Unknown P.o.V
„Fassen sie mich nicht an!" fauche ich den dummen Polizisten an. „Ich war es nicht! Man hat mir eine Falle gestellt!"
„Das sagen sie alle." Gibt dieser nur Lachen zurück.
„Das bekommst du zurück! DU wirst dir wünschen nie geboren zu sein! Du widerliche Schlampe." Schreie ich sie an.
„Lassen sie mich los!" versuche ich erneut.
„Ich komme wieder! Ich komme wieder!" schreie ich durch die fast geschlossene Wagentür.
Mit den Händen an der Glasscheibe gelehnt sehe ich zu wie alles an mir vorbeizieht, wie alles hinter mir bleibt.
Zuvor:
„Packen sie die noch mit ein." Teile ich der unqualifizierten Verkäuferin mit. „Mit ein bisschen mehr Tempo bitte. Mein Zug fährt um acht. Ich habe nicht ewig Zeit."
„Sie haben noch genügend Zeit, Miss."
„Ach finden sie das?" fahre ich James, meinen Butler an. „Denken sie wirklich das ich noch genügend Zeit habe?"
„Nein, nein." Redet er sich mit zittriger Stimme und einer kurzen Verbeugung raus.
„Sie dürfen gehen." Rede ich belanglos weiter. „Ich brauche sie hier nicht mehr, James."
„Nirgends findet man mehr qualifiziertes Personal." Unterhalte ich mich weiter mit der Verkäuferin. „Aber sie kennen sich ja sicherlich damit aus."
Diese ganzen erbärmlichen Menschen regen mich auf. Nichts bekommen sie auf die Reihe. Sie alle sollten sich an mir ein Beispiel nehmen.
„Mrs. Kingston? Ihr Wagen steht bereit um sie zum Bahnhof zu bringen."
Mit Tüten und Kartons bepackt mache ich mich auf den Weg zum Auto, ich hätte ihn doch nicht so voreilig gehen lassen sollen.
Meine übereifrige Intelligenz bildet sich nicht immer zu meinem besten aus.
Haltet mich ruhig für Arrogant, Eingebildet oder was auch immer. Aber denkt daran: Ich bin besser!
Wenn ihr wüsstet wie egal es mir ist was andere Menschen über mich denken, dann hättet ihr den Satz nicht gelesen. (Weil es mir total wichtig ist was andere über mich denken)
Ich sage doch meine Logik ist ein wenig zu anspruchsvoll für euch.
Die Tüten im Kofferraum verbaut und den Fahrer angewiesen geht es dann endlich auf zum Bahnhof. Ich würde mich ja gerne frisch machen aber die Zeit wäre sonst zu knapp.
Für meinen zukünftigen Aufenthalt in Seattle habe ich ein Apartment gemietet. Da ich wusste das ich heute viel einkaufen werde habe ich extra noch einen leeren Koffer eingepackt damit ich die Taschen nicht per Hand tragen muss.
Ich muss zugeben, dass es mir im Norden Kaliforniens besser gefällt als in meiner alten Heimatstadt. Schon klar Seattle ist toll, anders als meine Vergangenheit dort.
Man kann es nicht wirklich meine Vergangenheit nennen da ich in Kalifornien da weiter gemacht habe wo ich hier aufgehört habe.
Der Bahnsteig ist voller Menschen die mich unentwegt anstarren.
Mir war klar das, dass passieren würde wenn ich wieder hier her komme.
Mein Handy kündigt eine Nachricht von Seattle News an, bevor ich hier ankam habe ich extra einen persönlichen Klingelton eingerichtet.
Im selben Moment klingeln und vibrieren in meinem Umkreis ebenfalls Handys.
„She is back." ist das einzige was da steht unter einem Bild von mir.
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Devil is a Bad Boy
Novela Juvenil„Was ist nur aus dem wunderschönen Mädchen geworden das ich einmal kannte?" „Sie ist erwachsen geworden." „Wo ist die Person hin, für die ich getötet hätte?" „Sie existiert nicht mehr." „Was ist aus der geworden, die bis zum letzten Atemzug gekämpft...
