Fledermaus & Löwin

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Severus Snape hat den Krieg überlebt, zwar nur knapp, aber er lebt. Jetzt einige Jahre später lebt er zurück gezogen und hält sich weitestgehend aus der Zauberwelt heraus. Ab und an muss er dort dennoch Zutaten für seine Forschung kaufen  und seinen besten Freund besuchen. Heute war wieder einer solcher Tage an dem er in die Zauberwelt musste, seine Zutaten bei Lucius in der Apotheke auffüllen. Die Liste war länger als gewohnt und so schlendert er ein wenig durch Muggellondon, damit er von niemandem unnötig angesprochen wird. Allerdings wird er halb über den Haufen gelaufen als er so durch die Gassen schlendert. " Oh entschuldigen sie Sir," kommt von einer ihm bekannte Stimme. "Uhm, Professor Snape?" fragt die Stimme sofort danach. " Miss Granger? Was machen Sie hier? Müssten Sie nicht arbeiten oder dergleichen?" antwortet er kalt wie gewohnt. " Ja, Sir, ich habe gerade Mittagspause gehabt und bin eigentlich auf dem Rückweg, aber naja ich bin wohl in Sie reingelaufen," antwortet sie schüchtern. Die Situation ist ihr sehr unangenehm und sie will schon flüchten. " Wie geht es Ihnen, Sie sehen sehr gestresst aus. Ich könnte Sie ein Stück begleiten, wenn Sie wollen," meint Severus darauf hin freundlicher. Hermione ist etwas überfordert mit dieser Aussage aber willigt dennoch ein. Insgeheim war er immer ihr Lieblingslehrer gewesen, auch wenn sie das nie so zeigen konnte. " Mir geht es gut, eigentlich, nur im Ministerium ist es zur Zeit sehr stressig. Es gab wieder einen Ausbruch aus Askaban," erklärt sie dem ehemaligen Professor. " Einen Ausbruch? Davon habe ich noch gar nicht gehört. Weiß man denn schon wer geflüchtet ist?", fragt Severus sichtlich schockiert über diese Neuigkeit. " Es scheint sich um einige Todesser zu handeln, leider weiß ich auch nicht mehr als Sie. Aber, könnten Sie mir vielleicht helfen die Todesser zu finden?", bittet Hermione ihn. " Es tut mir leid sie enttäuschen zu müssen, Miss Granger, aber das ist das Letzte was ich jemals tun würde. Ich gehöre nicht mehr den Kreisen des dunklen Lords an und gelte als Verräter. Das wäre so als würde ich mir mein eigenes Grab schaufeln," gibt er mit kaltem Blick zurück. " Ich verstehe, Danke Ihnen trotzdem", sagt Hermione niedergeschlagen. " Kommen Sie heute Abend gerne zu mir nach Hause und bringen Sie die Namen der Ausgebrochenen mit," fügt er hinzu, als er Hermiones Reaktion sieht. Ihr Blick erhellt sich sofort. " Danke Sir! Informationen über die Sträflinge würden mir extrem helfen," antwortet sie strahlend. " Gut, seien Sie um 19 Uhr da", sagt er und reicht ihr einen Zettel mit Adresse. Fidelius Zauber also. Hermione begibt sich zurück ins Ministerium und besorgt sich die Namen der entflohenen Todesser. Severus hingegen begibt sich zu Lucius Apotheke und holt seine Zutaten ab um dann zu seinem besten Freund zu gehen. Der lebte mittlerweile auch nicht mehr im Malfoy Manor denn Narcissa war kurz nach dem Krieg gestorben. " Hey Luc, wie geht's dir? " begrüßt der Schwarzhaarige den Blonden. " Gut, danke der Nachfrage, und dir?" antwortet der Blonde. " Ja ganz gut soweit, ich bin vorhin durch Muggellondon spaziert und wurde fast über den Haufen gerannt von Miss Granger," erzählt er mit einem kleinen Lächeln. Da wird Lucius neugierig. " Wieso lächelst du? DU lächelst nie. " " Stimmt, tu ich nicht. Irgendwie war es schön sie wiederzusehen, sie war immer meine beste Schülerin. Ich habe sie heute Abend zu mir nach Hause eingeladen, weil sie bei einem Fall meine Hilfe braucht," antwortet Severus ehrlich. Seine Gedanken sind die ganze Zeit bei Hermione. Sie ist eine schöne Frau geworden. Aber sie müsste doch eigentlich mit Weasley liiert sein, oder nicht? Sofort verlor er das kleine Lächeln. " Was ist passiert?" fragt Luc alarmiert. " Weasley," ist das einzige was der jetzt wütende Snape herausbringt. Wie konnte er nur so dämlich sein und das vergessen? Lucius überlegt hingegen was er damit meinen könnte. Er hatte von Draco gehört, dass Hermione sich schon kurz nach dem Krieg wieder von Weasley getrennt hatte, denn es war eine