schaute gen Himmel. "Ist das...", begann ich meine Vermutung auszuformulieren, wobei Mark sie jedoch vollendete:"Bambam?" "Ach du scheiße, was macht der denn hier?", ich tauschte einen irritierten Blick mit Mark aus, der nur ratlos seine Stirn runzelte:"Wollen wir zu ihm gehen?" "Ja, aber vielleicht gehe ich erstmal alleine... Ist das okay?", ich schaute prüfend zu meinem Freund, welcher verständnisvoll nickte:"Natürlich!" Immerhin weiß ich mehr über ihn und Yugyeom als Mark... Ich bin nach wie vor beeindruckt, wie stark Yugyeom zuhauen kann... "Gut", ich biss mir kurz auf die Unterlippe, ehe ich mich auf den Weg zu Bambam begab. Je näher ich ihm kam, desto deutlicher wurde sichtbar, wie miserabel er aussah. Scheiße, was soll ich ihm bitte sagen? Als ich bei ihm ankam, ließ ich mich zunächst leise neben ihm auf der Bank nieder. Es war einen Moment still, bis ich vorsichtig die Stimme erhob:"Ist es okay, dass ich hier bin?" Bambam seufzte leise seufzte, nickte jedoch wenig später. Er schien erschöpft, als hätte er die letzten paar Wochen kaum geschlafen, was wohlmöglich auch der Grund dafür war, dass er mich nicht wegschickte. Ich schaute mich kurz um, da Mark mittlerweile ebenfalls näher bei uns stand uns schaute zu Bambam, der jetzt meinen Blick erwiderte. "Ehm... Darf Mark sich zu uns setzen?..." Bambams Augenbrauen zogen sich verwirrt zusammen und er hob den Kopf etwas weiter an, um Mark ausmachen zu können. Mark winkte ihm verschmitzt lächelnd zu, wobei Bambam wiederholt nur seufzte und nickte. Ich winkte meinen festen Freund zu mir, welcher dennoch etwas vorsichtig auf uns zu kam. Okay, also los... Bambam muss langsam mal mit jemandem darüber reden. "Also, uns ist aufgefallen, dass du dich seltsam verhälst. Am Anfang dachten wir, dass es nichts schlimmes ist, aber dann ging es dir so lange nicht gut und - Naja okay, dir geht es immer noch nicht gut - deswegen haben wir doch angefangen uns Sorgen zu machen. Darum sind wir hier. Wir möchten dir anbieten, dass du mit uns sprichst.", ich schaute zu Bambam, welcher mich intensiv musterte, sodass es beinahe unangenehm wurde. Was zur Hölle mache ich hier gerade? Beim letzten mal als ich mich eingemischt habe, habe ich ein blaues Auge verpasst bekommen. "Also? Möchtest du darüber reden oder brauchst du einfach nur Gesellschaft?", fragte ich Bambam, während dieser lediglich den Sonnenuntergang betrachtete:"Seid ihr mir gefolgt?" Oh wow. Gute Frage eigentlich, wenn man mal bedenkt wo wir sind... Ich räusperte, um mir ein wenig Zeit zu verschaffen, ehe ich sprach:"Nein wir... Waren hier in der Nähe... Unterwegs" Das kauft der uns ja nicht ab... "Bambam, wir wollen dir nichts böses... Niemand von uns", erhob Mark letztendlich überraschender Weise seine Stimme, "Wir machen uns einfach nur Sorgen um dich, das ist nicht mehr normal" "Mir geht's gut.", gab Bambam monoton von sich, woraufhin ich etwas wütend schnaubte:"Bullshit." Bambam wischte sich entrüstet durchs Gesicht, bevor er mich bestimmt anblickte:"Ich brauche eure Hilfe nicht. Ich schaffe das alleine. Man muss letztendlich doch sowieso alles alleine schaffen oder nicht?" Ich wollte gerade etwas sagen, da kam mir Mark zuvor:"Jackson, vielleicht sollten wir gehen" Er zog kurz bedrückt an meinem Oberteil, ehe er sich auf die Beine erhob und sich von uns entfernte. Ich hingegen blieb neben neben Bambam sitzen, welcher seinen Blick wieder auf den Sonnenuntergang gelegt hatte. Warum sieht er nicht, dass Yugyeom und er zusammen gehören? "Hör zu Bambam...", ich hatte meine Tonlage ein wenig gesenkt, womit ich anscheinend seine Aufmerksamkeit wieder erregte,"Yugyeom und du, ihr solltet zusammen sein. Das weißt du und ich wette, das weiß er auch. Ihr gehört einfach zusammen... Steh dir nicht selbst im Weg" Mit diesen Worten ließ ich ihn zurück und lief Mark hinterher, der mich etwas weiter weg bereits erwartete. "Was hast du ihm gesagt?", fragte mein Freund direkt, woraufhin ich nur mit dem Kopf schüttelte:"Ich schätze, dass das nur Bambam etwas angeht" "Okay", Mark lächelte nickend, "Du bist wirklich ein guter Freund, weißt du das?" "Ich tue mein bestes", ich schmunzelte ihm zu und knuffte ihm in die Seite, wobei Mark leise lachte:"Idiot" "Was habe ich jetzt schon wieder gemacht??", versuchte ich mich lachend zu verteidigen, während Mark grinste:"Nichts, das ist ja das Ding" Scheiße, ich sollte ihm wirklich die Wahrheit sagen...
Hey!
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen! :)
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Silence || Markson
Fanfiction"Jetzt sprich doch endlich einmal mit mir!" ~ Mark und Jackson sind schon seit Jahren beste Freunde, doch bereits seit einiger Zeit bahnt sich auch eine andere Verbindung zwischen sie. Die beiden geraten in ein einziges Beziehungschaos und sind letz...
