Manchester

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Have Fun.
LoL
Lexy

„Lena!", hörte ich meine Mum rufen als ich aus dem Bus gestiegen war. Ich drehte mich in die Richtung aus der die Stimme kam und erblickte meine Mutter, wie sie winkend vor einer Bank stand. Sie schloss mich in eine feste Umarmung als ich vor ihr stand. Dann machten wir uns zusammen auf den Weg ins Stadtinnere und meine Mutter hatte das Ausfragen gestartet. Ich erzählte von den Jungs, dem Tourbus, Alex und dass Paul mich heute das erste Mal mit in den Zuschauergraben mitnehmen wollte. Zuerst war sie natürlich etwas besorgt, weil ich erzählt hatte, wie die Fans teilweise durchdrehten während der Konzerte, aber meine Mutter wusste, dass ich mich sehr gut selbst verteidigen konnte und Paul auf mich aufpassen würde. Dann fragte sie mich natürlich weiter über Alex aus und ich spürte ein leichtes Kribbeln in meinem Bauch als ich von ihm erzählte. Mum wusste, dass sie sich besser ihre Kommentare verkneifen sollte, aber trotzdem grinste sie mich die ganze Zeit auf eine Art und Weise an, dass ich genau wusste, was sie mir damit sagen wollte. Irgendwann wechselte ich das Thema und glücklicherweise stieg sie drauf ein. Nachdem wir einige Läden unsicher gemacht hatten, gingen wir was essen. Mum erzählte mir von ihrer Arbeit bei dem Verlag, für den sie seit 12 Jahren arbeitete. Eigentlich war sie gelernte Köchin, aber nach dem Tod meines Vaters hat sie ihr Leben umgekrempelt um nicht in einem Loch der Trauer unterzugehen. Tante Lauren hatte ihr damals den Job vermittelt, da der Verlag einem alten Freund vom College von ihr gehörte.
Nach dem Essen gingen wir noch in einige Schuhläden, wo ich mir neue Flip-Flops und ein paar schwarze High Heels kaufte. Da ich allerdings immer aus hohen Schuhen oder Ballerinas rausrutschte, musste ich immer welche mit Riemchen haben. Aber das störte mich nicht. Um ehrlich zu sein, fand ich solche Schuhe mit Riemchen sowieso schöner.

