Blake's P.o.V (Point of View)
"Mum bin wieder da", rufe ich direkt, als ich das Haus betrete. In der Hoffnung mich schnell in mein Zimmer verziehen zu können und nicht ihre Standpauke anhören zu müssen.
"Sei still, Blake. Mama hat Kelsey gerade zum einschlafen gebracht", flüstert Noah, der gerade die Treppe herunter gekommen ist mir zu.
"Wieso bringt sie Kelsey ins Bett? Warum bist du überhaupt noch wach?"
Es ist zwar erst um neun, aber Noah ist gerade mal fünf. Sonst bringt Mum ihn immer um acht ins Bett und Kelsey darf dann immer noch ein wenig wach bleiben. So war es schon immer. Außer wenn Dad am Wochenende da ist, dann unternehmen sie immer etwas zusammen (meistens ohne mich, da ich mich ein wenig zu alt fühle um in irgendwelche Zoo's oder Freizeitparks mit meinen Eltern abzuhängen).
"Jack ist weg", antwortet er tonlos. "Ich habe vergessen die Haustür zu zumachen und dann ist er einfach weggerannt."
"Es ist nicht deine Schuld", versuche ich den kleinen aufzumuntern. Gut, es ist wahrscheinlich seine Schuld aber ich denke Kelsey hat ihn schon genug angenölt. Jack, ist ihr Hund. Sie hat ihn vor zwei Jahren zum Geburtstag bekommen. Er ist ihr ein und alles, ihr bester Freund, ein dritter Bruder.
Vorsichtig schiebe ich den kleinen Richtung Wohnzimmer und platziere ihn auf der Couch. Mit einer Decke decke ich ihn zu und lege mich daneben.
"Komm wir schauen einen Film, dann geht es dir besser", muntere ich ihn auf, während ich 'das Dschungelbuch' in den DVD Spieler einlege. Nicht gerade mein Lieblingsfilm.
"Kelsey hat mich angeschrien." meint Noah plötzlich.
„So ist sie nun mal. Vorlaut, Frech, Einzigartig." Einzigartig...wie Jamie.
Nach kurzer Zeit ist er auch schon eingeschlafen.
Es ist zu spät um noch nach Jake zu suchen. Es ist stockdunkel und er hat schwarzes Fell. Ich würde ihn so oder so nicht finden.
Vorsichtig nehme ich Noah auf meinen Arm und trage ihn in sein Zimmer. Zwischendurch murmelt er unverständliches Zeug.
Willkürlich muss ich lächeln. Als Kelsey geboren wurde war ich acht und hatte überhaupt keine Lust auf sie. Ich fühlte mich benachteiligt und habe die ganze Zeit gemeckert und sie geärgert. Als sie dann vier war und ich zwölf, kam Noah. Wie ich damals, wollte Kelsey überhaupt nichts von ihm wissen. Ich und sie haben uns zusammengeschlossen und ihn immer zu geärgert. Unsere Eltern haben wir fast in den Wahnsinn getrieben, mit unserer ständigen Stänkerei.
Ich meine, wie waren Kinder. Kels ist zwar immer noch ein Kind aber das tut nichts zur Sache.
Alles in einem hatte ich eine glückliche Kindheit.
~
(noch 33 Tage)
"Vielleicht ist ihm irgendwas passiert!", kreischt Kelsey.
Seit zwei Stunden sind wir dabei Jack zu suchen. Bisher ohne erfolg.
Kels bekommt langsam Panik und denkt sich alle mögliche Situationen aus, die ihm hätten zustoßen können.
Sie meinte zum Beispiel das er zu Dad nach L.A laufen wollte und auf dem Weg dahin eine runde im Meer schwimmen wollte, wobei er jedoch unterging.
Jason habe ich auch schon angerufen. Er ist dabei ein 'Vermisst' Blätter zu erstellen, die wir in der Gegend aufhängen können.
Und das alles nur wegen einem Hund, der mich dazu nicht leiden kann. Ernsthaft, der hat mich immer wie so ein Geisteskranker angebellt und angesprungen. Einmal wollte er mich sogar beißen! Vielleicht ist er auch einfach nur ein Spürhund, der nach Drogen sucht...
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Devil is a Bad Boy
Novela Juvenil„Was ist nur aus dem wunderschönen Mädchen geworden das ich einmal kannte?" „Sie ist erwachsen geworden." „Wo ist die Person hin, für die ich getötet hätte?" „Sie existiert nicht mehr." „Was ist aus der geworden, die bis zum letzten Atemzug gekämpft...
