"Nicht bevor ich es mit dem dunklen Lord besprochen habe. Es ist zu riskant." Sagte Abraxas ruhig, als er am Morgen mit Lucretia am Frühstückstisch saß.
Die dunkelhaarige seufzte leise „Abraxas ich habe nur gefragt, ob ich Endira besuchen kann. Was ist daran riskant?" natürlich fürchtete sie die Antwort zu kennen, doch sagte er: „nun es gibt eine Gruppierung die weiß, was wir vorhaben und die sich uns in den Weg stellen will. Ich möchte nicht dass du da mit hineingezogen wirst."
Lucretia fuhr sich durchs Haar und trank ihren Kaffe aus.
„Schön dann sprich mit Tom. Möglichst bald, bitte" meinte sie kühler, als beabsichtigt.
Der Blonde schenkte ihr einen warnenden Blick, doch nickte dann leicht und erhob sich. Er zog sein schwarzes, leicht glänzendes, Jackett zurecht und meinte „Ich werde mit ihm reden. Ich habe sowieso noch ein Anliegen bei ihm."
Lucretia nickte leicht und erwiderte „gut....bis nachher...Danke." und hatte eine Hand an ihren, noch flachen, Bauch gelegt. Mit einem kurzen Nicken des Abschieds, war der Malfoy auch schon disappariert.
Sie ließ sich in ihrem Stuhl zurückfallen, während ein Hauself den Tisch abräumte. Ruhelos erhob sie sich aus dem Stuhl und beschloss sich mit einem Buch abzulenken. Statt eines Buches, fiel ihr Blick jedoch auf die Zeitung ‚Nobby Leach vorläufig seines Amtes entzogen' erschien es in den Schlagzeilen. Zögernd griff sie den 'Daily Prophet' und las den kurzen Artikel:
Aufgrund ungeklärter Umstände, teilte das britische Zaubereiministerium heute Morgen mit, dass der ehemalige Zaubereiminister vorläufig seines Amtes enthoben wurde. Die genauen Gründe seien, laut des Pressesprechers des Ministeriums, noch streng unter Verschluss. Man nehme aber an, es habe mit der Verurteilung des Antiquitätenhändlers ‚Giles Grouse' zutun.
Etwas nachdenklich legte sie die Zeitung nieder. Giles Grouse war doch der Mann gewesen, den Abraxas mit ihr besucht hatte? War es möglich, dass einer von Toms perfiden Plänen nun tatsächlich funktionierte? Ehe sie genauer darüber nachdenken konnte tauchte jedoch ihr Zwilling vor ihr auf.
„Orion!" meinte sie erschrocken zu ihrem Bruder und fasste sich ans Herz.
Der dunkelhaarige Black grinste müde. Er wirkte erschöpft.
„Guten Tag, Schwesterchen. Auch schön dich zu sehen" sagte er ironisch.
Lucretia verdrehte die Augen mit einem Schmunzeln „Jaja..wieso bist du hier? Falls du Abraxas suchst, er ist bei Tom."
Ihr Bruder schüttelte den Kopf „Nein nein ich habe dich gesucht. Ich komme gerade von Ihnen. Ich sollte dich mitbringen. Soweit ich weiß wollten sie mit dir reden."
Sie seufzte schwer aber nickte langsam „ich habe ohnehin wohl keine Wahl, oder?"
Orion schüttelte den Kopf beinahe entschuldigend und bot ihr dann seine Hand an. Wenige Sekunden später standen sie in einer Art Büro. Hier traf Tom nur seinen engsten Kreis. Sie merkte wie ihr etwas übel wurde und sie hielt sich kurz an ihrem Bruder fest, um nicht zu fallen. Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, wie Abraxas aufstand und zu ihr kam. Er geleitete sie zum Ledersofa wo er sich mit ihr setzte. Tom saß in einem ledernen Sessel und Orion verabschiedete sich sogleich auch wieder.
„So so. Hat Abraxas es also endlich geschafft." stellte Riddle fest und grinste.
Lucretias Blick sprach Bände. Man könnte mein sie würde ihn am liebsten vergiften, aber dennoch nickte sie nur leicht. Sie wusste ja warum sie wahrscheinlich hier war. Sie spürte Abraxas Arm um ihrer Taille und tatsächlich fühlte es sich kurz so an, als würde er ihr raten wollen höflich zu sein.
Riddle zog die Augenbrauen hoch, aber räusperte sich dann "Nun ich habe gehört du willst Endira Tripe besuchen...ich bin nicht sicher wieviel du weißt. Immerhin hast du Okklumentik mittlerweile gut geübt, nichtmal Orion kommt noch in deinen Kopf" er grinste gelassen, als er sie quasi darüber informierte, dass Orion Leglimentik an ihr probiert hatte.
Es war kein Geheimnis, dass Abraxas es gelegentlich getan hatte, oder Tom. Doch Orion?
Sie musste sich sehr um einen ruhigen Gesichtsausdruck bemühen.
Dann fuhr Tom fort "Wie auch immer..Endira Tripe gehört zu einem Haufen an Blutsverrätern und Schlammblütern, die uns an unserem Vorhaben hindern wollen. Für gewöhnlich kenne ich ihre Pläne, doch es kommt mir nur gelegen, dass du mit ihr in Kontakt treten möchtest." seine Stimme war eisig kalt und jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Aus reflex legte sie eine Hand an ihren Bauch und verengte die Augen leicht.
"Worauf willst du hinaus?" Fragte sie den Dunkelhaarigen leise.
Riddle grinste „du wirst dich mit ihnen verbünden. Natürlich nicht wirklich. Nur zum Schein. Du wirst mein Schlüssel zu all ihren dummen kleinen Geheimnissen. Ich erwarte zweimal die Woche einen ausführlichen Bericht. Glaub mir ich merke wenn du lügst, also versuch es gar nicht erst."
Lucretias Atem stockte, doch nun mischte sich auch Abraxas ein „Aber du wirst dich auf keinen Fall in Gefahr begeben. Das Leben unseres Kindes und...dir..." -er räusperte sich kurz- „ist wichtiger"
Toms Blick verengte sich dabei etwas, doch nickte er etwas genervt „jaja sicher."
Kurz überlegte die ehemalige Black einfach nein zu sagen. Sie belehrte sich jedoch bereits in der nächsten Sekunde eines besseren. Das war die einzige Möglichkeit Toms Vertrauen zu gewinnen und gleichzeitig ihren Freunden zu helfen. Sie atmete tief durch ehe sie langsam nickte „na schön. Allerdings habe auch ich Bedingungen." forderte sie.
Riddle lachte dunkel „Achja? Die da wären?" und schüttelte den Kopf belustigt.
Sie sah direkt in seine grünen Augen, als sie sagte „Du wirst mir kein Haar krümmen. Nicht du und nicht einer deiner Anhänger. Das wirst du schwören müssen. Wie Abraxas schon sagte: mein Kind und mein Leben sind wichtiger als das hier."
Der Malfoy meinte leise beinahe etwas knurrend „unser Kind" und legte besitzergreifend eine Hand an ihren flachen Bauch.
Der selbsternannte dunkle Lord zog amüsiert eine Augenbraue hoch „Schön...für die Dauer deiner Schwangerschaft werde ich schwören nichts zu tun und niemandem zu befehlen dir weh zu tun. Ausgenommen von dieser Regelung ist selbstverständlich Abraxas. Ich werde ihm nichts befehlen, aber er ist dein Ehemann er kann tun was er will." auf Toms Lippen lag ein gerissenes Grinsen.
Leise seufzte sie, doch mehr würde sie nicht erreichen, also stimmte sie der Vereinbarung zu. „So sei es."
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Hidden Scars//Harry Potter FF
FanfictionNachdem Lucretia in ihrem letzten Schuljahr eine Beziehung mit dem arroganten Abraxas Malfoy eingehen musste, ist nun ein Jahr vergangen. Abraxas und Lucretia haben geheiratet, doch der Strudel der Dunkelheit reißt sie mehr und mehr in den Abgrund...
