Jamie P.o.V
6 or 7 days
Schön und gut das Blake und ich uns anscheinend wieder vertragen haben, aber muss er mir direkt so auf die Pelle rücken? Es war nur ein Kuss, ein kurzer romantischer Moment. Nicht mehr und nicht weniger.
Samstag und Sonntag konnte ich ihm noch gut aus dem Weg gehen. Nur Stalker rufen dich acht Uhr morgens an und fragen ob du mit ihnen Frühstücke gehen sollst. Ist ja alles ganz „niedlich" für einen Dreizehnjährigen, mit sechzehn oder siebzehn (wie alt ist er eigentlich?) wirkt es dann doch ziemlich anhänglich. Ich wimmelte Blake einfach ab und meinte das ich mich um die an Schnupfen erkrankte Olivia kümmern muss, nur Blöd das ich sie kurz darauf nicht aufhalten konnte zu einer Strand Party zu gehen. Solange Blake nicht zufällig da war und somit wohl seine erste Party ausfallen lassen hat, muss ich mir keine allzu großen Sorgen machen.
An einem Montagmorgen mit Kopfhören im Ohr, tanzend Pfannkuchen zu machen ist zwar nicht meine übliche Art, heute hatte ich jedoch einfach Lust darauf. Zwar werde ich selber keine davon Essen mache aber so wenigstens meinen restlichen Familienmitgliedern eine Freude.
Mit einem Ruck werden mir die Kopfhörer aus den Ohren gezogen. Erschrocken drehe ich mich um und Blicke in die Gesichter meiner nicht besonders erfreuten Eltern. „Kannst du uns mal Verraten was der ganze Krach soll?" werde ich angeschnauzt.
Betreten schaue ich zu Boden. „Ich mache Pfannkuchen."
„Du isst viel zu viel Zuckern und bewegst dich zu wenig!" tadelt meine Mutter. „Kein Wunder das du immer soweit geschnittene Sachen tragen musst." Missbilligende wirft sie einen Blick auf meinen grauen Hoodie und die schwarze lockere Jogginghose. „Deine Haare könntest du auch ruhig offen tragen und die Brille erst."
„Ich kann mit ihr shoppen gehen." Meldet nun auch Olivia sich zu Wort.
Betreten schaue ich zu Boden. „Ich mache Pfannkuchen."
„Hast du wenigstens auch an uns gedacht und mehr gebraten?"
„Die sind für Ava." Meine ich stur. „Sie hat heute Geburtstag."
Mit neutralem Blick nehme ich den Teller mit den Pfannkuchen auf die Hand und sause an meiner Familie vorbei. Im vorbei gehen hänge ich mir noch meine Tasche über die Schulter und versuche einhändig meine Schuhe anzuziehen.
Natürlich ist das völliger Quatsch. Weder hat sie heute Geburtstag, noch würde ich ihr einfach ein Teller Essen schenken.
Toll, so stehe ich nun hier. Mit einem vollbepackten Teller, Jogginghose und meiner Schultasche über der Schulter. Wie Stylisch.
Verdammt! Jetzt brummt noch mein Verdammtes Handy. Mit der linken Hand hantiere ich an meiner rechten Seitentasche herum, voll Akrobatisch. Erst als meine Finger das kühle Metall umfassen ziehe ich es hervor.
Eine Nachricht von Blake. Was will der denn schon wieder?
'Von: Nicht drangehen!
Hey, soll ich dich mit zur Schule nehmen? Wäre mir eine Ehre :) Dein BF'
Meint der das ernst? Wie alt ist er, 12?
Bitte lieber Gott, sage mir das BF Blake Fields heißen soll! Lohos sag schon! Was denkt der eigentlich? Ernsthaft, der Typ braucht 'ne Brille. Wenn er das zu Blair geschrieben hätte würde ich es ja noch verstehen. Aber Jamie?
'Von mir aus. Warte auf dich.' Tippe ich nachdenklich in die Tasten ein.
Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder ich stelle mich der Sache oder ich tue so als wüsste ich nicht worüber er redet. Ich könnte ihm klarmachen das ich einen Doppelgänger habe, so wie Elena Katherine oder Steven Silas, dass wäre doch ziemlich glaubhaft. Ich meine, wer glaubt denn nicht das alles bei Vampire Diaries Real ist?
„Was hast du denn alles mit?"
Ohne Aufzublicken schweife ich mit meinem Blick über den immer noch vollen Pfannkuchen Teller in meiner Hand. Wo sollen sie auch so Plötzlich hin sein?
„Ava hat Geburtstag." Antworte ich grummelnd und lasse mich einfach auf den Autositz fallen. Blake hat mir Gentlemanlike die Tür aufgehalten und joggt nun selbst zur anderen Seite. Wieso Joggen? Kann er nicht gehen, wie jeder normale Mensch.
Verwirrt blicke ich auf. „Willst du nicht langsam mal los fahren?"
Wie aus einer Starre schreckt er auf, dreht den Schlüssel im Zündschloss und fährt los. Geht doch.
„Wie war dein Wochenende?" frage ich um Konversation zu betreiben.
Nachdenklich blickt er aus der Frontscheibe und dribbelt mit seinen Fingern auf dem Lenkrad. „Wie immer. Ein bisschen feiern, ein bisschen abhängen."
Suuuper! Da probiert man schon Mal ein Gespräch auf die Beine zu stellen, da antwortet er so gelangweilt.
Kommt es mir nur so vor oder fährt er langsamer als sonst? Wahrscheinlich bilde ich mir schon wieder so viel ein. So wie den Traum den ich so gut wie jede Nacht träume. Langsam habe ich mich daran gewöhnt, bin mir jedoch immer noch nicht sicher was ich davon halten soll. Jedes Mal wenn ich mit Schussverletzungen auf dem Boden liege und er sich über mich beugt, fühlt es sich alles so real an. Wenn er die Kapuze abnehmen will wache ich auf. Jedes verdammte Mal.
„Wir sollten darüber reden." Meint er Plötzlich.
Mit großen Augen blicke ich ihn an. Worüber will er denn reden? Der Kuss? Ist es nicht schon Peinlich genug, muss man noch darüber reden?
„Schieß los." Übertrieben freundlich blicke ich ihn von der Seite an.
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Devil is a Bad Boy
Teen Fiction„Was ist nur aus dem wunderschönen Mädchen geworden das ich einmal kannte?" „Sie ist erwachsen geworden." „Wo ist die Person hin, für die ich getötet hätte?" „Sie existiert nicht mehr." „Was ist aus der geworden, die bis zum letzten Atemzug gekämpft...
