Der Geruch von Schweiß, Blut und Tod umhüllt sein bedrohliches äußerliches.
Ein Schuss,
Ein Aufprall,
dann ist alles vorbei.
Fassungslos blicke ich auf den bewusstlosen Körper vor mir und dem bewusstlosen Körper in meinen Armen. Kraftlos sacke ich auf meine Knie, lege ihren Kopf auf meine Oberschenkel. Leicht beuge ich mich über sie und streiche ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
„Bitte mach die Augen auf.“ Eine vereinzelte Träne rinnt mir über die Wange. Vorsichtig nehme ich den Haargummi welcher meine Haare zusammengehalten hat in die Hand und binde Vorsichtig ihre Haare zu einem Zopf, so dass sie sie nicht stören.
Es ist als füllt sich mein Kopf wieder mit klaren Gedanken. Meine Ausgezogene Jacke bette ich unter ihren Kopf. Erst jetzt bemerke ich die blutende Wunde in ihrem Bauch. Mit der rechten Hand drücke ich auf die Wunde um sie wenigstens ein bisschen zu stillen, mit der rechten Hand wähle ich den Notruf.
Mit zitternder Stimme gebe ich die mir bekannten Informationen durch. Während der Krankenwagen schon unterwegs ist bleiben wir per Telefon in Kontakt, die nette Dame will wahrscheinlich nur Fest stellen das ich nicht auch noch abkratze.
Ich bin geschockt, so etwas hätte ich nie von ihr erwartet. Gerade als Alex abdrücken wollte hat sie sich vor mich geworden so das nur sie von der Kugel getroffen wurde. ´Glücklicherweise´ habe ich ihm im selben Moment mein Messer ins Bein gestochen. Mit aufgerissen Augen liegt er nun da. Ob er Tod ist weiß ich nicht, es ist mir auch egal. Nur sie zählt in diesem Moment.
Zwei Krankenwagen und ein Polizeiwagen kommen um die Ecke gebraust. Geschockt stelle ich fest das sich immer noch das blutverschmierte Messer zwischen meinen Handflächen befindet. Unachtsam werfe ich es einfach ins Gebüsch.
Die Notärzte springen aus ihren Wagen. Zwei gehen auf Alex zu, zwei nähern sich uns beiden. Achtsam schieben sie mich aus den Weg. Kurz verständigen sie sich holen dann zwei Tragen und rollen sie schon in den Krankenwagen. Dies alles passiert mit rasender Geschwindigkeit, so schnell das mir schwindelig wird.
Bevor ich ebenfalls zu ihr in den Krankenwagen steigen kann halten mich die beiden Polizisten auf. „Tut mir Leid Miss, aber sie müssen mit uns aus revier fahren. Doch vorerst, wissen sie wie die verletzten heißen?“
„Alex irgendwas, ich kenne ihn nicht.“ Meine schwitzigen Handflächen streiche ich an meiner Jeans ab, in der Hoffnung die letzten Minuten seien nur ein Traum gewesen. „Das Mädchen heißt Olivia. Sie ist meine Schwester.“
Aus dem Augenwinkel beobachte ich wie die Polizisten sich blicke zu werfen, mich dann dennoch bitten in den Wagen zu steigen.
Einzelne verklebte Strähnen kleben auf meiner Stirn. Kraftlos lehne ich meinen Kopf gegen die Fensterscheibe, kurzzeitig zeigen sich schwarze Ränder an meinen Bildflächen.
Es hätte vollkommen anders laufen können. Ich hätte direkt wenn ich die Waffe unter seinem T-Shirt gesehen hätte mit meinem Messer auf ihn losgehen müssen, stattdessen stehe ich wie angewurzelt da und überlasse Olivia ihrem Schicksal. Ich hätte sehen müssen, dass sie noch immer da war und nicht gegangen ist wie ich es ihr gesagt habe. Bis vor ein paar Minuten dachte ich immer Olivia hätte den Preis für die schlechteste Schwester bekommen müssen, doch dabei bin ich es die ihn verdient hat.
Bloß nicht zu emotional werden!
Gefühlte zwanzig Augenpaare liegen auf mir als wir die Wache betreten, was wohl auch mit meinen Blut verschmierten Händen zusammen hängt. Die hätten mir ruhig anbieten können das ich sie sauber machen darf, also echt Mal!
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Devil is a Bad Boy
Novela Juvenil„Was ist nur aus dem wunderschönen Mädchen geworden das ich einmal kannte?" „Sie ist erwachsen geworden." „Wo ist die Person hin, für die ich getötet hätte?" „Sie existiert nicht mehr." „Was ist aus der geworden, die bis zum letzten Atemzug gekämpft...