Jeder ein Eis in der Hand brachte sie mich zum Bus

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Jeder ein Eis in der Hand brachte sie mich zum Bus. Glücklicherweise hatten sich die Wolken von heute Morgen verzogen und es war ein richtig sonniger Tag geworden. Ohne uns gegenseitig das Eis in die Haare zu schmieren, umarmten wir uns zum Abschied. „Wir sehen uns morgen!", sagte meine Mum und ich nickte lächelnd, als wir uns voneinander lösten. Wenige Sekunden später kam auch schon der Bus an der Haltestelle vor uns zum stehen und ich stieg ein. Von meinem Fensterplatz aus, winkte ich noch meiner Mum bis der Bus an ihr vorbeigefahren war.
Wieder an der Halle angekommen fand ich die Jungs draußen auf dem Parkplatz Fußball spielen. Liam und Dan waren Torwarte und die anderen hatten sich in zwei gleich große Mannschaften aufgeteilt, während Zayn den Schiri machte. Ich schlich mich unbemerkt an und luchste Harry den Ball ab, den er gerade zu Niall passen wollte. Völlig perplex blieben die beiden stehen und sahen mich ungläubig an. Alex war parallel zu mir auf das Tor mit Liam zugelaufen und kurz davor passte ich ihm den Ball zu, damit Louis ihn mir nicht abnahm. Da Liam offenbar ein miserabler Torwart war, machte Alex ihn mit Leichtigkeit rein und wir fingen an zu jubeln. Mit mir auf dem Rücken lief er zu Dan, Jon und Josh mit denen wir abklatschten. „Das war unfair!", nörgelte Niall auch schon los. Alex ließ mich runter und ich lief zu meinem schmollenden Kobold und umarmte ihn. Niall tat weiterhin auf beleidigt. „Hast du mich jetzt nicht mehr lieb?", fragte ich ihn lachend. „Doch, aber ein bisschen weniger als vorher.", sagte Niall und schob die Unterlippe vor. „Wie viel weniger?", fragte ich und ließ ihn grinsend los. „So etwa ein Nutella Glas voll.", überlegte Niall. War ja klar, dass er das mit essen vergleichen musste. „Ein großes oder ein kleines?", fragte jetzt Louis, der uns genau wie die anderen belustigt zusah. „Hmm...ein kleines.", überlegte Niall und schielte nach oben. „Wenn die Nutella-Frage ja jetzt geklärt ist, könnten wir ja weiterspielen. Und wenn Zayn bei uns mit einsteigt, dann sind die Mannschaften auch wieder gleich groß.", schlug Liam vor und so machten wir es dann auch. Wir spielten solange bis Paul und Preston uns in die Halle jagten. Lachend rannten wir die Gänge entlang, wo uns schon eine weibliche Stimme von der Bühne aus entgegen Hallte. Heute und morgen war eine Sängerin als Voract geplant bevor The Vamps wieder für die restliche UK und Irland Tour auftraten. Jedoch war sie noch nicht international bekannt und ich selbst hatte bisher auch noch nicht von ihr gehört. Sie stellte sich als Kylie Morgan vor und wirkte etwas arrogant. Als sie die Show eröffnete, hatte ich mit meinem ersten Eindruck wohl nicht ganz falsch gelegen. Sie war blondes 16-jähriges Mädchen, was sich ich knappen Klamotten auf der Bühne räkelte und dabei Songs trällerte, die von der Menge nur halbherzig gefeiert wurden.
„Kommst du, Lena?", fragte James und riss mich aus meinen Gedanken. Ich nickte und folgte ihm eine trappe seitlich der Bühne hinunter in den Zuschauergraben. Über meinem T-Shirt trug ich eine schwarze, leicht gepolsterte Weste. An einer der Brusttaschen befand sich ein Funkgerät und war mit dem Ohrstöpsel in meinem rechten Ohr verkabelt. Paul war vorhin mit mir nochmal alles durchgegangen. Nachdem sie die Fanmasse etwas eingeschätzt hatten, sollte James mich runter zu ihm bringen. Dort würde ich mit ihm und Paul zusammen den vorderen Bereich kontrollieren, während sich Preston, Connor und zwei andere Bodyguards auf die Seiten verteilt hatten. Eigentlich passierte nichts spannendes außer einem hyperventilierendem Fangirl, aber da Preston näher dran war, brachte er sie nach draußen. Zweimal musste ich ein Handy aufheben, weil es einem sehr aufgeregten Mädchen in der ersten Reihe aus der Hand gefallen war. Sie erinnerte mich an Emily und daran, dass ich meine beste Freundin mal anrufen sollte. Ich beschloss es auf heute Abend zu schieben, wenn wir im Hotel waren. Immer wenn wir zwei Tage hintereinander in der selben Stadt waren, würden wir in einem Hotel übernachten. Zayn meinte, das ganze hin und her wäre einer der anstrengendsten Parts auf Tour, aber ich glaubte das nicht. Bis wir im Hotel ankamen und vier sehr aufgedrehte Boyband-Mitglieder nicht ruhig zu stellen waren. So konnte ich auf keinen Fall mit Emily telefonieren und wenn die Jungs weiter so einen Blödsinn machten, würde die ganze Etage heute Nacht kein Auge zu machen.
Glücklicherweise fiel mir etwas ein und ich lief in mein Zimmer, wo sich mein Rücksack mit dem nötigsten Kram befand. Zusätzlich hatte ich noch die Tüte mit den heutigen Einkäufen mitgenommen, da ich Emily die neuen Schuhe zeigen wollte. Schnell fand ich in der Tüte, wonach ich gesucht hatte und lief damit zurück in das Zimmer von Niall und Harry. Die beiden machten auf ihren Betten einen Kopfstand gegen die Wand und sangen dabei irgendwelche Lieder, während Liam und Louis sich gegenseitig die Snacks aus der Minibar zuwarfen und versuchten sie mit dem Mund zu fangen. Zayn saß mit Kopfhörern an die Wand gelehnt auf dem Boden und kritzelte wieder irgendwas auf seinen Skizzenblock.
Ich setzte mich an das Fußende von Harrys Bett und holte tief Luft: „Das gibt es doch nicht! Ich kann einfach diesen blöden Gucki nicht finden!" Theatralisch klatschte ich das große Wimmelbuch gegen meine Stirn und lauschte der Stille um mich rum. Binnen Sekunden saßen die vier Chaos-Kinder um mich herum und guckten neugierig auf das Buch in meinen Händen. „Was suchst du?", fragte Niall gespannt. „Hier muss man auf jeder Seite in einem Riesen Wirrwarr ein kleinen Männchen finden: Gucki. Und erst wenn man es gefunden hat, darf man die nächste Seite anschauen und dort suchen.", erklärte ich und sofort hatte Harry mir das Buch aus der Hand gerissen und sich mit den anderen dreien darüber gebeugt. Ich schaute grinsend zu Zayn, der das ganze Spektakel stumm beobachtet hatte. Er zwinkerte mich lächelnd zu, stand auf und signalisierte mir, dass er rüber in sein Zimmer, was er sich mit Liam und Louis teilte, gehen würde. Ich nickte und drehte mich wieder zum Rest der Band. „Da ist er!", schrie Louis plötzlich und deutete mit seinem Finger irgendwo in das Buch. „Man Lou, jetzt hast du uns gespoilert.", meinte Liam und sah Louis beleidigt an. Der streckte ihm nur die Zunge raus und blätterte auf die nächste Seite. Es dauerte eine Weile, doch dann hatten alle auch dort den kleinen Gucki gefunden und begeistert weiter geblättert. Ich ließ sie noch auf dieser Seite suchen und schnappte mir anschließend das Buch. „Morgen dürfte ihr weiter suchen. Aber nur, wenn ihr jetzt ganz schnell ins Bett verschwindet. Wenn ihr mich und euch nämlich weiter wach haltet, dann wird das morgen nix mit eurem Special Guest." Schnell sprangen die vier auf und machten Anstalten ins Bett zu gehen. Zufrieden drehte ich mich um und verschwand wieder in meinem Zimmer. Dort zückte ich mein Handy und wählte Emilys Nummer. Kurz darauf nahm sie ab und wir fingen an zu quatschen. Nach einer Dreiviertelstunde mussten wir auflegen, da wir abwechselnd immer häufiger gähnen mussten. Ich machte mich bettfertig und kuschelte mich unter die Decke. Nach wenigen Minuten war ich auf schon im Traumland unterwegs.

Suddenly Directioner ||One Direction Ff||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt