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and ain't it funny how you ran to her / the second that we called it quits? - traitor, Olivia Rodrigo

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Florence hat Harry erzählt wie es mit Tina Goldberg gelaufen ist und obwohl der darauf bestanden hat, sie suchen zu gehen und noch einmal probieren sie zu überreden, hat Florence nur den Kopf geschüttelt.

Sie will das Gespräch über Addy und Niall nicht einfach hinter sich lassen und so tun als wäre es nie passiert. Zu viel gibt es dort noch, dass Harry vielleicht nicht mal selbst weiß. Zwar erklärt all das, was sie in der letzten halben Stunde gehört hat, genau seine traurige Ausstrahlung, aber viel mehr beschäftigt sie, wie Harry wohl offensichtlich glaubt, dass er nicht diese kitschige, große Liebe verdient hat, die er sich so offensichtlich wünscht.

Jeder sollte so eine haben. Diese eine Person, die einen fühlen lässt, als wäre man der beste Mensch der Welt und all die Unsicherheiten und Fehler, die man selbst immer am meisten sieht in den Hintergrund stellt. Die, alles für die Glück des anderen geben würde.

Und wenn Florence so darüber nachdenkt, hat sie vermutlich genau das schon bekommen. Das erste Jahr mit Robbie ist der Inbegriff all dieser Sachen. Voll von kleinen Zetteln mit Ich liebe dichs und dem anderen jedes Liebeslied zu schicken, dass man hört, weil es einen so sehr daran erinnert. Im Nachhinein hasst Florence es immer noch, dass sie nie wieder You Are In Love von Taylor Swift hören kann ohne an Robbie zu denken.

Glücklicherweise hat sie mit Lover ein ganzes Album an Liebesliedern, die sie mal irgendjemandem widmen kann. Auch wenn der Titelsong vermutlich immer Harry gehören wird. Ein Lächeln ziert ihr Gesicht, wenn sie an ihren Tanz im Ballsaal denkt, trotz allem, was danach noch passiert ist.

Sie knallt beinahe in Harrys Rücken, als er plötzlich am Fuß der Treppe stehen bleibt, so sehr hat sie in Erinnerungen geschwelgt. Er hat ihre Hand nicht wieder genommen, vermutlich davon überzeugt, dass Florence es auch allein schafft hinter ihm herzulaufen. Sie hätte gern wieder seine Hand gehalten, aber sie ist nicht in der Position nach ihr zu greifen.

Wenn Harry ihre Hand nicht halten will, dann muss sie das wohl akzeptieren.

Es ist nicht so, dass sie das nicht verstehen würde.

„Siehst du Robbie?", fragt er und dreht sich dafür zu ihr um. Er muss schon wieder schreien. Denn die Musik ist unglaublich laut, besonders entgegen der Stille, die im Innenhof geherrscht hat und es ist auf einmal auch wieder unheimlich heiß.

Aber nichts in der Welt würde sie dazu bringen Harrys Pulli wieder auszuziehen.
Er fühlt sich an wie der letzte Faden des Vertrauens, an dem ihre Freundschaft hängt.

Harry hat sich in den Kopf gesetzt, dass Robbie bestimmt Kontakte hat, die über Tina Goldbergs Kopf hinweg entscheiden können. Vermutlich hat er damit auch recht, aber dennoch könnte sich Florence einiges schöneres vorstellen, als Robbie entgegen treten zu müssen.

„Nein, alles was ich sehe, ist dein Rücken!", grinst sie sarkastisch und deutet mit den Händen ihren Größenunterschied an. Harry verdreht die Augen.

„Sorry, hab vergessen, dass du ein Zwerg bist", er tritt ein Stück zur Seite, so dass sie nun auch den überfüllten Clubraum sehen kann. Robbie sieht sie nicht. Dafür aber das betrunkene Mädchen, das sie am Anfang ihres Clubbesuchs getroffen haben. Es scheint ihre Freunde wiedergefunden zu haben. Denn sie stehen nun zu dritt eng tanzend in einer Blase. Ein anderes Mädchen zieht ihr gerade den Rock ein wenig runter, so dass Florence nun keinen Ausblick mehr auf ihren Hintern hat.

„Nein, ich seh ihn nicht!", brüllt Florence gegen die Musik an, während Harry sich ein wenig mehr in die Menge mischt, als hätte er dadurch eine bessere Chance Robbie zu finden. Sie will sich nicht über das beschweren, was passiert ist - zu sehr will Florence es dafür wiederholen - aber es war definitiv nicht die beste Taktik, um jemanden in einem vollen Club zu finden.

Reallife Art // h.sGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt