Ich sitze in der Schule. Wir haben Mathe und unsere Lehrerin versucht uns grade ein neues Thema beizubringen. Ich bringe mich wie immer in den Unterricht mit ein, ich mag Mathe zwar nicht unbedingt, trotzdem will ich bei meinen Lehrern einen guten Eindruck hinterlassen. Außerdem bin ich auch gar nicht so schlecht in Mathe. Unsere Lehrerin, stellt uns grade eine Frage, sofort schnellt meine Hand in die Luft, ich werde dran genommen und siegessicher, dass ich und niemand anderes die Antwort geben kann, beantworte ich ihre Frage. Sie lächelt und nickt und führt den Unterricht fort, als sich an der Türe jemand mit einem räuspern bemerkbar macht.
~die Stimme kenne ich~
Ich drehe mich um und sofort pocht mein Herz stark gegen meine Brust.
~sie ist hier, warum?~
Alle drehen sich zu ihr um und lächelnd läuft sie nach vorne an die Tafel, als unsere Mathelehrerin sie hereinbittet. Ich verfolge jeden ihrer Schritte.
~sie hat sich kaum verändert, seit damals, als ich sie das letzte mal gesehen habe, das letzte mal von ihr Unterrichtet wurde, sie ist noch immer einfach perfekt in meinen Augen, ihre Ausstrahlung purer Energy und Freundlichkeit, Herzlichkeit und Wärme, all das ist nur der kleine Teil, den ich an ihr Liebe~
"Hey, ich weiß es kommt etwas überraschend, dass ich jetzt hier bin, aber ich habe euch vermisst und wollte euch besuchen kommen." als sie das sagt schaut sie mich an, oder bilde ich mir das nur ein.
"Ich werde gleich, wenn die Mathestunde vorbei ist, mit euch einen kleinen Ausflug zum Wasserschloss machen, es ist so heiß, ich glaub ihr braucht mal ein bisschen frische Luft." lacht sie fröhlich. Alle Schüler stimmen laut jubelnd ein. Ich freue mich in meinem inneren, aber ganz anders als meine Klasse. In mir tanzen die Schmetterlinge als wären sie auf einer riesen Party, mein Herz schlägt Purzelbäume und meine Gedanken und Gefühle schwirren in meinem Kopf durcheinander und lassen mich strahlen.
Als die Mathestunde dann endlich vorbei ist, Ausnahmsweise konnte ich es mal nicht erwarten, bis endlich das Stundenende kommt, packe ich schnell meine Sachen und laufe raus ins Gebäude um mich zu ihr, zu gesellen. Meine Freunde habe ich ganz vergessen. Ich bin tatsächlich die erste draußen und werde nun doch etwas nervös, als wir alleine in der großen Halle stehen. Sie schaut verträumt aus dem Fenster und scheint mich noch nicht bemerkt zu haben. Leise laufe ich auf sie zu und stelle mich schräg hinter sie.
"Ich habe Sie auch vermisst." flüstere ich. Sie dreht sich zu mir um und lächelt als sie meine Augen fängt, die sich sofort in ihren verlieren.
Dann kommen auch die anderen Schüler aus dem Klassenraum gestürmt und schnell unterbreche ich den Blickkontakt und laufe zu meinen Freunden.
Als alle sich versammelt haben, gehen wir los, das Wasserschloss ist direkt neben der Schule, der Fußweg dorthin dauert nur 10 min. Ausgelassen und fröhlich unterhalten sich alle. Nur ich bin still und laufe neben meinen Freunden nebenher. Ich beobachte Sie, sie ist ein paar Meter weiter vorne und unterhält sich mit Schülern, was mich erlich gesagt, etwas eifersüchtig macht. Aber ich bin zu schüchtern um ein Gespräch mit ihr anzufangen, weshalb ich nichts dagegen tun kann.
Irgendwann, ich bin schon wieder in meiner Traumweld, in der ich in einer schattigen, ruhigen Ecke mit ihr stehe und sie küsse, ich habe gar nicht bemerkt, dass ich alleine am Schluss laufe, räuspert sich jemand neben mir.
Erschrocken schaue ich ihn ihre Richtung. Sie lacht leise.
"Sie haben mich erschreckt." schmolle ich. Sie grinst nur.
"Wieso läufst du allein?" fragt sie dann.
"Oh, ich war in Gedanken." antworte ich rot werdend und blicke nach vorne.
"Woran hast du gedacht?" fragt sie neugierig.
"Sie sind sehr neugierig." antworte ich nur und lache. Sie lacht ebenfalls.
~oh, ihr lachen, es ist von einer anderen Welt, ich liebe es, ich habe es so vermisst~
Wir sind da und die Schüler stellen sich in einen Kreis, mit freuden Stelle ich fest, dass sie neben mir bleibt. Sie bittet alle um ruhe.
"Also, ihr dürft jetzt überall hingehen, in einer halben Stunde treffen wir uns alle wieder hier, und keiner verlässt das Gelände."
Sofort strömen alle Schüler in verschiedene Richtungen. Ich gehe wiederwillig zu meinen Freunden.
~sie will bestimmt nicht das ich bei ihr bleibe~
Gemeinsam gehen wir zum kleinen See und setzen uns ans Ufer. Wir unterhalten uns eine Weile, bis Sie plötzlich zu uns kommt.
"Hey ihr drei." begrüßt sie uns.
Wir grüßen sie zurück und bitten ihr den Platz neben uns an. Sie lächelt aber schüttelt den Kopf. Entäuscht schaue ich auf den See.
"Leona, können wir kurz reden?" fragt sie mich plötzlich. Mein Herzschlag rasst, und mir wird ganz heiß.
~was wird jetzt passieren, wenn wir alleine sind, kann ich mich zurückhalten?~
Ich nicke und stehe auf. Sie geht vorraus und ich folge ihr. An einer schattigen, gut geschützten Stelle bleibt sie stehen und dreht sich zu mir.
Mittlerweile zitter ich am ganzen Körper. Sie nimmt meine Hand und schaut mir in die Augen.
"Wieso bist du so nervös?" fragt sie leise. Ich weiß nicht was ich antworten soll. Mit ihrer Hand um meiner kann ich nicht klar denken. Ich schaue auf die Hand und wieder zurück in ihre Augen.
"Wieso wollten Sie mit mir sprechen?" frage ich leise.
"Bitte nenn mich doch Sabina." antwortet sie lächelnd.
Ein Glücksgefühl durchströmt meinen Körper. ~ich darf sie dutzen~
Ich nicke und lächle nervös, immer noch darauf wartend, warum sie mit mir sprechen wollte.
Plötzlich dreht sie uns so, das ich nun am Baum stehe und drückt mich dagegen. Erschrocken quietsche ich auf.
Sie kommt meinem Gesicht immer näher. Meine Atmung wird schneller, meine Augen wechseln, zwischen Augen und ihren Lippen. Ich sehe das auch sie abwechselnd auf meine Lippen oder in meine Augen schaut.
Alles um mich herum, habe ich längst vergessen, ausgeblendet. In diesem Moment gibt es nur uns beide. Dann liegen ihre Lippen auf meinen. Alles was vorher in mir verrückt gespielt hat, stopt Plötzlich, als gebe es einen Kurzschluss. Ihre weichen Lippen, bewegen sich auf meinen, ich passe mich ihrem Rhythmus gierig an, endlich der langersehnte Kuss. Der Kuss wird immer verlangender, bis ich meine Zunge gegen ihre Lippen drücke, sie öffnet ihren Mund und sofort entfacht sich ein Zungenkampf, welche den Mund der anderen zuerst erkunden darf. Sie gewinnt ihn schließlich und erkundet alles in meinem Mund. Nach einer Weile lösen wir uns keuchend und nach Luft schnappend, voneinander.
"Ich liebe dich, Leona!" flüstert sie.
"Ich liebe dich auch, Sabina!" flüster ich ebenfalls.
