Jamie's P.o.V
(noch 32 Tage)
Aufstehen, Rennen, versuchen dem Tod zu entkommen. Instinkte eines Menschen die mir in diesem Augenblick versagt bleiben. Unter mir geben meine Knie erneut nach und stauchen schmerzhaft auf dem harten Boden auf. Zumindest hört es sich so an, den wahren Schmerz spüre ich an sich nicht. Beim erneuten aufstehen zittern sie so stark das ich befürchte erneut hinzufallen, mit aller letzter Kraft muss ich mich zusammenreißen.
Immer schneller renne ich eine dunkle Gasse entlang. Ich schaue nicht zurück, ich weiß was mich dann erwartet.
Ein Stein am Boden lässt mich stolpern. Ich falle erneut hin. Doch dieses Mal reicht meine Kraft nicht aus um mich hoch zu hieven. Die Schritte kommen immer näher.
Es ist zu spät.
Eine Hand packt mich an der Schulter zieht mich zurück. Drückt mir die Kehle zu.
Markerschütternde Schreie entkommen meinem Mund. Meine Knie sacken schmerzhaft zu Boden. Ich versuche die Hand von meinem Hals zu zerren.
Ein Schuss. Todesschmerzen breiten sich in meinem Körper aus. Quälend schaue ich an mir hinunter. Ein Loch, mitten durch meinen Bauch.
Blut über Blut strömt aus der Wunde. Meine Hände, die ich darauf gedrückt habe um es zu stoppen fangen fürchterlich an zu schmerzen. Sie sind schmerzhaft aufgeschürft.
Von weitem dringen Sirenen an mein Ohr. Meine Sicht verblasst. Meine Umgebung verschwimmt vor meinem Auge.
Mein Herz zíeht sich zusammen. Schneller und schneller schlägt es gegen meine Brust. Stopp! Es bleibt stehen.
Schwer atmend falle ich auf den kalten Steinboden.
Mit ausgestreckten Beinen und Arme liege ich dort. Ringe um mein Leben.
Starr blicke ich in die dunkle weite des Himmels. Einzelne Sterne schimmern durch die dicke Wolkendecke.
Ein Schatten nähert sich meinem Sichtfeld. Eine in schwarz gekleidete Person beugt sich über mich. Das Gesicht ist verhüllt, mit einem Tuch.
In der Hand eine Pistole.
Er will das Tuch abnehmen. Mir sein wahres Gesicht entblößen.
Mit letzter Kraft schreie ich auf...
"Jamie, Jamie", jemand rüttelt an meiner Schulter.
Wild schlage ich mit meinen Armen um mich.
"Jamie!", schreit nun jemand lauter.
Schweißgebadet schrecke ich hoch.
Mit erhobener Hand blicke ich in das erschrockene Gesicht von Olivia.
"Ich wollte eigentlich nur fragen wo der Hund herkommt", meint sie nach einer weile achselzuckend und zeigt auf den kleinen Hund in ihrem Arm.
"Hättest du das nicht später machen können?", frage ich leicht sauer. Liebevoll nehme ich ihn aus ihren Armen und bedeute Olivia sich neben mich zu setzen.
"Ich habe ihn gestern auf der Straße gefunden."
"Und da nimmst du ihn einfach so mit...?", fragt sie verwirrt.
Ich seufze und antworte dann: "Ja. Er saß da und hat mich so süß angeschaut. Und außerdem war es draußen kalt und nass. Ich konnte ihn doch nicht einfach so erfrieren lassen."
Gerade bemerke ich, dass Olivia mir gar nicht mehr zu hört sondern mit Devil spielt. Ja, ich habe ihn Devil genannt. Ich finde zu einer Devil gehört ein kleiner Devil.
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Devil is a Bad Boy
Roman pour Adolescents„Was ist nur aus dem wunderschönen Mädchen geworden das ich einmal kannte?" „Sie ist erwachsen geworden." „Wo ist die Person hin, für die ich getötet hätte?" „Sie existiert nicht mehr." „Was ist aus der geworden, die bis zum letzten Atemzug gekämpft...
