Nach dem Krieg war endlich Ruhe eingekehrt und ich konnte mich voll und ganz auf meine Heilung konzentrieren. Auch wenn ich immer noch nicht verstehen konnte, weshalb gerade die Frau meines besten Freundes mich rettete, nachdem sie ihren Sohn fand. Narcissa äußerte sich auch nicht dazu. Ein Jahr war vergangen in dem ich fast ausschließlich im St. Mungos war, denn der Biss der Schlange hatte mich fast getötet und das Gift steckte mir immer noch in den Knochen. In wenigen Tagen würde ich entlassen werden und Lucius hatte mir zugesagt, dass ich bei ihm und seiner Familie die nächsten Wochen verbringen könnte.
Ich hatte gute Fortschritte gemacht aber alleine Leben war noch nicht komplett möglich. Es wurmte mich, aber immerhin war es mein bester Freund, der mir Unterschlupf gewährte.
Einige Tage später
Lucius hatte mich abgeholt und mir eins seiner Gästezimmer zu recht machen lassen, dass im Erdgeschoss lag. Er war den Tag über ständig in der Apotheke, denn auch wenn er nach dem Krieg nicht in Askaban gelandet war, wollte kaum einer für einen Malfoy arbeiten und so musste er selbst viel im Verkaufsraum stehen. Narcissa hingegen, kümmerte sich um mich, denn sie hatte keine Arbeit, die Malfoys waren immer noch sehr wohlhabend. Narcissa war viel freundlicher mir gegenüber als gewöhnlich, aber ich schob es anfangs darauf, dass sie einsam war und sich freute etwas zu tun zu haben, denn seit dem Draco ausgezogen war, war es still in Malfoy Manor zu still.
Die Tage schritten zügig voran und Narcissa und ich wurden irgendwie doch gute Freunde. Sie erzählte mir alles, auch alles was im Krieg vorgefallen war und ich nicht mehr mitbekam. " Ich log den dunklen Lord an," beichtete sie mir. " Ich log ihn an, um Draco zu beschützen, ich bin froh, dass er tot ist und mich und meine Familie nicht weiter bestrafen konnte. Er war ein Monster und ihn hier zu beherbergen war das schrecklichste was wir jemals erfahren haben," flüsterte sie. Ich merkte, dass ihr das immer noch alles sehr Nahe ging. " Lucius will nicht mehr darüber reden, er sagt das liegt alles in der Vergangenheit. Dabei merkt er nicht einmal, dass es mich immer weiter zerstört. Er ist ja ständig außer Haus. Du glaubst gar nicht wie froh ich war, als er dir anbot hier für eine Weile zu wohnen," sprach sie weiter. " Warum hast du mich überhaupt gerettet?" fragte ich sie schließlich. Diese Frage brannte mir schon seit über einem Jahr auf der Zunge. " Du hast dich für Draco geopfert um Albus zu töten. Dein Doppelleben war vorbei und du hattest danach viel mehr Leid um dich. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen dich sterben zu lassen," kam es zögernd und leise über ihre Lippen. Ich nickte, ich verstand sie. Ich wechselte das Thema, denn ich wusste, genau jetzt sollten wir aufhören darüber zu reden. " Wir können morgen weiter darüber reden, ich sehe wie du gerade leidest," merkte ich an. " Wie geht es Draco? " versuchte ich das Thema auf harmloseres Gebiet zu lenken. " Ihm geht es viel besser. Er hat das siebte Jahr noch abgeschlossen und ist vor zwei oder drei Monaten mit Astoria Greengrass zusammen gezogen. Ich denke er ist glücklich," lächelte sie.
Ein paar Wochen später
Mittlerweile war ich wieder in Spinner's End, aber ich konnte hier nicht länger bleiben. Ich machte mich daran ein neues Haus zu suchen und bat Lucius erneut um Unterkunft, da ich es in meinem Elternhaus nicht mehr aushielt. All diese Bilder aus vergangenen Tagen, die sich in meinem Kopf ständig wieder einbrannten. Zu meinem Glück gewährte Lucius meinen Wunsch und ich konnte auch Narcissa ansehen, dass sie sich darüber freute. Lucius hingegen hatte noch nicht einmal bemerkt wie Nahe ich und seine Frau uns standen.
Lucius war wie immer in der Apotheke und Narcissa und ich saßen im Salon, jeder in ein Buch vertieft. Diese Angewohnheit hatten wir uns schon vor einiger Zeit zu gelegt, denn irgendwann wussten wir auch keine Themen mehr über die wir reden konnten, Narcissa hatte die Zeit des Krieges komplett aufgearbeitet. " Sev?" fragte sie. " Ja,?" fragte ich zurück. " Gab es eigentlich jemanden nach Lily?" wollte sie von mir wissen. Ich schüttelte nur den Kopf. Auch wenn dies nicht ganz der Wahrheit entsprach. Aber ich sollte wohl nie glücklich werden, denn Narcissa war die Frau meines besten Freundes und ich verliebt in sie. Ich schenkte ihr ein wehmütiges Lächeln. Sie klappte das Buch zu und kam zu mir und setzte sich auf die Lehne meines Sessels.
Dann nahm sie mir mein Buch ab und schaute mir in die Augen. Definitiv zu lange meiner Meinung nach. " Was ist los Cissy?" fragte ich sie, weil ich nicht schlau wurde aus ihrem Verhalten.
Doch anstelle mir zu antworten, beugte sie sich zu mir runter und legte ihre Lippen auf die meinen. Der Kuss war schüchtern und zu kurz, und verwirrte mich noch mehr. " Was?" keuchte ich. " Entschuldige, ich dachte du fühlst genauso," hauchte sie und machte Anstalten vom Sessel auszustehen. Ich pakte sie am Handgelenk und zog sie zu mir runter, in einen erneuten Kuss. Dieser war allerdings nicht so zurückhaltend, sondern ich zeigte ihr damit, dass sie genau richtig mit ihrer Vermutung lag. " Aber was ist mit Luc?" fragte ich atemlos. " Ich möchte darüber gerade nicht nachdenken, sondern einfach nur diesen Moment mit dir teilen. Wir kümmern uns einfach später darum," antwortete sie.
Sie nahm meine Hand und wir gingen in mein Gästezimmer und machten uns einige vergnügliche Stunden.
Kurze Zeit später fand ich ein Haus, und kaufte es sofort. Ich beeilte mich dort einzuziehen und Narcissa mitzuteilen wo sie es finden würde, denn ich legte es direkt unter den Fidelius Zauber. Narcissa hinterlegte Lucius einen Abschiedsbrief und verschwand aus seinem Leben. Ich verlor zwar meinen besten Freund, aber aus einer Affäre, wurde die Frau meines Lebens.
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Adventskalender 2023
FanfictionIn diesem Jahr nehme ich das Projekt von letztem Jahr in Angriff und werde in diesem Adventskalender jeden Tag einen One Shot veröffentlichen Ich wünsche euch eine besinnliche Weihnachtszeit. Alle Charaktere sind nur geliehen und ich verdiene mit di...
