Kapitel 18

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Aaron



Der Prinzessin ging es nicht wirklich besser. Wir wussten alle, dass sie uns so Liebe so getan hatte, aber man sah ihr deutlich an, das dem leider nicht so war. Sie schlief nicht eine Nacht wirklich ruhig durch und sie aß auch kaum noch etwas. Die Kleine konnte sich kaum noch auf den eigenen Beinen halten.

Es musste ihr immer einer von uns helfen, bei egal was. Meistens half ihr Rafael, da ich selber ihr kaum noch ins Gesicht sehen konnte. Die anderen genauso wenig. Er war zwar auch nicht besser, aber Raf konnte sie nicht verlassen. Nicht für eine Sekunde.

Wir waren Versager und da war ich mir sicher, dass er genau das selbe von sich und uns dachte.

Zara würde nie verstehen, wie sich das für uns angefühlte hatte und noch immer anfühlte. Mich ließ dieses beklemmende Gefühl in der Brust nicht für eine Sekunde los. Dieses Gefühl, dass wir sie für immer hätten verlieren können. Dieses Gefühl, dass sie sich nicht mehr auf uns verlassen könnte in Zukunft.

Erstens ließ mich der Gedanke nicht los, meine Aufgabe als Beschützer nicht erfüllt zu haben und zweitens ließ mich der verdammte Gedanke nicht los, dass ich diese Frau liebte. Ich konnte die Frau die ich liebte nicht mal beschützen.

Permanent musste ich an sie denken und daran, wie sie Bewusstlos in ihrem Bett gelegen hatte. Wie sie sich nicht mal mehr alleine auf ihren dünnen Beinen halten konnte.

Jetzt kam aber auhc noch dazu, dass unsere kleine Prinzessin jetzt auch noch wegen uns weinte. Weil wir einfach zu blöd waren, um zu verstehen, dass wir uns ihr gegenüber beschissen verhielten.

Sie dachte wirklich, dass wir sauer auf sie waren und das sie unser Leben versaute. Dieser perfekten kleinen Frau war eindeutig nicht klar, dass sie alleine unser Leben war. Das ganz egal wohin sie gehen musste, jeder von uns ihr mit Freude folgen wird.

Es machte keinen Unterschied ob wir hier mit ihr lebten oder bald weg mussten. Es würde das selbe sein, solange Zara bei uns war. Daher könnte sie unsere Leben nie versauen.

Solange wir sie beschützen durften war uns alles Recht.

Da sprach ich sicher nicht nur für mich.

Ihr Befehl ging durch meine Adern, als würde ein Blitz in mich einschlagen. Ehrlich gesagt überwältigte mich, diese Art von Macht, die sie über mich hatte so dermaßen, dass ich nur noch ihre Stimme in meinem Kopf hatte.

Sie erlaubte es uns nicht uns schlecht zu fühlen.

Zara war sich dem sicher nicht bewusst, aber ihr Befehl löste in meinem Körper so viel aus, dass ich nicht mehr klar denken konnte. Mein Körper fühlte sich genau dazu gewzungen, dass zu tun was sie von mir verlangte und dieses Gefühl in meiner Brust. Dieses Beklemmende Schuldgefühl, es löste sich in Luft auf, als sie diese Wort aussprach.

Mit ihren riesigen Augen sah sie uns an, während sie uns sagte, dass sie keine Wiederworte von einem von uns duldete. Keiner von uns würde ihr nach diesem Befehl und dem was sie in uns ausgelöst hatte Wiederworte geben.

Ich ließ meinen Blick nur einmal zu Raf schweifen, da ich sehen wollte ob ihn das auch so erwischt hatte wie mich gerade.

Seine Gedanken waren wie leergefegt, als ich in seinen Kopf sehen wollte und es das erste Mal war, in dem ich ohne Problem in seinen düsteren Kopf sehen konnte.

In der selben Sekunde blickte er zu mir und sperrte mich direkt wieder aus seinen Gedanken. Hatte ihn aber genauso sehr erwischt wie den Rest von uns. Ganz offensichtlich.

"Wann müssen wir denn gehen?" brach sie die Stille die sich in ihrem Zimmer ausgebreitet hatte. Sie klang wieder so freundlich wie Zara es sonst auch immer tat und sah uns nun alle wieder mit einem schwachen Lächeln an. Ich kannte dieses Lächeln an ihr. Es hieß es tat ihr Leid, wie sie gerade mit uns gesprochen hatte.

Zara Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt