Das ist übrigens One Direction

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Have fun.
LoL
Lexy

Ich bedeute Emily sich neben mich zu setzen, was sie dann auch tat. „Also, am Anfang der Woche hatte ich sehr überraschend Besuch und später habe ich mit meinem Onkel Paul telefoniert", begann ich zu erklären und Em schaute mich verständnislos an. „Was interessiert mich denn dein Onkel? Solange es nicht Paul Higgins ist, ist das doch egal oder?", funkte mir Emily dazwischen.
Ich grinste sie ein wenig unsicher an. „Tja, was soll ich sagen? Mein Onkel ist Paul Higgins?"
Emilys Kinnlade klappte herunter. „Du machst Witze oder? Sag mir jetzt bitte nicht, dass dein Onkel schon die ganze Zeit der Tour Manager von One Direction ist und du nicht einmal auf die Idee kommst mir das zu erzählen?!" „Ähm, ja sorry?", erwiderte ich unsicher. Emily musste lachen. „Oh man Lena, du bist so verpeilt manchmal...", lachte Emily. Es klopfte und Paul betrat das Zimmer. Er war kurz vor Ende des Konzerts auch an der Arena eingetroffen. „Ja, also Emily, das ist mein Onkel, Paul Higgins...", stellte ich Emily meinen Onkel vor. „Und das, das ist übrigens One Direction", bemerkte ich so beiläufig wie nur möglich und deutete auf die fünf Typen die hinter Paul ins Zimmer marschierten. In frischen T-Shirts und nochmal von Lou abgepudert, wie ich erleichtert feststellte.
Emily, die sich erhoben hatte, um meinem Onkel die Hand zu schütteln, ließ sich erschrocken zurück neben mich auf das Sofa fallen. Sie wurde ganz blass im Gesicht und ich hörte Louis flüstern: „Liam, der Defi! Schnell!"
Doch Liam machte nicht die Anstalten einen Defibrillator zu beschaffen, sondern ging auf meine beste Freundin zu.
„Hi, ähm also deinem Gesicht nach zu urteilen, ist es ziemlich überflüssig, wenn wir uns vorstellen, aber ich glaube wir wüssten alle gerne wer du bist." Liam stand jetzt ein bisschen unsicher, aber lächelnd vor ihr und wartete auf eine Reaktion von Emily. Diese starrte ihn und die anderen immer noch fassungslos an. „Lena, lebt sie noch? Langsam wird's gruslig", wandte sich Liam an mich.
Ich packte Emily an den Schultern und drehte sie in meine Richtung, sodass ihr fassungsloses Gesicht jetzt gegenüber von meinem war. „Atmen Emily, einfach schön weiter atmen. Liam und die anderen sind ganz nett und sie würden sich wahnsinnig gerne mit dir unterhalten. Also atme einmal tief durch und dann benimmst du dich wieder, als wärst du gerade nicht fünf Außerirdischen begegnet. Obwohl, manchmal erinnern die mich tatsächlich an Außerirdische." Emily schloss ihren Mund und schaute von mir zu dem Haufen Jungs, der sich immer noch neben der Tür rumdrückte. „Hi", piepste es plötzlich neben mir und die Jungs erkannten das wohl als Stichwort, sich auf das uns gegenüberliegende Sofa zu quetschen. Ich spürte, wie Emily noch einmal tief durchatmete und sich bemühte, sich wieder normal zu verhalten.
„Also wie ich vorhin schon versucht habe die zu erklären, hatte ich Anfang der Woche Besuch und irgendwie ist es dann dadurch passiert, dass ich diese fünf Chaoten hier kennengelernt habe. Also dachte ich mir, dass ich dich heute damit überraschen könnte, wenn ich ja auch hier bin und tadaa..." Ich machte eine präsentierende Armbewegung in Richtung fünf amüsierter Boyband Mitglieder und einen verzweifelten Onkel Paul, der hinten ihnen stand.
Es breitete sich eine Stille aus, in der ich verzweifelt von Liam, zu meinem Onkel und zu Emily blickte.
„OH MEIN GOTT!", schrie Emily plötzlich neben mir und ich guckte zusammen.
„Du hast gesungen! Das war deine Stimme! Ich wollte dir das vorhin erzählen. Also dass ich beim Konzert dachte, es gibt da draußen noch jemanden, der haargenau so klingt wie du!" Ich nickte langsam. „Ja, also Zayn hatte die Idee und dann haben wir heute Vormittag noch spontan die paar Textzeilen aufgenommen und ich hab backstage live gesungen", erklärte ich Emily. „Ha! Ich wusste schon immer, dass du One Direction insgeheim magst und nur deshalb 'Little Things' auf der Gitarre gelernt hast!", gab sie triumphierend zurück. Ich hörte wie Harry und Louis lachten und sofort schoss mir die Röte ins Gesicht. „Nein, diese fünf Möchtegern-Männer da drüben konnte ich wirklich nicht leiden-" „Betonung liegt auf 'konnte'!", funkte Zayn mir dazwischen. „Ja ist ja gut, Zayn. Dich und den kleinen Iren mag ja auch und Liam und Louis sind eigentlich auch schwer in Ordnung." Ich lächelte Zayn an und er grinste.
„HEY!", empörte sich da der Lockenkopf. „Tja, Harold. Bei dir weiß ich noch nicht", überlegte ich und grinste dann.
Wir mussten alle lachen, nur Harry tat erst auf beleidigt und stimmte dann mit ein, was eventuell daran lag, dass Niall ihn versuchte zu kitzeln.
Emily schien den ersten Schreck verdaut zu haben, denn sie entspannte sich langsam und wurde etwas lockerer.
Ich musste ihr haargenau erzählen, was ich alles mit den Jungs diese Woche erlebt hatte. Natürlich quatschte ständig jemand dazwischen, was das ganze ordentlich in die Länge zog. Irgendwann machte Paul uns darauf aufmerksam, dass wir uns langsam nach draußen begeben mussten, da nach der Halle jetzt die Räume aufgeräumt werden müssen.
„Naja, jedenfalls kommt Lena jetzt mit uns auf Tour!", beendete Niall das Gespräch und strahlte mich begeistert an. Ich erwiderte es lächelnd.
„Wahnsinn!", murmelte Emily neben mir, als wir uns erhoben und unsere sieben Sachen zusammen sammelten.
Wenige Minuten später standen wir allesamt draußen vor der Halle und überlegten, was wir jetzt machen sollten.
„Also meine Wohnung ist zwar echt winzig, aber theoretisch könnten wir noch ein bisschen bei mir chillen", schlug ich vor. Die anderen waren einverstanden wir verteilten uns auf zwei Autos, mit denen wir von Paul und Preston zu meiner Wohnung kutschiert wurden.
Ich saß zusammen mit Emily, Liam und Louis in einem Auto und die drei anderen 1D-Boys befanden sich im zweiten Wagen.
Plötzlich klingelte Liams Handy und ein Bild von Niall und sein Name erschienen auf dem Display. Liam stöhnte und Emily und ich blickten einander verständnislos an. „Ich wette, der kleine hat Hunger", grinste Louis und Liam nickte träge.
„Liaaaam, ich hab Hungeeeeeer!", schrie Niall durchs Telefon. „Niall, wir können uns Pizza bestellen, wenn wir bei Lena sind", gab Liam zurück in der Hoffnung, Niall würde sich damit zufrieden geben. Aber Niall wäre nicht Niall, wenn er sich mit dieser Aussage begnügen würde. „Aber Liaaaam. Wenn wir erst bestellen, wenn wir bei Lena sind, dann bin ich doch verhungert bis die Pizzen da sind."
„Niall, du wirst es überleben", hörte man Zayn im Hintergrund. „Nein Zaynii, du willst doch nicht dafür verantwortlich sein, wenn ich draufgehe oder?!", hörte man Niall am anderen Ende schockiert fragen.
Oh man, Liam sah jetzt wirklich ziemlich genervt aus. Also schnappte ich mir sein Telefon, um das ganze mal etwas abzukürzen. „Niaaaall!", rief ich ins Telefon. „Leniiiilein!", rief der irre Ire zurück. Louis, der sich mittlerweile ziemlich extrem vom Beifahrersitz zu uns umgedreht hatte, prustete los, doch ich ignorierte ihn. Liam sah mich nur fragend an und auch Emily schaute erwartungsvoll zwischen mir und dem Handy in meiner Hand hin und her. „Sag mir, was für eine Pizza du willst und ich bestelle okay? Aber dafür, will ich gleich ne fette Umarmung und du entschuldigst dich bei Liam, dafür, dass du ihn mit deinem Fresswahn so auf die Palme bringst", sagte ich lachend und blickte zu Liam. Der erwiderte meinen Blick und lächelte mich dankbar an.
„Ahhhhh, du bist die aller aller Beste!", kam es so schrill durch das Handy, dass ich kurz Angst hatte, Niall wäre zum Mädchen mutiert. „Schon gut, halt jetzt die Klappe und schick mir eine Nachricht, mit eurer Bestellung", erwiderte ich lachend und legte auf. Dann gab ich Liam sein Handy zurück und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Du tust mir manchmal echt leid", bemitleidete ich ihn und er lächelte ein wenige gequält zurück. „Du hast ihn wenigstens im Griff. Ich glaube, nach der Tour müssen wir dich weiterhin als Babysitter für Niall engagieren."
„Oh ja, das wird lustig!", kam es begeistert vom Beifahrersitz. „Alle mal Lächeln bitte!", rief der Junge im geringelten Oberteil und wir drei von der Rückbank grinsten mit Louis zusammen in seine Handykamera, während er den Auslöser drückte.
Anschließend gab ich auf der Website meiner Lieblingspizzeria die Bestellungen von Niall, Harry und Zayn aus Nialls Nachricht ein und erkundigte mich bei meinen Mitfahrmenschen nach ihren Pizza-Wünschen. Da Paul uns nur absetzen würde, bestellte ich ihm und Preston eine Pizza, die sie im Anschluss an der Pizzaria abholen konnten, bevor sie zu ihren jeweiligen Wohnung fuhren. Einen der Wagen würden sie vor meiner Wohnung parken, damit die Jungs später auch noch irgendwie wieder ins Hotel kamen. Emily würde einfach bei mir übernachten.
Ich bestellte die Pizza für halb zwölf, da das kurz nach unserer Ankunftszeit sein würde und wir gerade auch ein wenig Stau im Tunnel hatten.
Liam gab zuletzt noch seine Paypal-Daten ein und bezahlte unser ganzes Essen. Wir bedankten uns alle bei ihm und es wurde etwas ruhiger im Auto. Jeder hing seinen Gedanken nach und so verging die Zeit doch ziemlich schnell, bis Paul den Motor vor dem Haus mit meiner Wohnung abstellte.
Nachdem ich dir Wohnungstür aufgeschlossen hatte, trudelten wir wie ein Wasserschwall in die Wohnung und ließen uns nach dem Schuhe ausziehen auf mein Sofa und der Teppich davor nieder. Außer Niall.
„Niall, was tust du da?", fragte ich und schaute verwirrt zu dem blonden 1D-Sänger herüber.
„Warten!", gab er kurz angebunden zurück und starrte gebannt auf die Tür. Als ich mit hochgezogenen Augenbrauen zu Louis sah, machte der nur eine abwinkende Handbewegung. Keinen schien Nialls Wachhundverhalten zu stören, denn sie schauten und tippten alle nur auf ihre Handys. Offenbar waren sie an so ein Verhalten von ihm gewöhnt also schauten Emily und ich amüsiert Niall zu, wie er hypnotisierend auf die Türe starrte.
Es klingelte. Niall riss die Türe auf und war in einem solchen Tempo die Treppe runter geflitzt, dass er Harrys „Lass ihn leben, Niall!" vermutlich nicht hörte. Keine 30 Sekunden später war er mit einem Stapel bestehend aus acht Pizza-Kartons wieder oben und versuchte sie blind ins Wohnzimmer zu tragen. Damit kein Unglück passierte, standen Emily und ich schnell auf um ihm zu helfen.
Zufrieden mümmelnd saßen wir schweigend auf dem Sofa und dem Teppich verteilt und genossen das Essen und die Stille. Plötzlich hielt mir Zayn sein Handy unter die Nase. „Ich glaube unseren Fans hat die neue 'Little Things' Version gefallen." Er grinste und ich sah mir den Beitrag, den er geöffnet hatte, genauer an.

»Wow, ich war ja schon auf vielen 1D-Konzerten, aber das heute war wirklich einmalig und einfach nur der WAHNSINN. Ich hoffe wir hören die Unbekannte Sängerin bald wieder mit unseren Boysss«

Der Beitrag zeigte eine Videoaufnahme von Little Things. Ich grinste und war wieder total erleichtert, dass alles so gut geklappt hatte. Bei den Fans kam ich glücklicherweise auch gut an und es schien ihnen genauso viel Spaß gemacht zu haben zuzuhören, wie mir das Singen Spaß gemacht hatte.
Ich umarmte Zayn, was damit endete, dass ich halb vom Sofa und in seinen Schoß hinein fiel.
Zayn sah das wohl als Aufforderung mich zu kitzeln, was in eine riesige Kitzelschlacht überging und Niall versuchte panisch die Pizza-Reste in die Küche zu retten.
Zehn Minuten später lag ich lachend auf dem Boden, den Kopf auf Zayns Bein gelegt und meine Beine und Füße angewinkelt auf der Sitzfläche des Sofas aufliegend.
Emily lag mit zerzausten Haaren auf dem Sofa, wobei sie immer noch Nialls Fuß festhielt, da sie ihn dort zuletzt gekitzelt hatte. Niall lag jetzt mit dem Bauch und mehr als halb vom Sofa herunterhängend auf Liams Rücken, der alle Viere von sich gestreckt hatte. Harry hatte sich ein Kissen zwischen Bauch und Beine geklemmt und lag in Embryonalstellung auf dem Boden. Louis lag im rechten Winkel zu ihm und hatte seine Beine über Kreuz auf Harrys linkem Oberarm abgelegt.
Wer jetzt reingekommen wäre, wäre vermutlich gleich wieder rückwärts und sehr verstört aus der Wohnung spaziert.
„Leute?", keuchte ich zwischen abebbenden Lachern. „Wollen wir nicht noch einen Film gucken?"
„Aber es ist schon nach zwölf?", wandte Liam ein.
„Aber Li, wir haben morgen frei. Also sollte das doch klar gehen?", bettelte Louis und Liam lenkte ein. Nach einer 15 minütigen Diskussion hatten wir uns auf 'Jumanji' geeinigt und den Film gestartet. Nach etwa einer Stunde konnte ich meine Augen nicht länger offenhalten und schlief ein...

Emilys p.o.v

Der Abspann begann und die Jungs fingen langsam an sich aufzurappeln. „Zayn, warte!", hielt ich Zayn zurück und deutete auf die schlafende Lena, immer noch ihren Kopf auf seinem Bein. Zayn grinste mir zu und ich erwiderte es achselzuckend.
„Wir legen sie am besten in ihr Bett", flüsterte Harry und kniete sich vor sie. Mit Louis' und Nialls Hilfe hob er sie vorsichtig in seine Arme, sodass sie nicht geweckt wurde. Zayn stand ebenfalls auf und sah zu, wie Liam die Tür zu Lenas Schlafzimmer geöffnet hatte und Harry sie reintrug. Ich schlich leise hinterher und schlug die Decke zurück, damit Harry sie direkt darunter legen konnte. Lautlos formte ich mit meinen Lippen ein 'Danke' und konnte im halbdunkeln sehen, wie er lächelte und nickte. Wir verließen den Raum und die Jungs zogen sich möglichst leise ihre Schuhe und Jacken an. Dann verabschiedeten sie sich mit einer Umarmung von mir und nahmen beim Verlassen der Wohnung noch eine Schachtel mit Pizza-Resten für Niall mit. Man, war der Typ verfressen. Und ich kenne mich auf diesem Gebiet eigentlich auch ganz gut aus.
Schmunzelnd schloss ich die Tür hinter meinen fünf Idolen und schaute mit einem dusselig-verträumten Blick auf das Wohnzimmer, wo wir alle bis eben gesessen hatten. Diesen Tag würde ich in meinen ganzen Leben nicht vergessen.
Glücklich aber auch müde zog ich ein paar Gammel-Klamotten aus Lenas Schrank und zog mich im Bad um bevor ich im Anschluss noch meine Zähne putzte. Glücklicherweise hatten wir für spontane Übernachtungsbesuche bei der jeweils anderen immer eine Zahnbürste parat. Ich schnappte mir noch Lenas Abschmink-Zeug und musste mit einem Blick indem Spiegel erschreckend feststellen, dass auf meiner rechten Wange immer noch das 1D-Tattoo glitzerte. Oh man, danke Lena. Du hättest mich auf diese Peinlichkeit ja ruhig mal aufmerksam machen können.
Ich wusch das Tattoo ab, was glücklicherweise sehr schnell ging, da es durch unsere Kitzelschlacht vorhin auch schon ein wenig verschmiert war.
Dann schaltete ich das Licht im Bad aus, räumte die leeren Pizza-Kartons zusammen und schlich mich anschließend in Lenas Schlafzimmer. Noch immer war sie tief und fest am schlafen und wenige Minuten nachdem ich mich ebenfalls unter die Decke gelegt hatte, driftete auch ich ins Traumland ab. Ein Traumland voll mit Erinnerungen an den heutigen Tag...

Sooo Freunde der Sonne, 2400 neue Wörterlies für euch. Hoffe ihr hattet mehr Spaß beim Lesen als ich heute bei meiner Klausur.
Lots of Love
Lexy

Suddenly Directioner ||One Direction Ff||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt