May I Slytherin?

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Mehrere Jahre sind vergangen seit der Schlacht um Hogwarts und dennoch verfolgte mich immer noch eine Sache. Das Malfoy Manor. Bellatrix hatte mich fast gebrochen, die Narben sind bis heute noch nicht richtig verheilt und die Worte auf meinem Arm erinnern mich immer noch daran, als was mich die meisten sehen auch wenn sie es seit dem Krieg nicht mehr zugeben würden. Denn schließlich hat ein Schlammblut geholfen die Zaubererwelt zu retten. Ich hatte nachdem Hogwarts wieder errichtet wurde meinen Abschluss nachgeholt und natürlich mit Ohnegleichen bestanden. Ich studierte Lehramt und war auch gerade im letzten Semester angelangt. Aber ich konnte mich nicht auf die Prüfungen konzentrieren denn Lucius Malfoy war einer der Prüfer. Nach dem Krieg fing nämlich die gesamte Familie Malfoy an richtig zu arbeiten. Lucius war eben halt neben dem Führen der Apotheke , ein Prüfer, denn er kannte sich mit allen Dingen aus die in seiner Apotheke verkauft wurden sei es Kräuter oder Tränke und deren Zutaten.

Ich studierte tatsächlich Zaubertränke, denn in diesem Fach konnte ich mich immer fortbilden und es würde mir nie langweilig werden. Aber wegen Lucius konnte ich mich nicht konzentrieren. Auch wenn Bellatrix im Krieg gefallen war, so hatte ich dennoch ein schlechtes Gefühl und Angst, dass er mich aufgrund dessen anders Behandeln würde, denn schließlich war sie irgendwo ja Familie gewesen. 

Der Tag der Tage kam und ich stand vor dem Gebäude, in dem die Prüfung stattfinden sollte. Was ich wusste, war dass es ein Gebäude vom Ministerium war, allerdings stand es in der Muggelwelt und bereitete mir noch mehr Unbehagen, meine Eltern fand ich leider noch nicht. Ich hatte der Muggelwelt den Rücken gekehrt, denn ich konnte dort nicht leben. Ich behielt das Haus meiner Eltern zwar, aber auch nur weil ich Hoffnung hatte, dass ich sie irgendwann finden würde. Naja zurück zum Thema. Ich war ungefähr eine halbe Stunde zu früh und ging noch einmal alles durch, was ich die letzten Jahre so gelernt habe. Ich hörte ein Räuspern und dreht mich um. Ich war starr vor Schreck, denn dort stand der Mann der mich die letzten Nächte meines Schlafes beraubt hatte. Lucius Mafoy. " Ah, Miss Granger, es freu mich dass Sie es pünktlich hier her geschafft haben, viele Prüflinge verirren sich auf dem Weg hier," begrüßte der Blonde mich. Warum war er so nett? Er hatte doch sonst nie einen Hehl daraus gemacht, dass er einen Groll gegen mich hegt. " Ähm. Danke Sir," flüsterte ich und schaute mir den großgewachsenen Mann vor mir genauer an. Das blonde Haare lag wie Seide über seinen Schultern und seine herrlich grauen Augen musterten mich freundlich. Halt. Was war das denn? Was hatte ich denn bitte für Gedankengänge?

Wir gingen in das Gebäude und ich legte die Prüfung schnell ab und bestand auch sofort. Anders als ich gedacht habe, denn Malfoy lenkte mich wirklich ab. Diese Gedanken waren mir fremd und ich wusste nicht wo das herkam. Ich meine mit Ron hatte es nicht lange gehalten, denn er war mir einfach viel zu primitiv und wollte dass ich zu Hause bleibe während er arbeiten gehen würde. Da konnte er lange drauf warten. Ich war nicht eine von diesen Hausfrauen, ich wollte etwas mit meinem Leben anfangen. Kinder konnte ich auch noch später bekommen. Aber wieso ich Lucius auf einmal anziehend fand war mir schleierhaft. Ich verließ das Gebäude völlig in Gedanken vertieft, als ich wieder seine Stimme vernahm. " Miss Granger, ich wollte ihnen noch einmal persönlich gratulieren, sie waren mit Abstand die beste Schülerin die ich je als Prüfer abgenommen habe," gab er mit einem großen Lächeln zu. Das war auf gar keinen Fall der Mann den ich seit Jahren gefürchtet habe.

 " Uhm, danke Sir, ich versteh nur nicht so ganz wieso Sie so freundlich zu mir sind, früher haben sie mich auch öffentlich schlecht behandelt? Ich bin etwas verwirrt," gab ich meine Bedenken kund. " Menschen ändern sich Miss Granger. Ich bin endlich ein freier Mann, denn Narcissa hat mich betrogen und so konnte ich endlich die Scheidung einreichen, ohne Aufsehen damit zu erregen. Ich war nie wirklich glücklich mit ihr sondern nur mit ihr verheiratet weil unsere Väter das so wollten," meinte er ehrlich zu mir. Das war echt eine Überraschung. " Wenn Sie wollen, können wir auch gerne einen Kaffee trinken gehen oder wäre Ihnen ein Butterbier lieber?" fügte er warm hinzu. Ich wusste echt nicht was ich dazu sagen sollte. Meine Verwunderung war zu groß. " Na komm, geben Sie sich einen Ruck Miss Granger. Mich würde nämlich interessieren, warum sie diesen Weg eingeschlagen haben. Lassen sie uns ein wenig reden," versuchte er mich zu überzeugen und ich gab mich geschlagen. Was sollte schon ein Kaffee mit Lucius schaden ?

Adventskalender 2023Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt