Der Antrag

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Viktor Knelan kniete sich hin und holte einen Ring aus seiner Hosentasche. Marla Ihaja starrte ihren Freund aus großen Augen an. Viktor atmete tief durch und lächelte seine Freundin an. „Marla Ihaja, möchtest du meine Frau werden?" Marla quietschte und stieß mit Tränen in den Augen ein enthusiastisches "Ja" aus. Viktor zog ihr den Verlobungsring auf den Finger und stand auf. Er zog Marla in eine Umarmung, die geschockt dastand. Als die beiden sich voneinander lösten, fragte Marla: „Und wo ist dein Ring?" Viktor warf seiner Freundin, nein, Verlobten, ein neckisches Grinsen zu und zauberte einen weiteren Ring aus seiner Hosentasche. Er hielt ihm Marla hin, die ihm den Ring anzog. Mit einem strahlendem Lächeln musterte Marla ihren Ring. „Ich bin verlobt.", murmelte sie und zog Viktor an sich, um ihn zu küssen. „Wir werden heiraten!", sagte Marla glücklich, nachdem sie sich geküsst haben. Viktor lächelte sanft. „Wir werden heiraten.", murmelte er und zog Marla für einen weiteren Kuss an sich. 

„Okay, das ist mir viel zu viel Kitsch.", murmelte eine verhüllte Person, die in einem Apfelbaum saß und das kürzlich verlobte Pärchen, die gerade glücklich in dem Rosengarten rumknutschen. Die unbekannte Person machte Kotzgeräusche. „Das ist ja ekelhaft.", murmelte sie und tippte mit einer Hand eine Nachricht an ihren Boss. Dann steckte sie das Handy weg und legte ein Messer in ihre Hand. „Los geht der Spaß...", sagte die unbekannte Person und grinste. 

Derweil setzte sich Marla neben Viktor auf den Brunnen, der im Rosengarten stand. Sie umfasste seine Hand und lächelte glücklich. „Ich liebe dich.", sagte Viktor mit förmlich Herzen in den Augen. „Ich liebe dich auch, zukünftiger Ehemann.", antwortete Marla grinsend und küsste Viktor. Nach dem Kuss sah Marla sich in dem Rosengarten um und grinste Viktor an. „Ist diese Location, Zufall?" Viktor lachte leise und kratze sich an seinem Hinterkopf. „Eventuell nicht.", gab er mit einem nervösen Lächeln zu. Marla kicherte. „Du Romantiker.", sagte sie neckend. Viktor sah seine Verlobte verliebt an. „Ich finde, wir sollten im..." Weiter kam er nicht, denn ein Messer durchbohrte sein Oberkörper. Erschrocken und ängstlich sah Viktor seine Verlobte an, die ihn geschockt ansah, und landete ihm Brunnen. Blut floß aus der Wunde. Seine Augen waren bereits glasig, was eigentlich unmöglich war, da niemand an so einer Wunde so schnell starb. Dann bemerke Marla, dass auf der Klinge eine hellgrüne Flüssigkeit glänzte. Sie schlug sich die Hände vor ihren Mund. Gift. Um genauer zu sein: Gift der Rosja Blume, was eigentlich seit Jahren nicht mehr aufgetaucht war. "Marla, Marla, ich schätze, du wirst nicht heiraten. Es tut mir wirklich leid, aber dein armer Verlobter ist jetzt tot.", sagte jemand hinter ihr. Marla fuhr herum. Vor ihr stand eine asiatische Frau, die sie grinsend ansah. Sie war ganz in Schwarz gekleidet und hatte mehrere Messer um ihre Hüfte gebunden. „Du!", fauchte Marla. „Ich.", entgegnete die andere Frau gelassen. Sie zeigte auf Viktor. „Könntest du mir eventuell mein Messer zurückgeben? Es ist mein Lieblingsmesser." Sie grinste selbstbewusst. Marla schüttelte den Kopf und sah ihr Gegenüber verächtlich an. 

„Da ist Gift dran, Schätzchen.", sagte Marla und lächelte die fremde Frau zuckersüß an. „Du hast deinen Biss echt nicht verloren. Ich habe dich echt vermisst. Komm her.", sagte die Frau lachend und breitete ihre Arme aus. Marla verdrehte genervt die Augen, lächelte dann aber und umarmte die Frau herzlich. „Fuck, du bist echt gewachsen, Ilkya." Ilkya grinste breit und zeigte dann auf Viktor. "Hattest du wirklich den zu heiraten?" Marla lachte leise und warf Viktors Leiche einen verächtlichen Blick zu. „Absolut nicht, aber er hatte ein paar nützliche Informationen. Was machen wir mit seiner Leiche?" „Verbrennen.", antwortete Ilkja trocken. Marla lachte und zog Viktor aus dem Brunnen. Sie schmiss ihn auf den Boden. Ilkya kniete sich neben ihn und durchsuchte seine Sachen. „Nichts interessantes.", murmelte sie. Marla fuhr mit der Hand über Viktors Leiche und murmelte ein paar Worte. Dampf stieg von dem Körper herab und er wurde trocken. Zufrieden nickte Ilkya, murmelte ebenfalls etwas und plötzlich fing Viktors Leiche Feuer. „Zeit nach Hause zu gehen.", sagte Marla und warf beim Weggehen mit Ilkya den Ring weg. Als beide Frauen weit entfernt waren, hörten sie Schreie. Anscheinend hatte jemand die Asche gefunden und die richtigen Schlüsse gezogen. Die beiden Frauen warfen sich einen amüsierten Blick zu.

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