Es dauerte für meinen Geschmack etwas zu lang bis ich vollständig mit meinem Aussehen zufrieden war, aber im Nachhinein hatte der Aufwand sich wirklich gelohnt. Es fühlte sich gut an, mal wieder etwas anderes zu tragen als ein Schlabberhemd und eine Jogginghose. Nachdem ich fertig war, nahm ich mir noch ein leichtes Jäckchen mit, da es abends im Frühsommer doch noch etwas kühl war. Als ich mich dann nochmal im Spiegel des Flures betrachtete, hörte ich, wie Max die Treppe runter kam. "Wow... Als ich gemeint hab, du sollst dich wieder deinem früheren Alltag zu wenden, meinte ich damit nicht direkt auf eine Party zu gehen", meinte er, kniff die Augen zusammen und kratzte sich verwirrt am Hinterkopf. Ich schluckte. Es wäre egoistisch von mir Max anzulügen, nach allem, was er für mich getan hatte. Jedoch... "Ich geh doch nicht auf eine Party", sagte ich und lachte, "Ich treffe mich mit Veronica im Popˋs und dafür wollte ich mich halt mal wieder etwas herausputzen." "Achso, na dann." Etwas nervös fragte ich: "Ist es okay, wenn ich bei Veronica übernachte? Wir haben ja einiges nachzuholen." "Eigentlich wäre es besser, wenn du das Ganze etwas langsamer angehst, aber ich bin mir sicher, dass Veronica sich gut um dich kümmert." Gerade, als ich ihm danken wollte, ertönte das Hupen eines Autos. "Veronica ist da. Ich sollte gehen", erklärte ich und umarmte Max eilig. "Na dann viel Spaß euch. Wir sehen uns morgen", meinte er, bevor ich das Haus verließ.
Draußen erkannte ich, dass nicht Veronica am Steuer saß, sondern ihr Fahrer, weshalb ich mich direkt nach hinten zu ihr setzte. Sekunden später lagen auch schon Veronicas Arme um mich. Sie zog mich an sie ran und begrüßte mich herzlich. "Ich hab dich wirklich echt super mega krass vermisst." "Zwar etwas dick aufgetragen, aber damit kann ich leben", lachte ich, "Ich hab dich auch echt vermisst, Vronnie." Ich erwiderte ihre Umarmung, von der wir uns aber kurzdarauf auch wieder lösten. "Wenns nach mir ginge, hätte ich deinen Arsch schon letzte Woche aus dem Bett getreten, aber Jughead hat mir eingeredet, dass ich dir lieber noch Zeit lassen sollte. Scheinbar hatte er recht. Aber das ist ja jetzt egal. Wichtig ist, dass es dir besser geht", erklärte sie energiegeladen. "Und das geht es mir auch", meinte ich und blickte aus dem Fenster. "Das ist hervorragend, denn ich hab gehört, dass jemand Neues zu uns in die Stufe gekommen ist und er heute auch auf der Party sein wird." Natürlich wusste ich sofort auf was Veronica da anspielte, weshalb ich meinen Kopf schüttelte. "Ich bin noch nicht bereit dazu, eine neue Beziehung einzugehen." "Wer sagt, denn was von einer Beziehung? Einfach nur reden kannst du doch wohl?", sagte sie, woraufhin ich schmunzelte. "So ein nettes kleines Gespräch mit einem heißen Typen, hat doch noch niemanden geschadet." Na hoffentlich hatte Veronica recht.
Die Party war schon im vollen Gange, als wir ankamen. Nachdem ich aus dem Auto gestiegen bin, zupfte ich mein Kleid zurecht und betrat zusammen mit Veronica das volle Haus. Auf dem Weg sprachen mich viele Leute an, die mich fragten, wie es mir ginge und was passiert wäre, da ich ja zwei Wochen nicht in der Schule war. Immer, wenn ich anfangen wollte zu reden, schob Vronnie mich weiter, sodass ich keine Chance hatte etwas zu sagen. "Weniger quatschen, mehr trinken", quakte sie mir ins Ohr. Anfangs hatte ich mich über ihren Rat lustig gemacht, jedoch merkte ich schnell, dass ich es zur Realität werden ließ.
Veronica brachte mich in den Garten und von Weitem konnte ich erkennen, dass Archie, Betty, Kevin und Ander dort zusammen an einem Tisch saßen. Alle Vier standen direkt auf, als sie mich sahen und rannten auf mich zu. "Anni!" Sehnsüchtig nahm ich sie alle einzeln kurz in den Arm. "Schön dich mal wieder zu sehen. Wir haben dich alle richtig vermisst", erklärte Betty und drückte mich fest an sich. "Es tut mir Leid. Ich hätte euch nicht so ignorieren sollen", meinte ich etwas bedrückt, doch Archie legte seinen Arm um meine Schulter und führte mich an den Tisch, an dem sie vorher saßen. "Du hast bestimmt Lust, mal wieder was zu trinken", sagte er und reichte mir einen Becher. Ich behielt die Tatsache, dass ich die ganze Woche über Alkohol getrunken hatte, lieber für mich.
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Losing Yourself
Romansa~Das ist der zweite Teil von meiner Fan-Fiction "Lost in You", deswegen empfehle ich zuerst den ersten Teil zu lesen~ Was machst du, wenn ein Problem nach dem anderen in dein Leben tritt und sie dich von Tag zu Tag immer mehr beunruhigen? Lohnt es s...
