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ℰ  ❦  ℱ

𝐼𝒸𝒽
fühlte mich nicht wohl. Meine Finger krallten sich an das Lenkrad, krampfhaft. Meine Atmung war schwer. Mein Blick lag konzentriert auf der Waldstraße vor mir. Ich hielt plötzlich an- Mom's Auto stand am Rande der Straße. Ich hielt Ausschau, niemand saß am Steuer, nirgendwo eine Menschenseele. Ich stieg aus meinen Wagen, sah mich un. Der Regen durchnässte binnen Sekunden alles an mir. „Mom?" Meine Stimme hallte durch den Wald- keine Reaktion. Ich rannte in den Wald, sah einen kleinen Weg, abseits der Straße. Äste zerbrachen unter meinen Füßen, ich blendete alles aus. Mein Herz schien mir aus der Brust zu springen. Etwas war faul. Aber Alice hätte es doch gesehen, oder? Ich ging weiter den matschigen Weg entlang, mit jedem Schritt wurde mir immer mulmiger. Und dann sah ich es. Mein Herz blieb stehen. Meine Schritte beschleunigten sich, fiel auf die Knie, als ich bei ihr war. „Mom? Mom, hörst du mich?" Tränen strömten mein Gesicht herab, verdeckten meine Sicht. Ich strich ihr durch die Haare, mit dem Wissen, dass es zu spät war. Sie konnte nicht mehr leben. Ihr Körper war blutleer. Jemand war hier gewesen. Der Geruch nach Blut stieg mir in die Nase. Ich hasste diesen metallischen Geruch. Langsam strich ich über die offene Stelle an ihrem Hals, die Bisswunde. Ich schluckte hart. Erst Grandpa, dann Mom. Fehlte nur noch- ich. Ich hörte die Schritte hinter mir. Angst plagte mich. „Ein Prachtexemplar." Die Stimme war mir unbekannt, dennoch schrie alles in mir, ich sollte rennen. Doch es war nutzlos. Der Vampir wäre schneller. Kalter Atem streifte meine Haut. „Was bin ich?" Mein Herz schlug- ob es überhaupt möglich war, bezweifelte ich- doppelt so schnell. Ich sah auf Moms blutleere Leiche, auf die offene Bissstelle. „Genau." Dieser Vampir spielte mit mir, das wurde mir klar. „Und du wärst eine bezaubernde Vampirin." Ich wollte das nicht. „Nein, bitte nicht." Das Flehen war erbärmlich. Dennoch war es einen Versuch wert. Insgeheim hoffte ich, Alice würde es sehen. Jasper wäre hier. „Dein kleiner Vampirfreund ist nicht hier, Kleines." Das war mir auch klar. Woher er das wusste, wollte ich nicht wissen. „Du weißt, was jetzt passieren wird." Ich nickte langsam, unfähig etwas zu sagen. Und dann geschah es. Ich würde es als schlimmsten Moment meines Lebens bezeichnen. Der Vampir streifte an meinen Hals. Ich schloss die Augen. Ein Schrei erfüllte die Stille des Waldes. Es war mein eigener, doch er schien mir so weit weg. Ich konnte mich nimmer aufrecht halten. Ich spürte, dass etwas sich in mir veränderte. Ein weiterer Schrei, der meine Kehle verließ. Ich war an einem anderen Ort. Fühlte mich fremd. Alles fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Schmerz, Schmerz und noch mehr Schmerz. Ich fühlte mich, als würde ich verbrennen. Ich hatte immer Angst vor dem Feuer. Und nun verbrannte ich. In meinem persönlichen Höllenfeuer. Ich fühlte mich elend. Es gab keine Worte, die es beschreiben konnten. Ich war weg, weg von dieser Welt. Jedes doch so kleine Detail war nicht real. Der harte, nasse Waldboden, auf dem ich lag, schien nicht zu existieren. Einzig und allein die Schmerzen, ließen mich lebendig fühlen. Feuer. Feuer. Feuer. Ich wollte rennen, kein Zentimeter meines Körpers schien sich bewegen zu können. Es war mein Albtraum. Ich bekam weit entfernt mit, wie mich nun zwei starke Arme hielten. „Es ist zu spät." Diese Worte fühlten sich wie durch Watte an. Träumte ich nur? Nein, es war zu real. Ich wollte meine Augen öffnen, jedoch wollte ich das Feuer nicht sehen. Jedoch tat ich es. Kein Feuer? Jasper. Ich bildete es mir ein. Ein weiterer Schrei aus meiner Kehle. Jasper strich mir die Haare aus dem Gesicht, sein Gesicht schmerzerfüllt. Seine starken Arme hielten mich, wie ein Baby. Baby, ich werde nie welche haben können. Keine Kinder. Dafür Jasper. Das erste Mal, als ich ihn sah. Rosalie. Unsere Backaktion. Unser Erster Kuss. Frankreich. Jasper küsst mich vor dem Eiffelturm. Unsere gemeinsamen Abende. Denver. Dad's Grab. Grandpa. Ich wurde zu einem Monster, was sie beide getötet hat. Mom und Grandpa. Schmerz. Schmerz. Schmerz. „Ich liebe dich." Danach folgte ein Schrei, mit letzter Kraft sah ich in Jaspers goldene Augen. Bis ich mich dem Schmerz hingab.

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Sie lag in seinen Armen. Er bereute es, sie alleine gelassen zu haben, er wollte sie immer beschützen. Der blonde Vampir wusste, wie es sich anfühlte, wusste, was sie durchmachen musste. Ihre Schreie schmerzten ihn. Er konnte seine Emmeline nicht leiden sehen. Er spürte die pure Angst, die von ihr ausging. Er hasste seine Gabe dafür. Es war schlimmer als damals, er war damals blind. „Es tut mir so unfassbar leid." Murmelte er. Jasper Hale würde es sein- zur Ewigkeit verdammtes- Leben lang, sich nie verzeihen können. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Dass dieser Mensch sein Leben so sehr veränderte, wurde ihm erst jetzt klar. Er liebte sie, wie er noch nie geliebt hatte.

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