überstürzte Entscheidung gewesen, durch den Krieg. " Sev, du weißt schon, dass die Beiden nicht mehr zusammen sind oder? " fragt Luc vorsichtig. Severus Wut ist sofort verpufft und er schaut den Blonden perplex an. " Nein, wann ist das denn passiert und hat sie einen anderen Freund?" schießt Severus die Fragen heraus. Luc verneint die Frage, mit dem Freund und erklärt Severus dass die Beziehung mit Weasley niemals Hand und Fuß hatte. Dieser ist sichtlich erleichtert, sehr zur Verwirrung von Lucius und auch teils sich selbst. " Ich weiß auch nicht was in mich gefahren ist. Ich hab sie schon ewig nicht mehr gesehen. Sie ist eine hübsche junge Dame geworden und ich mochte sie eigentlich schon immer gerne. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen und das mag ich gern. Irgendwie komisch. Aber ich habe ein wenig Interesse," brabbelt Severus kopflos vor sich her. Er weiß überhaupt nicht was mit ihm los ist. Er unterhält sich noch ein Weile mit Lucius und macht sich dann auf den Heimweg. Gerade rechtzeitig um sich noch frisch zu machen für seinen Besuch. Wenige Zeit später klingelt es und Miss Granger steht vor der Tür. " Kommen Sie doch herein," meinte Severus und führte sie ins Wohnzimmer. Sie überreichte ihm auch gleich die Liste mit den Namen. " Möchten Sie etwas trinken, so lange ich die Infos aufschreibe?" fragte Severus seine ehemalige Schülerin. " Gerne, was können Sie mir denn anbieten?" fragte sie schüchtern. " Alles was sie möchten, dass ist das Gute an der Magie," gab dieser schmunzelnd zurück. " Und übrigens wäre es mir persönlich lieber wenn wir uns duzen würden, oder?" fragte der ehemalige Kerkermeister. " Gerne," erwiderte die kleine Löwin. " Gut, Hermione, was möchtest du denn jetzt trinken?" kam Severus auf seine ursprüngliche Frage zurück. " Nach dem heutigen Tage wäre denke ich ein Feuerwhiskey angebracht," antwortete sie. " So anstrengend gewesen?" fragte Severus während er das Getränk bereitete. Hermione fing an zu reden und Severus hörte aufmerksam zu während er sich daran machte alle Informationen über die Todesser aufzuschreiben, die er wusste. " Danke, Severus das ist so hilfreich," meinte Hermione nachdem der Schwarzhaarige ihr die Liste zurückreichte. " Nichts zu danken, und wenn du möchtest kannst du noch ein wenig bleiben und wir sprechen noch ein wenig über die letzten Jahre, du hast mit Sicherheit viel erlebt und noch nicht alles verarbeitet. Mir scheint als bräuchtest du jemanden zum reden," sagte Severus. " Oh danke, gerne," gab die Braunhaarige zurück. Sie merkte wie ihre Wangen leicht erröteten. Sie war dieses freundliche Verhalten  von diesem ernsten Mann einfach nicht gewohnt und wunderte sich auch insgeheim ein klein wenig darüber. Die beiden unterhielten sich noch mehrere Stunden und es floss auch reichlich Alkohol, denn einige Themen, wie Malfoy Manor schwer zu verdauen waren. Die beiden waren sich in dieser kurzen Zeit doch recht vertraut geworden und rückten unmerklich immer näher zu einander auf der Couch. Die Ernsthaftigkeit des Gesprächs war nun auch völlig verflogen. Hermione merkte wie Severus ständig auf ihre Lippen schaute während sie sprach und spürte auch eine gewissen Spannung zwischen den beiden. Severus tat sich schwer sich zurück zu halten und nicht über die junge Frau herzufallen wie ein ausgehungertes Tier, denn was er sah und hörte lies ihn glauben, dass sich zwischen den beiden auch vielleicht mehr als nur eine Romanze für eine Nacht entwickeln könnte. Hermione konnte sich mittlerweile auch fast nicht mehr konzentrieren denn diese schwarzen Augen zogen sie in ihren Bann. Irgendwann saßen die beiden von Alkohol benebelt, einfach nur schweigend voreinander und schauten sich an. So vergingen einige Minuten, bis Severus sich räusperte und mit leiser Stimme fragte " ist es in Ordnung für dich wenn ich dich küsse?" Sie musste schwer schlucken ehe sie den Kopf für ein Nicken neigte. Severus konnte es kaum fassen, dass sie ja sagte, blinzelte einige Male ungläubig bevor er den letzten Abstand überbrückte und sie küsste.

Adventskalender 2023Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt