Butterflies in Edinburgh

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Have Fun.
LoL
Lexy

„Leute, steht auf!", schrie ich vom Fuß der Treppe nach oben. Gut gelaunt war ich heute morgen aus dem Bett gehüpft. Die Sonne schien jetzt schon sehr stark und es sah nach einem richtig schönen Tag aus. Da heute kein Konzert war, wollte ich den freien Tag unbedingt nutzen. Außerdem würden wir für zwei Nächte in ein Hotel zwischen Edinburgh und Glasgow einchecken, da die nächsten beiden Tage dort jeweils ein Konzert stattfinden sollte. Verschlafen und teilweise angezogen kamen die fünf nacheinander die Treppe runter. Im Gegensatz zu mir - frisch geduscht und fertig angezogen - sahen sie aus wie der Tod auf zwei Beinen. Kopfschüttelnd setzten sie sich an die gedeckten Tische und ich holte fröhlich summend die letzten Sachen aus den Schränken. Im Hotel würde es erst heute Abend etwas zu essen geben, weshalb wir noch im Bus frühstückten. Ich war bereits in einem kleinen Supermarkt ein paar Straßen weiter gewesen und hatte dort Eier, Würstchen und Speck besorgt. Den leckeren Geruch der angebratenen Sachen, schien zumindest einen von ihnen etwas wacher zu machen. Niall fing an sich seinen Teller mit Essen zu beladen und die anderen fingen kurz darauf auch damit an, ehe der verfressene Ire alles weggefuttert hatte.
„Ich hab grad beschlossen, dass wir heute in den Edinburgh Zoo gehen.", verkündete ich und zückte mein Handy, um das auch Paul und Wrong Direction mitzuteilen. Die Jungs waren entweder zu müde um zu protestieren, oder damit einverstanden. Oder beides.
Nach dem Frühstück jagte ich die Schlafmützen unter die Duschen und eine Dreiviertelstunde später verließen wir zusammen den Bus. Liam und ich hatten jeweils einen Rucksack mit Proviant dabei. Wir holten die anderen vor ihren Bussen ab und ich bemerkte einen vierten Bus, der sich als der von The Vamps herausstellte. Ich wollte die vier auch noch fragen, ob sie mitkommen wollten, aber Paul hielt mich davon ab. „Die hatten heute Nacht eine Reifenpanne, kamen drei Stunden nicht vom Fleck. Der Bus ist vor zwei Stunden erst angekommen und die Jungs müssen Schlaf nachholen." Ich nickte verständnisvoll und wir verteilten uns auf zwei Vans, mit denen wir zum Zoo fuhren. Neben Paul war noch James als Bodyguard dabei. Er fuhr mit Alex, Josh, Dan, Jon und mir in einem der Vans.
Am Parkplatz angekommen stiegen wir aus dem Auto und neben uns hüpften auch Niall, Louis und die anderen auf den sandigen Untergrund. Paul lief mit den Jungs zu einem der beiden Kassenhäusschen, wo gerade ein älteres Ehepaar mit zwei Kleinkindern stand. Ich war früher auch einige Male mit meinen Großeltern im Zoo gewesen.
Ohne es zu bemerken wurde ich von Alex hinter den anderen hergeschoben, die auf die zweite Kasse zusteuerten. Wir hatten eine Gruppe bestehend aus zwei Erwachsenen und fünf Kinder, die etwa sechs Jahre alt waren, vor uns. Alle hatten kleine Partyhütchen auf und die Eltern versuchten während des Bezahlens etwas Ordnung in das kleine Geburtstagschaos zu bringen. Ich musste kichern, als ich sah, dass ein Mädchen die Haare von zwei anderen ineinander verflochten hatte. Schließlich waren wir dran und vergeblich versuchte ich dagegen zu protestieren, dass Alex für mich bezahlte. „Keine Widerrede jetzt!", sagte er und ich schloss meinen Mund wieder. Verlegen starrte ich auf den Boden und murmelte ein „Danke" ehe wir durch das Drehtor gingen. Dahinter warteten schon die anderen und brüteten über einem Zooplan. Paul und James hielten sich im Hintergrund.
Nachdem wir uns eine möglichst große Route rausgesucht hatten, liefen wir los. Ich unterhielt mich währenddessen mit Alex. Oder besser gesagt lachte ich über seine Dialoge, bei denen er auf die verschiedenen Tiere deutete und in verstellter Stimme für sie sprach. Einmal drehte sich Zayn kurz zu uns um und zwinkerte mir unauffällig zu, worauf ich ihm nur die Zunge raus streckte. Nach einer halben Stunde hatte Niall uns so sehr mit seinem Hunger genervt, dass wir uns an zwei Holztische setzten und das Essen verteilten. Während des Essens machte Louis lustige Selfies mit mir, sodass wir die letzten waren, die fertig gegessen hatten. Im Elefantenhaus hielten wir uns am längsten auf, da wir uns an zwei kleinen Elefanfenbabys nicht satt sehen konnten. Außerdem fand noch eine Fütterung statt, die ich unbedingt sehen wollte und schließlich wurde ich von Alex über die Schulter geworfen und aus dem Gebäude getragen. Als wir am Giraffengehege ankamen, testeten wir alle unsere Kräfte an einer Pumpe, die eine Vorstellung zur Durchblutung geben sollte. Dan war am schlechtesten, dann kamen Niall und ich, danach Jon, Zayn und Louis und Josh, Alex und Harry bildeten die Spitze. „Siehst du Lena, ich hab doch mehr drauf als Bettsport.", sagte Harry an mich gewandt und setzte einen triumphierenden Blick auf. „Klasse, Harold.", bemerkte Liam und wir lachten alle. Tröstend legte ich meine Hand auf Harrys Schulter, grinste aber trotzdem immer noch. Plötzlich quietschte ich auf, deutete auf das Gebäude vor mir und zog Harry Richtung Eingang. Die anderen folgten meinem Blick.
Insekten- und Schmetterlingshaus
Das hintere Wort löste Begeisterung in mir aus. Schon als kleines Kind hatte ich immer versucht bei uns im Garten Schmetterlinge zu fangen und sie in Nutella-Gläser zu stecken. Zumindest so lange bis meine Mutter mir erklärt hatte, dass die Schmetterlinge das nicht so cool fanden.
„Also irgendwelche ekligen Insekten muss ich mir ehrlich gesagt jetzt nicht geben.", meinte Liam und verzog das Gesicht. Die anderen schienen meine Begeisterung ebenfalls nicht zu teilen. Enttäuscht sah ich auf den Boden. „Wenn du willst, gehe ich mit dir.", sagte Harry und lächelte mich an. „Wirklich?", fragte ich mit leuchtenden Augen. Alleine wollte ich nämlich nicht gehen. „Klar, die anderen können ja ein Eis essen oder so." Er warf Niall einen Blick zu und dieser nickte begeistert. „Na dann los!" Harry legte eine Hand auf meinen Rücken und wollte mich gerade Richtung Eingang schieben als sein Handy klingelte. Er zog es aus seiner Hosentasche und sah auf den Bildschirm. Ich schielte ebenfalls drauf und erkannte den Kontakt: Nadine♡
„Ist schon okay", sagte ich. „Geh ruhig ran. Ich bin ein großes Mädchen und kann auch alleine die Schmetterlinge bestaunen." Er sah mich zweifelnd an und wollte etwas sagen, doch Alex kam ihm zuvor: „Ich geh mit dir. Dann kann Harry in Ruhe mit seiner Freundin telefonieren." Er lächelte mich an und ich nickte fröhlich. Harry presste stumm die Lippen aufeinander bevor er sich umdrehte und den Anruf entgegennahm.
Ich beachtete ihn nicht weiter, da Alex mir seinen Arm anbot und ich mich unterhakte.
Im Gebäude herrschten tropische Temperaturen und überall standen Pflanzen herum. Zuerst gab es einige ausgestellte Insekten in Glaskästen eingeschlossen. Durch eine Schleuse kamen wir schließlich in den für mich interessanteren Teil.
Überall flatterten die bunten Insekten herum oder saßen auf den Blättern und Blüten der Pflanzen. Ich machte ganz viele Fotos mit meinem Handy. Dass Alex mich dabei amüsiert beobachtete, störte mich nicht. „Nicht bewegen!", sagte er auf einmal und ich stand ganz still. Alex hatte sein Handy hervorgeholt und fotografierte mich. Ich lächelte leicht und schaute auf den Boden, darauf bedacht meinen Kopf bloß nicht zu bewegen. Dann spürte ich etwas in meinen Haaren und sah aus den Augenwinkeln etwas blaues davon fliegen. „Das ist wirklich schön geworden.", sagte Alex und zeigte mir das Bild. Ein blauer Morphofalter hatte sich auf meinen Haaren niedergelassen und wenn er noch etwas geglitzert hätte, dann hätte man ihn für eine Haarspange halten können. Es sah wirklich cool aus und ich bat Alex darum, es mir später zu schicken.
Wir machten noch einen Fotos von den Schmetterlingen und ein paar Selfies zusammen. Dann ging es durch eine weitere Schleuse wieder nach draußen und ich atmete tief durch. Trotz der schönen Schmetterlinge drinnen, war ich jetzt froh wieder frische und etwas kühlere Luft zu bekommen. Wir fanden die anderen etwas abseits auf zwei Bänken sitzen. Ich machte von hinten schnell ein Foto von ihnen. Wie die Hühner auf der Stange, hatten sie sich alle auf die Rückenlehne gesetzt. Vorsichtig schlichen Alex und ich uns an. Er hielt Josh von hinten die Augen zu, während ich über Nialls Schulter nach seinem Eis griff und es ihm wegschnappte. Als ich daran leckte, fing der blonde Ire fast an zu weinen und schnell gab ich es ihm mit einem Kuss auf die Wange wieder. "Iiih, Leni du hast jetzt ganz kalte Lippen!", meinte er und die anderen lachten. Ni stand auf und legte einen Arm und meine Schulter. Die anderen erhoben sie ebenfalls und ich sah wie Louis verzweifelt versuchte die Spitze seiner Eiswaffel vom Tropfen abzuhalten. Mit einer Hand griff ich in eine der Seitentaschen meines Rucksacks und überreichte Louis ein Taschentuch. Er nahm es dankend an und wickelte es um die Waffel.
Den restlichen Weg durch den Zoo über blödelten wir rum und machten Fotos voneinander. Meinen Onkel baten wir um ein Gruppenfoto, auf dem Liam und Zayn mit schockierten Gesichtern mir ihre Hände vor mein Gesicht hielten, damit ich nicht erkannt wurde. Das Bild würde später auf der Instagram Seite von One Direction hochgeladen werden.
„Ach übrigens Lena, auf Twitter gibt es unzählige Anfragen, ob du irgendwie auch auf Social Media unterwegs bist und wie du da heißt. Wir können ja leider nicht deinem privaten Account folgen, da die Fans das mitbekommen würden. Was hältst du also davon noch einen Account anzulegen, einen öffentlichen für die Fans? Und dort kannst du ein paar Eindrücke von der Tour und den verschiedenen Ländern posten oder manchmal Bilder, wo man nur deine Haare sieht oder von hinten oder so." Ich war ziemlich überrascht von diesem Vorschlag und willigte ein: „Klar, wieso nicht? Aber ich muss hoffentlich keine Vertragsklauseln mit Modest! unterschreiben oder sowas?!" Mit der letzten Frage wandte ich mich an Paul. "Du stehst in keinem Geschäfts- oder Vertragsverhältnis mit Modest! was das angeht. Du solltest nur keine privaten Bilder der Jungs oder so teilen, aber ich denke, das versteht sich von selbst.", antwortete er mir. Ich nickte und wir liefen Richtung Pinguine. Dort beobachteten wir eine weitere Fütterung zusammen mit einer Grundschulklasse, die heute wohl einen Ausflug hatte. Als wir uns noch im Aquarien-Bereich des Zoos aufhielten, verzog sich die Sonne langsam etwas und wir schlenderten Richtung Ausgang.
Mit den Vans ging es wieder Richtung Hotel, wo die Busse immer noch auf dem hinteren Parkplatz standen. Mittlerweile schienen allerdings einige Fans die Tourbusse entdeckt zu haben und hatten es offenbar getwittert. Als wir durch das Tor auf den Parkplatz fuhren, klopften jede Menge Hände gegen die verdunkelten Fensterscheiben. Ich zuckte erschrocken zusammen und versuchte den Lärm von außen zu ignoriere. Alex nahm meine Hand in seine und strich mit dem Daumen sanft darüber. Ich lehnte mich gegen seine Schulter und war sehr erleichtert, dass Preston mit den anderen Bodyguards und der Hotel-Security es schafften, die Fans davon abzuhalten ebenfalls das Tor zu passieren.
Offenbar hatte man uns Zutritt über den Hintereingang verschafft, denn James und Paul parkten dort die Wagen und wir stiegen aus. Die Fans konnten uns aus dem Winkel glücklicherweise nicht sehen, trotzdem beeilte ich mich, schnell ins Innere zu gelangen. Wir folgten einem Mitarbeiter durch einen Gang an der Küche vorbei, durch eine Tür und fanden uns schließlich in der Lobby wieder. Paul ging zur Rezeption und die Jungs ließen sich in die Sessel und auf die Sofas fallen. James war als Unterstützung zum Tor gegangen.
„Das ist echt gruslig, Leute!", sagte ich und setzte mich neben Zayn. „Ja, am Anfang war es echt heftig, aber mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt.", erklärte Niall achselzuckend. „Wie kommen wir denn jetzt an unsere Sachen?", wollte ich wissen als Paul wieder zu uns kam. „Josh und die drei anderen gehen jetzt schon. Auf euch haben es die Fans ja nicht abgesehen." Er lächelte verschmitzt und die anderen grinsten zurück. „Die 1D Boys gehen immer zu zweit, begleitet von mir. Niall und Liam, Harry und Zayn und Louis und Lena.", fuhr mein Onkel fort. Alle nickte, bis auf Louis, der abwesend auf den Boden starrte. „Wir gehen in der genannten Reihenfolge. Zieht bitte eure Caps und Sonnenbrillen auf. Wenn ihr wieder in der Lobby seit, fragt an der Rezeption nach euren Zimmern und Schlüsseln. Ihr seid so aufgeteilt wie auch grade die Pärchen sind." Er warf mir und Louis einen prüfenden Blick zu und ich nickte. Das würde mir endlich die Gelegenheit geben um mit Louis alleine zu reden.
Alex, Jon, Dan und Josh marschierten wieder los Richtung Busse, gefolgt von Paul, Liam und Niall.

Als wir alle auf unseren Zimmern waren, konnte ich nicht länger an mich halten.
„Lou?", fragte ich und er hob den Kopf und sah mich fragend an. Wir saßen beide auf unseren Betten, das Handy in der Hand. „Darf ich dich mal was persönliches fragen?", legte ich nach und er nickte und legte sein Handy weg. Ich holte tief Luft. „Was hat es mit der Trennung von Eleanor auf sich? Ich meine, ich kenne sie nicht, aber durch Emily wurde mir immer vermittelt, dass ihr das Traumpaar überhaupt seid." Sein Blick trübte sich. „Das ist alles nicht so einfach.", sagte er leise. „Wir haben uns selten gesehen und hatten beide das Gefühl uns voneinander entfernt zu haben. Es war eine einvernehmliche Trennung." Er schwieg kurz. „Ich wünschte, das wäre alles nie so passiert...", murmelte er. „Du bereust die Beziehung mit ihr?", fragte ich überrascht und er schüttelte den Kopf. „Aber was denn dann? Lou, sag mir bitte was los ist. Ich weiß du versuchst immer noch der fröhliche Louis zu sein, den die anderen kennengelernt haben, aber selbst ich merke, dass du zwischendurch abgelenkt und abweisend bist. Und das obwohl ich dich nichtmal so lange kenne." Er schluckte. „Brianna...", sagte er kleinlaut. „Wer ist Brianna?", fragte ich und er senkte den Blick. „Sie ist- war meine Freundin. Wir hatten nach der Trennung von El einen kurze Affäre. Sie ist nett, aber da ist kein Funke übergesprungen.", erklärte er mir. „Ja und was ist dann mit ihr?", halte ich nach. Dem Jungen musste man wirklich alles aus der Nase ziehen. Er fuhr sich mit den Händen durch die Haare und sah mir verzweifelt in die Augen. „Sie ist schwanger, Lena!"


Dadadadammmm. Und hier machen wir jetzt einen Cut. Ist das böse? 🤔
Sagt mal, kennt ihr das, wenn ihr euch was kleines zu essen nehmt und es eigentlich genießen wollt, aber dann macht ihr irgendwas anderes und mampft es so zwischendurch und dann ist es plötzlich weg und ihr denkt euch so: f*** ich wollte das doch genießen...
Oder vielleicht bin nur ich so gestört haha.
Wie fandet ihr das Chap? Ist euch eventuell das neue Cover aufgefallen? Wie findet ihr das?
Ich werde übrigens demnächst immer so ein paar Konzerte skippen, damit sich das nicht so zieht wie Kaugummi...
Ach und eins noch:
Smile! You are beautiful!
LoL
Lexy

Suddenly Directioner ||One Direction Ff||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt