RAFAEL
Meine kleine Zara sah heute Morgen wieder mal wunderschön aus. So wie jeden Tag eigentlich. Genau deswegen konnte und wollte ich einfach nicht wegsehen von dieser atemberaubenden Schönheit. Selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich es nicht gekonnt.
Zara war wirklich das einzige das ich mittlerweile noch wirklich wahrnahm. Deswegen konnte ich sie auch gestern nicht betrügen, auch wenn meine Wut mich übermannt hatte. Es ging einfach nicht und als ich dann nach ihr gesehen hatte, als sie geschlafen hatte, war ich mehr als froh darüber.
Sie hatte ausgesehen wie mein unschuldiger Engel, der sie auch war.
Auch wenn der Abend gestern wirklich der reine Horror war für mich. Es gab echt kaum etwas, dass mich an ihr störte, aber es störte mich ungemein, wenn Zara sich betrank. Sie gab sich die Kante, sobad sie die Chance hatte.
Das Mal ganz abgesehen, noch viel weniger konnte ich mitansehen, wie sie getanz hatte gestern Nacht. Noch schlimmer wurde das ganze nur, als sie Gabriel noch dazu geholt hatte und ich diese Bilder einfach nicht aus meinem Kopf bekam.
Auch wenn er genau wie ich aufgewchsen war und uns das auf eine gewisse Art zu Brüdern machte, wollte ich ihn gestern einfach nur noch tot sehen. Obwohl er nicht mal was dafür konnte, da sie ihn drum gebeten hatte. Er konnte nicht anders, als ihr ihren Wunsch zu erfüllen.
Ich selber konnte gestern nicht mit ihr tanzen, weil ich genau wusste, ich würde mich für keine Sekunde zurückhalten. Ich hätte sie unter diesen Umständen entweder im Bad des Clubs oder hier gevögelt, wenn sie sich an mir so gerieben hätte, wie sie es bei ihm getan hatte.
Das alles brachte nichts. Ich musste mit ihr drüber reden und das möglichst ohne die Fassung zu verlieren.
Aber bevor ich das tun würde, wollte ich die Antwort meiner kleinen Prinzessin anhören. ICh war mehr als gespannt drüber, was sie sagen würde. Von mir würde zu dem ganzen kein Wort kommen, solange Zara es selber nicht wollte.
So ängstlich wie sie aussah, glaubte ich nicht dran, dass sie es den anderen wirklich sagen würde. Sie hatte Angst das sie Zara abweisen würden und das könnte gut möglich sein.
Ihre Wangen mussten glühen, so rot war sie geworden, als sie jetzt alle ansahen.
Gott liebte ich diese Frau, wenn sie so schüchtern aussah.
"Es tut mir Leid." hörten wir alle ihre leise und sanfte Stimme sagen, während sie langsam vom Sofa aufstand und sie uns alle abwechselnd ansah. Erst dachte ich, dass diese Entschuldigung, die sicher aufrichtig und ehrlich gemeint war, mir galt, da sie dachte sie verletzte mich mit ihrem Schweigen.
Das was aber wirklich kam, hätte wohl keiner von uns gedacht.
Zara kam mit bestimmten Schritten und einem sanften Lächeln auf mich zu und blieb vor mir stehen. Jetzt erst verstand ich, wem ihre Entschuldigung galt.
"Ich liebe Rafael." sprach sie dann lächelnd aus und sah zu mir auf. Sie zitterte noch leicht, als sie mich ansah und ich sie dann in den Arm nahm, als ich das sah. Ihr rosiger Geruch stieg mir in die Nase als ich meine Lippen leicht auf ihre Haare drückte und sie anfing sich langsam zu beruhigen.
Eines stand fest für mich. Ich würde diese Frau in meinen Armen nie wieder gehen lassen. Erst wenn Zara mich nicht mehr liebte, würde ich sie gehen lassen, aber das das je von mir ausging, war ausgeschlossen.
Langsam löste sie sich von mir und legte ihre Lippen auf meine, was mich doch überraschte. Ihre großen Augen sahen kurz in meine bevor sie sich dann umdrehte und die anderen jetzt ansah.
DU LIEST GERADE
Zara
VampirosAaron. Milan. Rafael. Gabriel. Luis. Das sind die Namen ihrer Beschützer und der Männer die bereit sind jeder Zeit ihr Leben für ihres zu geben. Bisher wusste Zara nichts von ihrem Glück eine Prinzessin zu sein oder gar eine unsterbliche. Unsterblic...
